FC Wyler – SC Lyss 10:0 (4:0)
Torschützen:
3. Biribicchi 1:0
28. Fasnacht 2:0
31. Berisha 3:0
43. Del Percio 4:0
48. Berisha 5:0
63. Wälti 6:0
66. Thomet 7:0
70. Nussbächer 8:0
83. Schläfli 9:0
88. Bornhauser 10:0
Aufstellung: Bornhauser; Berner, Biribicchi, Fasnacht (63. Wälti); Del Percio (61. Schläfli), Münger, Rapicavoli (72. Flückiger), Nussbächer, Mastrangelo; Berisha, Thomet
Ersatz: Schläfli, Wälti, Flückiger, Sinaci, Frey
Bemerkungen: Wyler ohne Stammler und Schenk, Suter (krank), Zürcher, Lustenberger, Fenner, Hitz und Leuenberger (alle verletzt) Schüpbach (Militär)
Das letzte Spiel der Saison stand ganz im Zeichen des Abschieds von Trainer Christian Bauer. Der formstarke FC Wyler wollte die überzeugende Saison unbedingt mit einem Heimsieg abschliessen.
Der Start in die Partie war rasant. Bereits nach drei Minuten lagen die Gastgeber mit 1:0 in Führung. Ein perfekt getimter Freistoss von Mastrangelo auf den zweiten Pfosten köpfte Abwehrturm Biribicchi ein. Zwei Minuten später vergab Thomet per Kopf eine ausgezeichnete Gelegenheit. Das hohe Tempo und die schönen Spielzüge von Wyler überforderten den Viertplatzierten SV Lyss. Nachdem Mittelfeldmotor Nussbächer in der 23. Minute nach einem Abwehrschnitzer eine weitere hervorragende Chance nicht verwerten konnte, war Fasnacht fünf Minuten danach für das 2:0 verantwortlich. Der Aussenverteidiger zog einfach mal aus knapp 30 Metern ab und traf glücklich mitten ins Tor.
31 Minuten waren gespielt als Berisha von Thomet klug angespielt wurde und aufs gegnerische Tor ziehen konnte. Der Toptorschütze der Rückrunde liess sich nicht zweimal bitten und umkurvte elegant den Torhü. Kurz vor dem Halbzeitpfiff markierte Del Percio das 4:0. Nach einer schönen Hereingabe von Fasnacht, brachte der wirblige Flügelspieler den Ball technisch gekonnt unter Kontrolle und schloss mit einem trockenen Flachschuss aus 14 Metern ab. Hochverdientes Halbzeitresultat 4:0.
Drei Minuten nach Wiederanpfiff konnte Berisha bereits auf 5:0 erhöhen. Del Percio setzte den Stürmer mit einer präzisen Flanke von rechts ideal ein. Nach 61 Minuten kam dann Schläfli für den auffälligen Del Percio in die Partie. Kurz darauf ersetzte Wälti Fasnacht. Mit der ersten Ballberührung schob der 19-Jährige Wälti den Ball zum 6:0 über die Linie. Berisha’s Kopfball prallte dabei zuerst an den Innenpfosten. In der 66. Minute durfte sich auch Thomet unter die Torschütze notieren lassen. Berisha setzte dabei seinen Sturmpartner gut in Szene: 7:0. Nach 70 Minuten erzielte Nussbächer nach einer Vorlage von Thomet das 8:0.
Trainer Christian Bauer vollzog in der 72. Minuten noch die letzte Auswechslung. Flückiger kam für die Schlussphase für Rapicavoli ins Spiel.
Die Stadtberner spielten weiterhin gefällig nach vorne und machten dort weiter wo sie aufgehört hatten, beim Tore schiessen. Berisha’s butterweiche Flanke von links drosch Schläfli mit dem Kopf in die Maschen (83.). Den Schlusspunkt einer unterhaltsamen, aber einseitigen Partie setzte Torhüter Borhauser. Berisha wurde glasklar im Strafraum zu Fall gebracht. Bornhauser verwandelte vom Elfmeterpunkt souverän zum 10:0-Endergebnis.
Ein ehrenvoller Abschluss nach einer starken Saison mit Höhen und Tiefen. Der FC Wyler Bern nimmt den SV Lyss nach Strich und Faden auseinander und siegt mit einem „Stängeli“. Mit 50 Punkten aus 22 Spielen schloss der Quartierverein die Saison 2010/11 so gut ab, wie schon seit Jahren nicht mehr. Die junge Mannschaft des FC Wyler bestätigte seine hohen Ambitionen und musste sich letztendlich nur vom souveränen und verdienten Gruppensieger FC Aarberg geschlagen werden.
In diesem Sinne nochmals vielen Dank an Christian Bauer für die geleistete Arbeit und das grosse Engagement für die 1. Mannschaft und den Verein. Ebenfalls bedanken wir uns für die Unterstützung unserer Supporter. Schöne Sommerzeit und bis nächste Saison!
Fenni Jr.
FC Ins – FC Wyler 0:6 (0:2)
Torschützen:
26. Nussbächer 0:1
45. Nussbächer 0:2
49. Thomet 0:3
51. Schläfli 0:4
81. Berisha 0:5
92. Thomet 0:6
Startaufstellung: Tinnirello; Berner, Biribicchi, Binggeli (65. Wälti); Schläfli (60. Del Percio), Münger, Nussbächer, Stammler, Mastrangelo (71. Rapicavoli); J. Berisha, Thomet
Ersatz: Rapicavoli, Del Percio, Wälti
Bemerkungen: Wyler ohne Suter, Fasnacht, Sinaci, Schenk, Flückiger, Zürcher und Frey (abwesend oder nicht im Aufgebot), Bornhauser, Lustenberger, Fenner, Hitz und Leuenberger (alle verletzt), Schüpbach (Militär)
Am vorletzten Spieltag der Saison 2010/11 stand dem FC Wyler Bern am Mittwochabend der akut abstiegsgefährdete FC Ins gegenüber. Die Gastgeber brauchten unbedingt Punkte, Wyler wollte zum siebten Mal in Folge als Sieger vom Platz gehen.
Von der ersten Sekunde tonangebend, kam Wyler bereits in der 5. Minute zur ersten guten Torgelegenheit durch Thomet. Nussbächer traf nach einem wohl überlegten Rückpass von J. Berisha nur den Pfosten (12.). In der 26. Minute lag der Ball dann im Netz. Nussbächer erzielte nach feiner Kopfballverlängerung von J. Berisha problemlos das 0:1. Nur drei Minuten danach wurde das 0:2 von Schläfli wegen einem fragwürdigen Foul aberkannt. Die Gäste überzeugten mit aggressivem Zweikampfverhalten und waren dem Heimteam fussballerisch klar überlegen. Kurz vor Ende der 1. Halbzeit markierte Nussbächer sein sechstes Tor in der laufenden Rückrunde - stark für einen Mittelfeldspieler! Schläfli setzte sich mit einem energischen Lauf über die rechte Seite durch und spielte den mitlaufenden Torschützen wunderbar steil an. Damit gingen die Teams mit einem für Ins schmeichelhaften 0:2 in die Pause.
Sehr offensiv und druckvoll legte Wyler in der zweiten Halbzeit gleich wieder los. Aus ausgezeichneten Positionen brachten Thomet (47.) und Nussbächer (48.) das Runde aber nicht ins Eckige. Eine Minute später erhöhte Thomet jedoch nach einem raffinierten Steilpass von Nussbächer zum hochverdienten 0:3. Nach 51 Minuten stand es dann schon 0:4 für den Tabellenzweiten. Thomas Schläfli gelang ein absolutes Traumtor. Der Flügelspieler versenkte den Ball aus rund 20 Metern mit einem eleganten Schlenzer in den Winkel. Wyler nahm nun etwas Tempo aus dem Spiel und diktierte aber das Geschehen weiter nach Belieben. Nach 60, 65 und 71 Minuten ersetzten Del Percio, Wälti und Rapicavoli die angeschlagenen Schläfli, Binggeli und Mastrangelo. Nachdem J. Berisha (63.) und Thomet (78.) noch hervorragende Gelegenheiten ausliessen, erhöhte Wyler das Skore in der 81. Spielminute. Ein wunderschön vorgetragener Angriff über Thomet und Del Percio vollendete J. Berisha im Zentrum mi einem schönen Dropkick. In der Nachspielzeit war Thomet noch für das Endresultat verantwortlich. Münger traf mit einem Schuss aus halbrechter Position zuerst nur die Latte, Thomet stand jedoch genau richtig und köpfte zum 0:6 ein.
Der FC Wyler Bern dominierte das Spiel von A bis Z und liess dem FC Ins nicht den Hauch einer Chance. Mit einer besseren Chancenauswertung wäre locker ein zweistelliger Sieg dringelegen. Damit ist Wyler vor dem letzten Spieltag am Sonntagmorgen 10.15 Uhr gegen den SV Lyss nicht mehr von Platz 2 zu verdrängen.
Fenni Jr.
SC Münchenbuchsee – FC Wyler 3:5 (2:3)
Torschützen: Berisha (2); Nussbächer; Biribicchi, Frey
Aufstellung: F. Del Percio; Zürcher, Biribicchi, Thomet, Wälti; Rapicavoli (39. Schläfli), Stammler, Münger (82. Frey), Nussbächer, Mastrangelo (66. Suter); J. Berisha
Ersatz: Suter, Schläfli, Frey, Flückiger
Bemerkungen: Schenk (2. Mannschaft), Hitz, Flückiger und A. Berisha (A-Junioren), Bornhauser, Fasnacht, Fenner, Lustenberger, Sinaci und Leuenberger (alle verletzt), Schüpbach (Militär), Berner und Binggeli (abwesend)
Mit dem abstiegsbedrohten SC Münchenbuchsee stand dem Tabellenzweiten FC Wyler Bern am Sonntagmorgen ein schwieriges Spiel bevor. Die Gastgeber benötigten unbedingt Punkte, Wyler wollte aber den 2. Platz mit einem Auswärtssieg untermauern.
Der SC Münchenbuchsee ging von Beginn weg äusserst aufsässig und aggressiv zu Werk. Leidtragender dieser körperbetonten Spielart des Heimteams war oft Wylers Spielertrainer Johan Berisha. Nach knapp acht Minuten vergab J. Berisha die erste ausgezeichnete Gelegenheit nach einem Nussbächer-Freistoss. Die Gastgeber hielten jedoch in der Folge mit ihren Mitteln gut entgegen und prägten erstmals den eingesprungenen Wyler-Torhüter, Fabio Del Percio. In der 17. Minute nach einer Druckphase von Wyler lag der Ball das erste Mal im Netz. Die flache Hereingabe von Zürcher behauptete Nussbächer geschickt und setzte den freistehenden J. Berisha mustergültig ein. Dieser markierte mit einem satten Schuss mühelos das 0:1.
Obwohl Wyler optisch bis anhin die feinere Klinge führte, offenbarte die neuformierte Wyler-Defensive immer wieder kleine Abstimmungsprobleme. Eine Unaufmerksamkeit wurde nach fast einer halben Stunde mit dem 1:1-Ausgleich bestraft. Die Stadtberner fingen sich aber schnell auf und gingen in der 31. Minute bereits wieder in Führung. J. Berisha vernaschte auf der rechten Seite leichtfüssig zwei Gegenspieler und passte auf Nussbächer zurück, der nur noch einschieben musste.
Wenige Minuten später setzte sich Kapitän Rapicavoli nach einem Doppelpass energisch durch und konnte im Strafraum nur noch mit einem Foul gebremst werden. J. Berisha verwandelte den Elfmeter in der 35. Minute souverän zum 1:3. Nach 38 Minuten konnte jedoch Münchenbuchsee erneut verkürzen. Ein schnell ausgeführter Freistoss führte zum 2:3. Kurz darauf musste Kapitän Rapicavoli verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Schläfli kam für ihn in die Partie.
Viele Fehlpässe und Unzulänglichkeiten prägten die Anfangsphase der 2. Halbzeit. Daher blieb die Begegnung lange Zeit ohne spielerische Höhepunkte und klaren Torchancen. Nach 66 Minuten ersetzte Stürmer Suter den angeschlagenen Mastrangelo. Drei Minuten später stellte Wyler den 2-Tore-Vorsprung wieder her. Biribicchi profitierte von einer Flanke von Thomet und der ungenügenden Abwehr und erzielte unbedrängt das 2:4. Wer nun geglaubt hatte, die Partie sei jetzt entschieden, täuschte sich. Die Wyler-Akteure spekulierten in der 76. Minute nach einem zentralen Zuspiel in die Spitze auf Abseits, jedoch konnte ein Spieler aus offsideverdächtiger Position den Ball völlig freistehend annehmen und zum 3:4 einschieben.
Der SC Münchenbuchsee schöpfte wieder neue Hoffnung. Nach 82 Minuten vollzog Trainer Christian Bauer die letzte Auswechslung. Frey kam für Münger ins Spiel. Wyler hatte die Partie nach dem erneuten Anschlusstreffer ohne Probleme im Griff und verwaltete die Führung souverän. In der 93. Minute setzte der 18-Jährige Frey mit einem direkt verwandelten Freistoss aus spitzem Winkel den Schlusspunkt. Endstand Münchenbuchsee 3, Wyler 5.
In einem umkämpften Spiel gegen einen unangenehmen SC Münchenbuchsee setzte sich der FC Wyler Bern dank seiner individuellen Klasse mit 5:3 durch. Die Stadtberner festigen somit den 2. Tabellenplatz und liegen drei Runden vor Schluss nun fünf Punkte vor AS Italiana. Ein Dankeschön geht noch an F. Del Percio, der sich heute für die Torhüterposition zur Verfügung gestellt hat. Am kommenden Samstag um 16.30 Uhr empfängt Wyler den SC Aegerten Brügg.
Fenni Jr.
FC Stella-Azzurra – FC Wyler 2:3 (2:1)
Torschützen: Berisha (2); Berner
Aufstellung: Tinnirello; Berner, Biribicchi, Wälti; Rapicavoli (64. Del Percio), Nussbächer (75. Binggeli), Mastrangelo (66. Schläfli), Münger, Zürcher; J. Berisha, Suter
Ersatz: Del Percio, Binggeli, Schläfli
Bemerkungen: Sinaci und Schenk (2. Mannschaft), Flückiger, Frey und A. Berisha (A-Junioren), Bornhauser, Lustenberger, Fasnacht, Fenner und Hitz (alle verletzt), Leuenberger (rekonvaleszent), Schüpbach (Militär), Stammler und Thomet (abwesend)
Nach dem starken Auftritt vor Wochenfrist gegen den FC Bosporus (6:0), wollte Wyler die Leistung unbedingt bestätigen und gegen den FC Stella-Azzurra den nächsten Sieg einfahren. Bei strömendem Regen gestaltete sich die Angelegenheit auf dem Füllerich in Gümligen aber nicht einfach.
Die Partie begann mit einem Schock. Bereits nach zwei Minuten stand es 1:0 für das Heimteam. Wyler wurde nach einem unnötigen Abwehrfehler eiskalt erwischt. Im Anschluss war das Spiel eher ein Kampf und Krampf, viele Fehlzuspiele auf beiden Seiten prägten das Spielgeschehen. Nach gut einer Viertelstunde setzte sich jedoch die fussballerische
Überlegenheit der Gäste durch. Spielertrainer J. Berisha setzte mit einem guten Schuss ein erstes Zeichen (17. Minute). In der 24. Minute hätte Suter nach einer scharf getretenen Flanke von rechts mit seiner Direktabnahme aus wenigen Metern den Ausgleich erzielen können (müssen). Wyler war nun klar tonangebend. Sie kombinierten gefällig, jedoch im Abschluss waren sie bisher noch zu unpräzise und überhastet. J. Berisha verfehlte nach einer Berner-Flanke mit einem wuchtigen Kopfball das Tor nur um Zentimeter (26. Minute).
Stella Azzurra hatte nach dem frühen Führungstreffer die Offensivbemühungen weitgehend eingestellt, jedoch gelang den Gastgebern in der 30. Minute das 2:0 durch ein kurioses Tor. Ein Spieler von Azzurra wollte den Ball aus etwa 30 Metern befreien. Das Leder fand aber den Weg über den 17-jährigen Torhüter Tinnirello mit einem Heber ins Tor. Wyler war aber keineswegs geschockt. Sie spielten weiterhin konsequent nach vorne. In der 43. Minute dann der verdiente Lohn. Ein massgeschneiderter Eckball von Mastrangelo fand den Kopf von J. Berisha - der 1:2-Anschlusstreffer.
In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit hätte J. Berisha das Spiel noch fast ausgeglichen. Eine einstudierte Freistossvariante setzte er aber nur an den Pfosten.
Wyler machte nach der Pause von Beginn weg wieder Druck. In der 56. Spielminute war dann der Auftritt von Alexander Berner. Hinter der Mittellinie gestartet, setzte sich der Aussenverteidiger mit einem fantastischen Alleingang durch das Zentrum von Stella Azzurra durch und schob mit einem platzierten Flachschuss zum 2:2 ein. Wenige Minuten später hätte Azzurra aber schon wieder in Führung gehen können. Eine vielversprechende Abschlussmöglichkeit prallte am Pfosten ab.
Nach 64 und 66 Minuten vollzog Trainer Bauer die ersten beiden Auswechslungen. Del Percio kam für Rapicavoli, Schläfli für Mastrangelo in die Partie. Wyler gefiel in der Folge mit schönem Kombinationsspiel, der entscheidende letzte Pass war aber oft unpräzise. Schläfli hatte in der 68. Minute mit einer Direktabnahme eine weitere gute Gelegenheit. Eine Viertelstunde vor Schluss ersetzte Binggeli mit dem letzten Wechsel Nussbächer. Nach 78 Minuten hatte der junge Wyler-Torhüter Tinnirello seinen grossen Auftritt. Er vereitelte mit einer Glanztat aus wenigen Metern eine 100-prozentige Torchance. Wyler versuchte nun mit allen Mitteln das Spiel in den letzten zehn Minuten noch für sich zu entscheiden. J. Berisha sah seinen Abschluss in der 84. Minute aus etwa 15 Metern vom Torhüter abgewehrt. Wyler drückte vehement auf den Siegestreffer. J. Berisha wurde nach 88 Minuten im Strafraum unsanft zu Fall gebracht - Elfmeter! Er führte gleich selber aus und verwandelte souverän zum 3:2-Endresultat.
Gemessen an den Spielanteilen und der fussballerischen Überlegenheit ist der Auswärtssieg des FC Wyler Bern hochverdient. Auf dem schwierig bespielbaren Terrain steigerte sich Wyler nach Anfangsschwierigkeiten eindrücklich. Durch den vierten Sieg in Folge und der gleichzeitigen Niederlage von AS Italiana (2:4 gegen Aarberg) erobert Wyler wieder den 2. Platz. Am kommenden Sonntagmorgen um 10.15 Uhr steht beim abstiegsgefährdeten SC Münchenbuchsee das nächste Auswärtsspiel auf dem Programm.
Fenni Jr.
FC Wyler – FC Bosporus 6:0 (2:0)
Torschützen: Suter (2); Schüpbach (2); Berisha; Nussbächer
Aufstellung: Bornhauser; Berner, Biribicchi, Binggeli; Rapicavoli, Münger (74. Thomet), Nussbächer, Stammler, Schläfli (65. Del Percio); Suter (80. Schüpbach), J. Berisha
Ersatz: Del Percio, Thomet, Schüpbach
Bemerkungen: Mastrangelo und Sinaci (2. Mannschaft), Wälti, Flückiger, Frey und A. Berisha (A-Junioren), Lustenberger, Fenner, Hitz und Fasnacht (verletzt), Schenk und Leuenberger (abwesend)
Nach zwei souveränen Siegen in Folge erwartete Wyler am Samstagnachmittag den unberechenbaren Fünftplatzierten FC Bosporus. Um die Vorrunde in Erinnerung zu rufen, damals hatten die Stadtberner im Leichtathletik-Stadion neben dem Stade de Suisse mit Schnaps und Brot mit 1:0 gewonnen. Wunderbares sommerliches Wetter und ausgezeichnete Platzverhältnisse waren die ideale Ausgangslage für ein tolles Fussballspiel.
Wyler nahm das Spiel mit Aggressivität und Entschlossenheit sofort in die Hand und dominierte das Spielgeschehen weitgehend. Nachdem der als Regisseur hinter den beiden Sturmspitzen eingesetzte Nussbächer in der 10. Spielminute noch mit einem Schuss scheiterte, fiel nach 16 Minuten das ersten Tor. Daniel Suter, selbsternannter Dosenbach Challenge-League Spieler, erzielte nach klasse Vorarbeit von Johan Berisha den Führungstreffer. Mit einem unwiderstehlichen Solo auf der linken Angriffsseite setzte sich Berisha wie in seinen besten Profizeiten energisch durch und passt auf den freistehenden Suter. Nach diesem Treffer war Wyler nach wie vor spielbestimmend. Schläfli und Suter verpassten in der 28. Minute mit einer Doppelchance das 2:0.
In der 38. Minute war es dann soweit: Der omnipräsente Alexander Berner bediente mit einer massgeschneiderten Diagonalflanke erneut Daniel Suter, der das runde Leder elegant mit einem Heber ins Tor streichelte. Wenige Minuten später war Aussenverteidiger Berner zum wiederholten Mal an einer Offensivaktion beteiligt. Nach seinem Alleingang à la Lionel Messi brachte Suter seine Hereingabe per Kopf nicht im Tor unter. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit wurde J. Berisha von Nussbächer ideal lanciert, jedoch im Strafraum regelwidrig zu Fall gebracht. Klarer Fall: Elfmeter. Münger übernahm Verantwortung, verschoss aber den Penalty. Mit dem 2:0-Halbzeitstand war Bosporus sehr gut bedient.
Die zweiten 45 Minuten begannen ohne nennenswerte Offensivaktionen. Wyler wollte nicht, Bosporus konnte nicht. Wyler lief jedoch nie Gefahr in Rücklage zu geraten. Del Percio kam in der 65. Spielminute für Schläfli und brachte noch einmal frischen Wind ins Spiel. Wyler versuchte in der Folge vor allem mit Konterspiel die Führung auszubauen. Münger scheiterte in der 70. Minute nur knapp. Zwei Minuten später war es wiederum J. Berisha, der wegen Trikotziehen einen Elfmeter herausholen konnte. Diesmal trat er selber an und verwandelte sicher zum 3:0. Kurz darauf kam Thomet für Münger in die Partie. Vier Minuten danach hatte Del Percio eine weitere ausgezeichnete Gelegenheit zum Ausbau der Führung. 80 Minuten waren gespielt, als Trainer Christian Bauer Ersatztorhüter Timo Schüpbach für den zweifachen Torschützen Suter ins Spiel brachte.
Schüpbach brauchte keine Anlaufzeit und schloss in der 83. Minute einen schnellen Konter über J. Berisha und Berner mit dem 4:0 ab. Der chancenlose FC Bosporus kam in der 84. Minute zur ersten richtig gefährlichen Abschlussmöglichkeit. Doch der wenig beschäftigte Wyler-Keeper Bornhauser war nach einem Pfostenschuss hellwach und verhinderte den Ehrentreffer. Danach wurde es für Wyler zum Schaulaufen. Kapitän Rapicavoli setzte Nussbächer mit einem feinen Zuspiel gekonnt in Szene, der keine Mühe bekundete zum 5:0 einzuschieben. In der Nachspielzeit erhöhte Schüpbach mit einem Schuss aus der Drehung sogar noch auf 6:0.
Der FC Wyler Bern fährt mit einem überzeugenden Heimauftritt den nächsten Saisonsieg ein. Die Hausherren liessen während der gesamten Spielzeit keine Zweifel über den Ausgang der Partie aufkommen. Diese Leistung muss nun als Massstab die letzten fünf Spiele dieser Saison genommen werden. Am kommenden Samstag um 17.00 Uhr tritt Wyler beim FC Stella-Azzurra an.
Fenni Jr.
FC Besa Biel - FC Wyler 1:4 (0:2) vom 1. Mai 2011
Torschützen: Thomet (2); Suter; Münger
Aufstellung:
Bornhauser; Berner, Biribicchi, Wälti; Rapicavoli (69. Zürcher), Stammler (60. Nussbächer), Münger, Schläfli; Thomet, J. Berisha, Suter (81. Del Percio)
Ersatz:
Nussbächer, Del Percio, Zürcher, Schüpbach
Bemerkungen:
Mastrangelo und Schenk (2. Mannschaft), Frey, Fenner, Flückiger und A. Berisha (A-Junioren), Lustenberger, Fasnacht und Hitz (verletzt), Leuenberger (rekonvaleszent), Binggeli (abwesend), Sinaci (Militär)
Nachdem vor Ostern gegen den SC Wohlensee endlich der erste Sieg der Rückrunde eingefahren werden konnte, wollte die 1. Mannschaft gegen Besa Biel gleich nachlegen.
Bei herrlichem Kaiserwetter und einer hervorragenden Spielunterlage musste die Equipe nicht zusätzlich motiviert werden. Die Mannschaft von Trainer Christian Bauer wusste, dass unbedingt 3 Punkte her mussten, will man um die Qualifikation zur Champions League noch ein Wörtchen mitreden. Entsprechend konzentriert und engagiert lief das Aufwärm-Programm ab.
Diesen Elan konnte die Mannschaft hervorragend ins Spiel konservieren. Zwar hatten die Hausherren nach gut drei Minuten die erste Tormöglichkeit, doch danach war erst einmal Feierabend vor dem Wyler-Gehäuse, welches erneut vom formstarken Vadim Borhauser gehütet wurde.
Schier im Minutentakt erarbeiteten sich die Stadtberner mit klugem Doppelpass-Spiel gefährliche Möglichkeiten vor des Gegners Tor. Die beste Gelegenheit hatte nach gut 10 Minuten unsere Nummer 10, Alain Münger. Dieser sah seinen Gewaltsschuss vom gegnerischen Torhüter jedoch mirakulös entschärft. Der erste Szenenapplaus war fällig.
Nun ist ja der FC Wyler nicht gerade für seine Torgefährlichkeit nach Standards bekannt. Doch genau eine solche brachte die Gäste nach einer guten Viertelstunde verdientermassen in Führung. Einen scharfen Corner verwertete der aufgerückte Manuel Thomet mit einem wuchtigen Kopfball. Diesmal hatte der Torhüter nicht den Hauch einer Abwehrchance.
Zum Erstaunen der eingefleischten Wyler-Fans liess das Team danach nicht locker und drängte sofort auf das 2:0. Der umtriebige Schläfli fand mit einer seiner zahlreichen Flanken den linken Fuss von Johan Berisha. Dessen trockener Schuss konnte der Torwart nur nach vorne abprallen lassen. Der aufmerksame Goalgetter Daniel Suter erkannte die Situation blitzschnell und staubte mit einer seiner seltenen Grätschen zum verdienten 2:0 ab.
Bis zur Pause drängte Wyler auf ein weiteres Tor. Leider schlichen sich aber hier und da kleine Fehler ein, welche den kompromisslosen Angriffsfussball etwas hemmten. So ging es mit einem Zweitorevorsprung in die Pause.
Nach dem erfrischenden Pausentee schlich sich leider eine kleine Phase vom gefürchteten "Bürokratenfussball" ein. Der Gegner hatte sich besser auf unser 3-4-3 System eingestellt und kam seinerseits - begünstigt durch individuelle Fehler - zu guten Tormöglichkeiten. Die Umstellung auf 2 Stürmer brachte Wyler vorübergehend in Bedrängnis. Der gut aufgelegte Bornhauser im Wyler-Tor war aber vorerst nicht zu bezwingen. Gedankenschnell krallte er sich jeweils das Leder vor heranstürmenden Angreiffern.
Der FC Besa drängte wehement auf den Anschlusstreffer. Mitten in diese Drangphase kam der FC Wyler zum scheinbar entscheidenden 3. Tor. Berisha lancierte mit einem Steilpass Manuel Thomet, welcher den Torhüter in ungewohnter Manier düpierte und seinen Doppelpack schnüren konnte. Der anschliessende Jubel mit dem Linienrichter wird dann wohl ende Saison im Higlights-Rückblick zu sehen sein.
Das 3:0 gab leider keine Sicherheit ins Wyler-Spiel. Nach zahlreichen Nachlässigkeiten in der Hintermannschaft kam der Gastgeber zum 3:1 Anschlusstreffer. Ein wahrlich toller Schuss in den Winkel der gegnerischen Nummer 9, welcher Dreh- und Angelpunkt des Gegners war, machte die Partie nochmals spannend.
In der Folge drängte Besa auf weitere Tore. Dies öffnete der Wyler-11 zwangsläufig grosse Räume für Konter. Der FC Wyler kam zu zig guten Kontergelegenheiten. Teilweise mit 3 - 1 oder gar 4 - 1 Überzahlsituationen. Leider wurden diese Angriffe aber entweder zur fehlerhaft, zu eigensinnig (!) oder zu schlampig abgeschlossen. Gemäss dem Andi Brehme Zitat: "Haste Scheisse am Fuss, haste Scheisse am Fuss!" liessen zahlreiche Spieler glasklare Chancen aus. Aus Schutz und persönlicher Bitte der jeweiligen Chancen-Sünder werden diese nicht namentlich erwähnt. Nur so viel: Was der FC Wyler in dieser Phase für Chancen versemmelt hat, war einmal mehr denkwürdig! Umso mehr, weil man am Donnerstag im Abschlusstraining explizit die Chancenverwertung trainiert hatte.
Glücklicherweise fand dann doch noch ein Wyler-Angriff seinen Weg ins Ziel. Der überragende Alain Münger - seines Zeichens ein Mittelfeldspieler - sorgte kurz vor Schluss mit einem gekonnten Solo für den letzlich zu tiefen Endstand von 4:1.
Die erste Mannschaft hatte also ihre Pflicht erfüllt. Dennoch wird es am Montag im Training wohl viel zu reden geben. Coach Bauer wird sicherlich auf die Abschlussschwäche hinweisen und Sonderschichten verordnen. Denn schon am nächsten Wochenende ist mit dem FC Bosporus ein ganz anderes Kaliber auf dem Wyler zu Gast.
Dennoch sind alle zuversichtlich, dass dieser Makel bis dahin abgestellt werden kann - und abgestellt werden muss!
Die erste Mannschaft dankt den mitgereisten Fans für die Unterstützung und freut sich auf die zahlreichen Besucher am nächsten Spieltag.
U.H.
FC Wyler – SC Wohlensee 3:1 (1:0) vom 21. April 2011
Torschützen: Thomet; Wälti: Suter
Aufstellung:
Bornhauser; Berner, Biribicchi, Wälti; Rapicavoli, Stammler, Münger, Del Percio; Thomet, Ardian Berisha, Johan Berisha
Ersatz:
Suter, Frey, Zürcher, Schüpbach, Schläfli
Bemerkungen: Nussbächer und Schläfli (angeschlagen und geschont), Hitz, Fenner, Fasnacht und Lustenberger (verletzt), Flückiger, Mastrangelo und Leuenberger (rekonvaleszent), Binggeli (Ausland), Sinaci (Militär)
Bei herrlichem Frühlingswetter empfing der Tabellenvierte FC Wyler am Donnerstagabend den SC Wohlensee. Nach der mageren Punkteausbeute aus den ersten drei Rückrundenpartien mit zwei Unentschieden und einer Niederlage sollte endlich der erste Sieg her. Mit dem Tabellensiebten SC Wohlensee stand ein unangenehmes aber schlagbares Team gegenüber.
Drei Minuten waren gespielt, als ein Stürmer von Wohlensee alleine auf Bornhauser ziehen konnte, jedoch war der Wyler-Keeper in dieser Situation als einziger hellwach und parierte diese Grosschance. Nach sechs Minuten hatte der 18-jährige Ardian Berisha mit einem satten Schuss aus rund 20 Metern die erste Gelegenheit für das Heimteam. In der 14. Minute erzielte dann Thomet das 1:0 für Wyler. Ein gut getretener Eckball legte Johan Berisha mustergültig auf den Torschützen Thomet, der den Ball aus wenigen Metern ins Netz buxieren konnte. Vier Minuten später folgte die nächste Möglichkeit. Stammler zog mit Tempo bis an die rechte Grundlinie und passt schön auf den mitlaufenden Del Percio zurück. Sein Direktschuss war jedoch zu wenig platziert und daher leichte Beute für den Torhüter. Die Gastgeber hatten das Spiel bis zum Halbzeitpfiff im Griff, ohne jedoch noch offensive Akzente setzen zu können. Deshalb ging Wyler mit der verdienten 1:0-Führung in die Pause.
Der Start in die zweite Halbzeit gestaltete sich eher als ausgeglichen und kein Team erspielte sich entscheidende Torraumszenen. In der 59. Spielminute aber schlugen die Stadtberner mit der ersten nennenswerten Aktion in der zweiten Hälfte zu. Wälti lenkte eine scharfe flache Flanke von der linken Seite ins gegnerische Tor, wobei der Ball beim Weg ins Tor noch entscheidend abgelenkt wurde. Der erste Wechsel auf Seiten des Gastgebers. Der flinke Ardian Berisha verliess in der 66. Minute das Spielfeld und wurde durch Suter ersetzt. Wyler war nach dem 2:0 sehr engagiert und zeigte gute spielerische Ansätze. Nach 76 Minuten hätte Del Percio die Führung ausbauen müssen. Eine flache Hereingabe von rechts brachte er aber aus wenigen Metern nicht im Tor unter.
Nur eine Minute später eine weitere vielversprechende Möglichkeit für den FC Wyler. Johan Berisha zog alleine aufs gegnerische Tor, umkurvte den Torhüter, aber sein Abschluss konnte ein Verteidiger kurz vor der Torlinie klären. Wenige Sekunden später wurde das Heimteam für seine Fahrlässigkeit im Abschluss durch den 2:1-Anschlusstreffer nach einem Eckstoss bestraft. Nach 78 Minuten kam Zürcher für Del Percio in die Partie. Biribicchi vergab in der 81. Minute nach einem feinen Münger-Freistoss per Kopf eine hochklassige Chance zum 3:1. Nach 82. Minuten vollzog Wyler den dritten und letzten Wechsel. Frey ersetzte Kapitän Rapicavoli. In der 87. Minute erlöste Suter seine Teamkollegen mit dem 3:1. Eine wunderbare Flanke von Thomet legte wiederum Johan Berisha per Kopf perfekt auf Suter, der nur noch seinen Kopf hinhalten musste. Schlussstand Wyler 3, Wohlensee 1.
Der FC Wyler Bern kam zum längst überfälligen ersten Sieg in der Rückrunde. Gegen einen kampfbetonten aber äusserst bescheidener SC Wohlensee verdiente sich das Heimteam die drei Punkte mit einer engagierten und konzentrierten Mannschaftsleistung. Am Sonntag, den 1. Mai 2011, steht das nächste Spiel auf dem Programm. Wyler ist beim FC Besa Biel zu Gast.
Fenni Jr.
FC Prishtina - FC Wyler 3:2 (1:2) vom 16. April 2011
Torschützen: Thomet; Stammler
Aufstellung: Bornhauser; Berner, Biribicchi, Wälti; Rapicavoli (71. Del Percio), Stammler, Münger, Thomet (60. Hitz), Schläfli; Ardian Berisha (46. Suter), Johan Berisha
Ersatz:
Suter, Del Percio, Hitz, Nussbächer
Bemerkungen:
Nussbächer und Fasnacht (geschont), Fenner und Frey (A-Junioren), Schüpbach, Lustenberger und Mastrangelo (alle verletzt), Flückiger und Leuenberger (rekonvaleszent), Binggeli (Ausland), Sinaci (Militär)
Am Samstagabend um 18.45 Uhr fand die dritte Rückrundenpartie statt. Der FC Wyler war auf der Bodenweid in Bümpliz beim FC Prishtina Bern zu Gast. Nach den zwei enttäuschenden Unentschieden gegen die beiden Topteams Aarberg und Italiana wollte Wyler endlich den erste Sieg im Jahr 2011 erzielen. Der abstiegsbedrohte Klub aus der Stadt Bern hatte aber natürlich etwas dagegen, denn er musste unbedingt punkten, um sich etwas Luft im Abstiegskampf zu verschaffen. An diesem Samstag feierten zudem Trainer Christian Bauer und Stürmer Nino Hitz ihren Geburtstag. Herzliche Gratulation!
Wyler fand sehr gut in die Partie. Bereits nach acht Minuten konnte sich der A-Junior Ardian Berisha mit einem schönen Dribbling auf der linken Grundlinie energisch durchsetzen. Sein Pass ins Zentrum fand aber keinen Abnehmer. Nur drei Minuten später profitierte Spielertrainer Johan Berisha von einem Ballverlust an der Mittellinie. Sein Querpass aus aussichtsreicher Position auf Ardian Berisha war jedoch etwas zu steil. Nach 13 Minuten kam der FC Prishtina zur ersten Topchance. Die Wyler-Abwehr offenbarte eine kleine Unkonzentriertheit und so lief ein Stürmer ganz allein auf Bornhauser los. Sein Abschluss tupfte glÃüklicherweise aber nur die Latte. In der 21. Minute lenkte der starke Wyler-Torhüter Bornhauser einen tückischen Schuss aus 25 Metern um den Pfosten.
Wyler hinterliess bis dahin noch keinen selbstsicheren Eindruck.
Beide Teams verzeichneten während der ersten Halbzeit (zu) viele unnötige Fehlzuspiele. 24 Minuten waren gespielt, als ein einfacher Steilpass zwischen die Wyler-Defensive einen Prishtina-Stürmer fand, der souverän zum 1:0 einschieben konnte. Wyler war aber keineswegs geschockt: Eine abgefälschte Flanke aus halblinker Position sprang Thomet vor die Füsse. Der Mittelfeldspieler von Wyler schloss eiskalt ab und erzielte in der 26. Minute mit einem Flachschuss den 1:1-Ausgleich. Zwei Minuten später stand es dann schon 2:1 für die Gäste. Wylers Nummer 10 Münger brachte Stammler mit einem genialen Steilpass ideal in Szene. Der defensive Mittelfeldspieler sagte Dankeschön und schob im Stile eines Goalgetters zur Führung ein. In der Folge gestaltete sich das Spiel relativ ausgeglichen und die Teams gingen mit diesem knappen Ergebnis in die Pause.
Trainer Christian Bauer entschied sich für die zweite Halbzeit einen Wechsel vorzunehmen. Der in der ersten Halbzeit verwarnte Stürmer Ardian Berisha wurde als Vorsichtsmassnahme ausgewechselt und durch Suter ersetzt. Wyler begann die zweite Hälfte äusserst verhalten, war in den Zweikämpfen stets den berühmten Schritt zu spät und hörte plötzlich auf Fussball zu spielen. Die Mannschaft schien sich mit der Führung zufrieden zu geben. Dieses fragwürdige Nachlassen auf Seiten von Wyler, erkannte das Heimteam sofort und so nutzte Prishtina in der 57. Minute nach einem Eckball seine Chance. Die Gastgeber erzielten per Seitenfallzieher den verdienten 2:2-Ausgleich. Wyler reagierte auf diesen Gegentreffer mit dem zweiten Wechsel. Hitz kam nach einer Stunde für Thomet in die Partie.
P rishtina wurde nun aber immer stärker und Wyler liess immer mehr nach. So war der 3:2-Führungstreffer des Heimteams die logische Folge. Nach 68 Minuten konnte ein Prishtina-Stürmer einen Querpass von der Strafraumgrenze seelenruhig annehmen und die Ecke auswählen. Der nicht beneidenswerte Wyler-Schlussmann Bornhauser war völlig machtlos. Keine Minute später kamen die Gastgeber zu einer weiteren Grosschance. Jedoch hielt Bornhauser sein Team mit einer sensationellen Parade im Spiel. In der 71. Minute entschloss sich Wyler zum letzten Wechsel. Del Percio kam für die letzten 20 Minuten für Rapicavoli in die Partie.
Auch dieser Wechsel brachte keine Wirkung. Prishtina spielte sich regelrecht in einen Spielrausch und kam zu weiteren gefährlichen Abschlussmöglichkeiten, wie jene in der 75. Minute, als Bornhauser seine Teamkollegen zum wiederholten Mal vor einem höheren Rückstand bewahrte. Wylers Schlussoffensive, wenn man das so bezeichnen darf, war ein Sinnbild für den gesamten Auftritt. Es fehlte an diesem Samstagabend schlicht und einfach an der letzten Überzeugung und der notwendigen Präzision im Passspiel, um in einem solchen Spiel noch die Wende herbeibringen zu können.
Auf eine durchschnittliche erste Halbzeit mit durchaus effizientem Fussball folgten unerklärlich schwache zweite 45 Minuten mit einer offensiven Inexistenz und defensiver Anfälligkeit. Die Niederlage war deshalb verdient. Jeder Einzelne weiss selber, was er im Hinblick auf die nächste Partie am kommenden Donnerstagabend um 20.00 Uhr im Heimspiel gegen den SC Wohlensee verbessern muss, damit der erste Meisterschaftserfolg in der Rückrunde erzielt werden kann. Jungs Kopf hoch!
Fenni Jr.
FC Wyler – FC Aarberg 1:1 (1:0) vom 9. April 2011
Torschütze: Nussbächer
Aufstellung: Hollenweger; Berner, Biribicchi (76. Fasnacht), Wälti; Rapicavoli (58. Münger), Nussbächer, Thomet, Zürcher (64. Stammler); Schläfli, Berisha, Suter
Ersatz: Münger, Stammler, Fasnacht und Bornhauser
Bemerkungen: Hitz, Fenner und Frey (A-Junioren), Del Percio (gesperrt),
Schüpbach, Lustenberger und Mastrangelo (verletzt), Flückiger und Leuenberger (rekonvaleszent), Binggeli und Sinaci (Militär)
Am Samstag erwartete man die nächste spannende Affiche. Mit dem souveränen Leader FC Aarberg (12 Spiele, 12 Siege) war ein weiterer harter Brocken auf dem Sportplatz Wyler zu Gast. Die Stadtberner waren topmotiviert, dem Tabellenersten endlich die ersten Punkte abzunehmen.
Die Startminuten gestalteten sich sehr umkämpft und ausgeglichen. Die Zweikämpfe wurden hart geführt, was den Spielfluss etwas beeinträchtigte. Wyler versucht das Geschehen in die Hand zu nehmen, jedoch war das Passspiel noch zu unpräzise und umständlich.
Nach rund 15 Minuten kam der FC Aarberg zur ersten nennenswerten Aktion. Ein Eckstoss wurde gefährlich auf das Tor der Hausherren weitergeleitet, wobei Wyler-Verteidiger Berner auf der Linie mit dem Kopf klären konnte. In der Folge gelang es Wyler immer besser, sich durch kurzes, schnelles Passspiel vor das gegnerische Tor zu bewegen.
In der 24. Minute dann der verdiente Lohn. Eine wunderschöne Kurzpasskombination durch Aarbergs Zentrum über Berisha, Nussbächer und Schläfli wurde mit dem Führungstreffer gekrönt. Schläfli legte den Ball gekonnt dem mitlaufenden Nussbächer auf, wobei der Mittelfeldmotor aus etwa 12 Metern ohne Probleme einschieben konnte. Vier Minuten später verpasste Biribicchi nach einem Nussbächer-Freistoss das 2:0 nur um Haaresbreite. Sein wuchtiger Kopfball fand den Weg ins Tor nicht. Wyler schien die Partie im Griff zu haben, jedoch blieb der FC Aarberg mit Standards, vor allem Eckstössen immer gefährlich. Bei sommerlichen Temperaturen schlurften die beiden Mannschaften mit dem knappen 1:0 in die Kabine.
Die zweite Halbzeit begann wie die erste sehr intensiv. Die beiden Teams schenkten sich in den Zweikämpfen nichts und gingen resolut zur Sache. Nach 58 Minuten entschied sich Trainer Christian Bauer zum ersten Wechsel. Münger ersetzte Kapitän Rapicavoli.
Der Leader aus Aarberg deutete mit schnellen Angriffen seine Torgefährlichkeit an. Nach einer Stunde kamen die Gäste dann auch zu einer guten Torgelegenheit, jedoch ohne Erfolg. Drei Minuten später zog Wyler-Stürmer Berisha mit einem Tempolauf in die Mitte und spielte einen hervorragenden Pass in die Tiefe. Abnehmer Suter konnte den Ball aber nicht wie gewünscht unter Kontrolle bringen und scheiterte aus aussichtsreicher Situation am Aarberg-Torhüter. Nach 64 Minuten kam Stammler für den Youngster Zürcher in die Partie. In den Folgeminuten hielten sich Torszenen in Grenzen.
Wyler hielt mit viel Einsatz den Offensivbemühungen des Leaders sehr gut entgegen. Kurz nach der Schlussviertelstunde musste der überragende Biribicchi wegen Krampferscheinungen durch Fasnacht ersetzt werden. Es war nun für Wyler zu hoffen, dass die defensiven Umstellungen nicht ins Auge gehen würden. Der FC Aarberg startete nun die Schlussoffensive und kam nach 83 Minuten zu einer guten Torschussgelegenheit. Nur eine Minute später wurde der 1:1-Ausgleich von Aarberg wegen Offside aberkannt.
Aarberg griff weiter an und Wyler versuchte mit allen Mitteln entgegen zu halten.
Der späte Gegentreffer vom letzten Meisterschaftsspiel bei AS Italiana schien bei einigen Akteuren noch in den Hinterköpfen zu stecken. In der 95. (!) Minute geschah das nicht für möglich gehaltene. Der Tabellenerste kam tatsächlich noch zum Ausgleichstreffer. Ein scharf getretener Freistoss und der anschliessende Abschluss konnte Wyler-Torhüter Hollenweger zuerst mirakulös parieren, beim Nachschuss per Kopf war er jedoch machtlos. Damit kam Wyler auch im zweiten Rückrundenspiel nicht über ein Unentschieden hinaus. Wieder kassierten die Stadtberner den Ausgleichstreffer in letzter Sekunde.
Nichts desto trotz darf die ambitionierte Wyler-Mannschaft den Kopf jetzt nicht hängen lassen und muss weiterhin hart an sich arbeiten. Nächsten Samstag um 18.45 Uhr auf der Bodenweid gegen den FC Prishtina gibt es bereits die Gelegenheit den ersten Sieg in der Rückrunde sicherzustellen. Die 1. Mannschaft freut sich auf eine zahlreiche Unterstützung.
Fenni J.
AS Italiana – FC Wyler 1:1 (0:0) vom 3. April 2011
Torschütze: M. Nussbächer
Startaufstellung FC Wyler
Schüpbach; Berner, Biribicchi, Wälti; Rapicavoli (76. Del Percio), Stammler, Thomet (76. Münger), Nussbächer, Zürcher; Schläfli (62. Suter), Berisha
Ersatz:
Bornhauser, Münger, Suter, Del Percio und Fasnacht
Abwesend:
Hitz, Fenner und Frey (A-Junioren), Mastrangelo (2. Mannschaft), Flückiger und Leuenberger (rekonvaleszent), Lustenberger (verletzt), Binggeli und Sinaci (Militär)
Bericht Fenni J.
Der Start in die Rückrunde versprach viel Spannung und Emotionen. Der Tabellenzweite aus Wyler war bei AS Italiana zu Gast. Das Ziel war klar definiert, wollte man den Anschluss an Leader FC Aarberg (3:0-Heimsieg gegen Bosporus) nicht endgültig verlieren, musste ein Auswärtssieg her.
In der ersten Halbzeit vermochte sich kein Team entscheidend durchzusetzen, wobei aber Italiana in der Offensive etwas gefährlicher in Erscheinung trat. Bei beiden Mannschaften gab es einige Fehlzuspiele zu verzeichnen und die Teams schenkten sich nichts. Der 0:0-Halbzeitstand ging deshalb in Ordnung.
Die ersten 20 Minuten in der zweiten Halbzeit gehörten klar Wyler. Die Gäste erspielten sich einige vielversprechende Torchancen durch Berisha, Nussbächer, Thomet und Zürcher und waren dem Führungstreffer sehr nahe. Italiana konnte sich aber wieder fangen und so entwickelte sich die Partie wieder ausgeglichener.
Nach 87 Minuten, die meisten Spieler und Zuschauer hatten sich wohl bereits mit einem torlosen Unentschieden abgefunden, setzte sich Del Percio auf der rechte Seite nach einem Ballverlust eines Italiana-Verteidigers mit einem schönen Sololauf durch und passte flach in die Mitte. Dort stand Nussbächer genau richtig und schob zum viel umjubelten 0:1 ein. Wer jetzt dachte, das Spiel sei entschieden, täuschte sich. Wenige Sekunden vor Ablauf der regulären Spielzeit gelang dem 3. Liga-Topskorer Cupi mit einem raffinierten Freistoss aus etwa 30 Metern den Ausgleichstreffer.
Somit trennten sich die beiden Aarberg-Verfolger 1:1. Ein Resultat, das niemandem wirklich etwas bringt. Nächsten Samstag um 16.30 Uhr auf dem Sportplatz Wyler bietet sich jedoch für die Stadtberner die Gelegenheit, dem Leader FC Aarberg die ersten Punkte abzuknüpfen.
Bericht Uli Hoeness
Liebe Fussballfreunde,
Fussball, unser geliebter Sport, macht eigentlich immer Spass. Nur eine Phase im Jahr fühlt sich immer wieder fürchterlich an für jedes Fussballer-Herz - die verhasste Winterpause. Das Ziel dieser Phase ist eigentlich nicht eine Pause, wie der Name es vermuten lässt, sondern ein täglicher Abnützungskampf. Dabei geht es darum, sich möglichst die besten physischen Grundlagen für eine erfolgreiche Rückrunde zu schaffen.
Auch die 1. Mannschaft hat sich in diesem Winter wieder mächtig ins Zeug gelegt und die Resultate in der Vorbereitung liessen Hoffnung aufkeimen. Die Vorrunde beendete man hinter dem souveränen Leader Aarberg auf dem 2. Rang, welcher für die direkte Qualifikation zur Champions League berechtigt. Mit einem Auge wurde aber dennoch nach oben geschielt, da Aarberg am 2. Spieltag noch zu Gast auf dem Wyler sein wird.
Der erste Gegner in der Rückrunde war gleich ein richtiger Brocken. Mit der AS Italiana stand eine starke Mannschaft auf dem Programm. Ein besonderer Fokus galt dabei dem Bruderduell "Del Percio". Fabio spielt seit diesem Winter neu beim FC Wyler, sein Bruder Tommaso immer noch bei Italiana Tor.
Coach Christian Bauer setzte auf ein 3-1-3-2 System. Claudio Stammler funktionierte dabei vor der Abwehr als Kettenhund für den einen gefährlichen Stürmer der Italo-Berner. Leider musste Trainer Bauer kurz vor Matchbeginn auf Thomas Fasnacht verzichten, welcher sich verletzt abmeldete.
Die Rückrunde konnte nun also beginnen. Auch Petrus hatte mitgespielt - einem tollen Fussballtag stand also nichts mehr im Wege.
Wider den Erwartungen spielte sich das Match mehrheitlich im Mittelfeld ab. Es gab kaum nennenswerte Kombinationen und die Steilpässe fanden oft ihren Abnehmer nicht. Eigentlich gibt es aus der ersten Halbzeit keine nennenswerte Aktion zu vermelden. Dennoch war die Intensität extrem hoch. Die junge Truppe des FC Wyler gefiel mit Engagement und Leidenschaft.
In der zweiten Halbzeit fand der FC Wyler etwas besser ins Spiel und konnte einige male in Nähe des Strafraums kombinieren. Meistens war aber ein Bein des Gegners dazwischen. So brauchte es schon eine Standard-Situation, bis sich die Kiebitze der Sport-Presse die erste nennenswerte Torraum-Situation notieren konnten. Ein scharfer Freistoss fand den Kopf unseres Abwehr-Bollwerks Flavio Biribicchi. Dieser legte die Kugel gekonnt auf Johan Berisha ab, welcher plötzlich völlig frei vor dem gegnerischen Tor stand. Berisha nahm den Ball "Volley", verfehlte das Tor aber um einige Etagen.
Auch Thomet, welcher hinter den Spitzen agierte, hatte nach einem Eckball aus dem nichts heraus eine gute Schussmöglichkeit. Leider traf er den Ball nicht richtig.
Italiana blieb stets gefährlich mit schnell vorgetragenen Kontern. Etwas wirklich gefährliches war da aber nicht dabei. Direkte Freistösse der gegnerischen Nummer 9 waren noch mit das gefährlichste.
Im Anschluss fischte Del Percio einen Drehschuss von Michael Nussbächer aus dem Winkel. Es war zum verzweifeln. Tommaso Del Percio zeigte seine ganze Klasse in dieser einen mirakulösen Parade.
Die Zeit verstrich gnadenlos. Die meisten Zuschauer hatten schon mit einem 0:0 gerechnet und widmeten sich fortan den Köstlichkeiten der Buvette. Sie wurden dann aber aus der Lethargie gerissen, als dem FC Wyler doch noch der Führungstreffer gelang. Ausgerechnet der eingewechselte Fabio Del Percio bereitete mustergültig mit einer scharfen Flanke das Führungstor durch Michael Nussbächer vor. Dieser stand frei vor dem Tor und brauchte das Leder nur noch über die Linie zu bugsieren. Dies alles geschah in der 86. Minute.
Italiana hatte nun alles nach vorne geworfen und startete die Schlussoffensive. Durch einige unnötige Foulspiele gewährte man den Italo-Bernern Freistösse in gefährlicher Nähe zum Tor. Einen solchen Freistoss verwertete ein gegnerischer Freistossspezialist in der 90. Minute wie aus dem nichts zum Ausgleich! Der Ball kullerte aus ca. 25 Metern unglücklich via Innenpfosten mitten ist Tor und damit auch hinein ins rot-blaue Wyler-Herz.
Kurz darauf pfiff der nicht immer souveräne Schiedsrichter die Partie ab. Erneut trennte man sich von Italiana mit einem 1:1 Unentschieden.
Für den FC Wyler ist dies eine gefühlte Niederlage. Dennoch ist nun keine Zeit die Köpfe hängen zu lassen. Die Rückrunde hat gerade erst begonnen und die Jungs aus dem Berner Norden sind bekannt dafür, dass Sie nie aufstecken und bis zum Schluss an ihre Möglichkeiten glauben.
Die 1. Mannschaft bedankt sich für die lautstarke Unterstützung der eigenen Fans und freut sich auf ein zahlreiches Wiedersehen beim nächsten Knüller-Heimspiel am FCW-Super-Samstag gegen den Leader FC Aarberg.
SV Lyss - FC Wyler 2:2 vom 30. Oktober 2010
Das letzte Spiel der Vorrunde war von grosser Bedeutung. Der Tabellendritte FC Wyler musste beim gefährlichen Tabellenvierten SV Lyss drei Punkte einfahren, um den Rückstand auf den Leader FC Aarberg halten zu können. Der Hauptplatz war in einem hervorragenden Zustand.
Aufstellung: Hollenweger; Berner, Wälti, Binggeli; Rapicavoli, Münger, Nussbächer, Mastrangelo; Thomet, Berisha, Suter
Ersatz: Lustenberger, Schläfli, Leuenberger
Bemerkungen: Biribicchi, Hitz, Bornhauser, Fasnacht und Fenner (alle verletzt); Zürcher, Flückiger und Frey (A-Junioren); Sinaci (Militär)
Das kann man einen Start nach Mass nennen: Nach 150 Sekunden lag der FC Wyler schon in Führung. Mastrangelo erzielte mit einem schönen Schuss aus 20 Metern das 1:0. Das Spiel gestaltete sich sofort schnell und intensiv. Beim SV Lyss merkte man bereits in der Anfangsphase, dass den Stadtbernern heute eine technisch versierte Mannschaft gegenüber stand. In der Folge war die Partie sehr ausgeglichen und gefährliche Strafraumszenen blieben vorerst aus. Nach 17 Minuten und der zweiten nennenswerten Chance für Wyler fiel bereits das 2:0. Suter tankte sich auf der rechten Seite durch und flankte ins Zentrum auf Thomet. Dieser legte den Ball auf Berisha zurück, der mit einem Flachschuss aus etwa 15 Metern die Führung ausbauen konnte. Zwei Chancen, zwei Tore, das ist Effizienz. Lyss spielte weiterhin offensiv gefällig, ohne sich aber durchsetzen zu können. Wyler war nach dieser Führung etwas verhalten, spielte aber defensiv sehr konsequent und machte den Gastgebern das Leben schwer. Nach 35 Minuten zeichnete sich Hollenweger mit einer Glanzparade aus. Einen starken Schuss eines Lyss-Angreifers lenkte der Wyler-Torhüter über die Querlatte. Eine intensive Halbzeit ging mit einem 2:0 für Wyler zu Ende.
Die zweiten 45 Minuten begannen sehr umkämpft. Es kamen immer mehr Emotionen ins Spiel. Der nicht stilsichere Schiedsrichter trug dabei nicht gerade zur Beruhigung bei. Nach 51 Minuten wurde ein Ballverlust im Mittelfeld von Lyss fast bestraft. Der Lyss-Stürmer konnte die ausgezeichnete Chance aus 10 Metern nicht verwerten. In der 55. Minute war es soweit. Der etwas nachlässige FC Wyler wurde nach einem schnellen Vorstoss des Heimteams eiskalt erwischt. In den Zweikämpfen in dieser Szene zu nonchalant, verkürzte Lyss zum 2:1. Wyler musste sich wieder fangen. Das Spiel ging anschliessend hin- und her. Nach 68 Minuten kam es zum ersten Wechsel bei Wyler. Lustenberger ersetzte Rapicavoli. Zwei Minuten später segelte ein guter Freistoss von Lyss durch Wylers Strafraum, durchatmen bei Wyler. In der 72. Minute kam Suter zu einer klasse Gelegenheit, um den 2-Tore-Vorsprung wieder herzustellen. Jedoch brachte er den Ball nach einer schönen Flanke von Lustenberger aus wenigen Metern nicht im Tor unter. Nach 73 Minuten entschied sich Wyler zum zweiten Wechsel. Schläfli kam für Suter in die Partie. Drei Minuten später gelang dem Heimteam den 2:2-Ausgleichstreffer. Ein scharf getretener Freistoss von der linken Seite ging durch den Strafraum an Freund und Feind vorbei Richtung zweiter Pfosten, wo er unhaltbar in die Ecke sprang.
Das Spiel war jetzt wieder völlig offen. Wyler brauchte aber unbedingt den Sieg und steigerte sich in der Folge merklich. Nach 79 Minuten kam der eingewechselte Schläfli zu einer sogenannten 200 %-igen Chance. Der Offensivspieler scheiterte nach einem hohen Zuspiel in die Spitze aus fünf Metern alleine vor dem Torhüter. Wyler zog die letzte Registerkarte und wechselte in der 80. Minute Stürmer Leuenberger für Münger ein. Zwei Minuten später hatte der junge Angreifer bereits seine erste Torgelegenheit. Nach einer präzisen Flanke vom starken Mastrangelo konnte er den Kopfball aus guter Position nicht verwerten. Lyss blieb weiterhin bei seinen Angriffen gefährlich, aber die Wyler-Verteidigung machte sämtliche Möglichkeiten zunichte.
Es lief die 86. Minute als Schläfli nach einem Tempolauf auf der linken Seite auf Leuenberger zurückpassen konnte. Der Lyss-Schlussmann parierte aber den Schuss aus 15 Metern souverän ab. In der Nachspielzeit kam Lyss noch zu einer hochkarätigen Chance, die aber im letzten Moment kurz vor der Torlinie geklärt werden konnte. Wyler suchte bis zum Abpfiff vehement den 3:2-Siegtreffer, aber zu mehr reichte es leider nicht mehr. Damit ging das Spiel mit einem 2:2-Unentschieden zu Ende.
In einem hochklassigen 3.Ligaspiel verliert Wyler zwei wichtige Punkte im Kampf um den ersten Tabellenplatz. Der SV Lyss zeigte eine starke Leistung und hat den Punkt nicht gestohlen. Bei Wyler wäre aber mit etwas mehr Cleverness in den entscheidenden Momenten ein Sieg drin gelegen. Durch dieses Unentschieden geht Wyler nun mit einer 9-Punkte-Hypothek auf den FC Aarberg in die Rückrunde. Es wird sehr schwierig, aber entschieden ist noch nichts! Die erste Mannschaft bedankt sich herzlich für die Unterstützung unserer Supporter in der Vorrunde. Wir freuen uns auf Eure Unterstützung im neuen Jahr und wünschen eine schöne Zeit!
Fenni Junior
FC Wyler - FC Ins 3:0 vom 23. Oktober 2010
Das letzte Heimspiel der Vorrunde stand auf dem Programm. Gegen den Tabellenneunten FC Ins waren die ambitionierten Gastgeber der klare Favorit. Das Hauptfeld auf dem Wyler war aufgrund der Regenfälle tief. Das Heimteam ging im Vergleich zum letzten Spiel gegen Aegerten-Brügg praktisch unverändert ans Werk. Nur auf der Torhüterposition gab es einen Wechsel. Der 19-jährige Hollenweger vertrat, wie dies schon letztes Wochenende Ismailji tat, den verletzten Bornhauser. Wyler spielte mit folgender Formation: Hollenweger; Berner, Biribicchi, Binggeli; Schläfli, Nussbächer, Münger, Lustenberger; Berisha, Thomet, Suter.
Rapicavoli, Wälti und Hitz waren Ersatz.
Wyler begann druckvoll und konzentriert. Nach drei Minuten konnte sich der FCW die erste Topchance erspielen. Lustenberger zog auf der linken Seite unaufhaltsam durch und passt von der Grundlinie zurück. Thomet knallte jedoch den Ball aus guter Position übers Tor. Nussbächer versuchte es eine Minute später mit einem guten Distanzschuss, doch der Torhüter parierte souverän. 11 Minuten waren gespielt, als die Gäste aus Ins mit einem Schuss erstmals offensiv in Erscheinung traten. In der 13. Minute setzte Suter gut nach und flankte in die Mitte. Thomet verpasste das Tor aus wenigen Metern. Wyler war wie erwartet spielbestimmend und versuchte die Gäste mit schnellen Vorstössen in Verlegenheit zu bringen. Gegen die massierte Defensive, in der oft alle zehn Feldspieler um den eigenen Strafraum standen, war es jedoch sehr schwierig eine Lücke zu finden. Nach 18 Minuten leitete Berisha mit einem schönen Zuspiel in den Lauf einen gefährlichen Angriff ein. Schläfli passte ins Zentrum, wo Nussbächer aus aussichtsreicher Position verzog. In der 24. Minute kam Suter nach einem Corner zu einer weiteren Abschlussgelegenheit. Sein Schuss ging aber über den Kasten.
Nach einem hohen Zuspiel in die Tiefe schien ein Ins-Stürmer alleine auf das Tor ziehen zu können. Biribicchi klärte aber mit einer akrobatischen Abwehraktion im letzten Moment. Die 29. Spielminute lief, als Wyler die nächste Grosschance zu verzeichnen hatte. Nach einem Doppelpass von Thomet und Münger konnte Thomet in den Strafraum ziehen. Seine flache Hereingabe verpasste Suter jedoch aus etwa acht Metern. Wyler forcierte weiterhin das Kurzpassspiel und hielt den Rhythmus hoch. Nach einer langanhaltenden Druckphase des Heimteams fiel in der 38. Minute dann das verdiente 1:0. Suter stand nach einem Zufallsprodukt genau richtig und versenkte das Leder eiskalt. Nur vier Minuten später erhöhte Mittelfeldstratege Münger aus knapp zehn Metern zum 2:0.
Die zweite Halbzeit begann mit einer Undiszipliniertheit der Gäste. Ein Ins-Angreifer musste in der 52. Minute nach einem groben Nachschlagen am Mittelkreis vorzeitig unter die Dusche. Nach 60 Minuten kam Wyler zu seiner ersten nennenswerten Aktion in der zweiten Halbzeit. Biribicchi brachte es zu Stande, einen Kopfball aus drei Metern nicht im Tor unterzubringen. Rapicavoli kam nach 61 Minuten für Lustenberger ins Spiel. Wyler überzeugte in der zweiten Halbzeit immer wieder mit schönen und schnellen Kombinationen, jedoch war die Chancenverwertung wie in den Spielen zuvor verbesserungswürdig.
In der 66. Minute war es dann soweit. Wyler nutzte die numerische Überzahl zum 3:0 aus. Berisha zog zehn Meter vor dem Strafraum mit einem Dribbling an seinen Gegenspielern mühelos vorbei und schob zur Entscheidung ein. In der 70. Minute vollzog Wyler den zweiten Wechsel: Hitz ersetzte Suter, den Torschützen zum 1:0. Drei Minuten später kam der eingewechselte Rapicavoli zu einer hervorragenden Chance. Münger konnte den Ball nach starkem Einsatz in die Mitte bringen. Rapicavoli scheiterte dabei mit einem Linksschuss aus vollem Lauf am Torhüter. Nach 74 Minuten ersetzte Wälti den überzeugenden Nussbächer. Thomet verpasste in der 79. Spielminute aus ausgezeichneter Position das 4:0 nur knapp. Fünf Minuten vor Spielende kam Wyler zur letzten Möglichkeit in dieser Partie. Nach einer sehenswerten Kombination über Hitz, Thomet und Münger konnte der Ins-Torhüter den Querpass auf Münger in letzter Sekunde wegschnappen. Somit blieb es beim ungefährdeten 3:0.
Der 7. Saisonsieg im 10. Meisterschaftsspiel wurde problemlos sichergestellt. Gegen ein ultra defensiv eingestelltes FC Ins zeigte Wyler eine engagierte und konzentrierte Leistung und verdiente sich den Sieg durch eine überzeugende Mannschaftsleistung. Aufgrund dieses Heimerfolges halten die Stadtberner den Rückstand auf den FC Aarberg weiterhin auf sieben Punkte. Nächsten Samstag um 17.00 Uhr reist Wyler zum Tabellenvierten SV Lyss. Ein Auswärtssieg gegen diesen unangenehmen Gegner ist Pflicht, wenn man in der Rückrunde Leader Aarberg unter Druck setzen will.
Fenni Junior
SC Aegerten-Brügg - FC Wyler 2:6 (17. Oktober 2010)
Die Ausgangslage für das neunte Meisterschaftsspiel dieser Saison schien klar: Wyler war gegen den Tabellenvorletzten klar favorisiert und nach dem erneuten Sieg von Leader Aarberg (3:1 gegen Prishtina) unter Zugzwang. Eine zusätzliche Motivation für dieses Spiel sollte der Geburtstag von Michael Nussbächer sein. Der Platz präsentierte sich wie erwartet in einem hervorragenden Zustand. Wyler startete mit folgender Aufstellung: Ismailji; Berner, Biribicchi, Binggeli; Schläfli, Nussbächer, Münger, Lustenberger; Berisha, Thomet, Suter.
Rapicavoli, Stammler und Zürcher nahmen vorerst auf der Bank Platz.
Es war bereits in der Anfangsphase der Partie festzustellen, dass der SC Aegerten Brügg vor allem im kämpferischen Bereich seine Stärken hatte. Der Beginn war deshalb auf Seiten von Wyler etwas harzig. Die Stadtberner nahmen das Spiel zwar sofort in die Hand, jedoch war der Spielfluss noch von einigen Fehlzuspielen gezeichnet. Nach zehn Minuten kam Suter zur ersten hochkarätigen Chance. Ein klasse Zuspiel von Berner der rechten Seite entlang auf Thomet und der kluge Rückpass konnte Suter aus 10 Metern nicht verwerten. Vier Minuten später verpasste Suter mit dem Kopf die schöne Flanke von Lustenberger.
Wyler steigerte sich praktisch von Minute zu Minute und spielte jetzt wesentlich präziser und entschlossener. In der 16. Minute hatte Kapitän Thomet die nächste gute Gelegenheit für Wyler. Sein Abschluss nach einem klugen Steilpass ging nur wenige Zentimeter am Pfosten vorbei. Die Chancen häuften sich jetzt beinahe im Minutentakt. Nach 18 Minuten und einer Kombination durch die Reihen von Aegerten Brügg kam wiederum Suter aus knapp 10 Metern frei zum Abschluss. Sein Schuss wehrte jedoch der Torhüter mirakulös ab. Nur drei Minuten später war es Berisha, der nach einer Flanke von Binggeli nicht mehr richtig Druck hinter seinen Kopfball bringen konnte. Wyler bestimmte in der Folge weiterhin das Spielgeschehen und kam auf gefühlte 80 Prozent Ballbesitz. Nach 31 Minuten hatte Berisha eine weitere gute Chance. Der Stürmer brachte seinen Schuss aus rund 15 Metern nach einem Rückpass jedoch nicht im Tor unter.
In der 33. Minute war es dann soweit. Das längst überfällige 1:0 fiel. Münger setzte Lustenberger mit einem genialen Querpass gekonnt ein, der nur noch einschieben musste. Die Partie ging im gleichen Stil weiter. Drei Minuten später köpfte Thomet den Ball nach einem Eckball von Lustenberger aus fünf Metern am Kasten vorbei. Die 40. Spielminute lief, als wiederum Münger mit einem massgeschneiderten Eckball auf den zweiten Pfosten den völlig freistehenden Suter bediente. Dieser verwertete die Gelegenheit mit einem wuchtigen Kopfball: 2:0 für Wyler. Kurz vor Abpfiff der ersten Halbzeit profitierte der auffällige Lustenberger von einem Ballverlust eines Aegerten-Verteidigers. Der Flügelspieler zog mit einem Tempolauf an die Grundlinie und flankte butterweich auf den mitgelaufenen Berisha, der mit einer Direktabnahme das 3:0 erzielte.
Die zweite Halbzeit begann mit einer Überraschung. Nur vier Minuten nach Wiederanpfiff gelang dem bisher offensiv inexistenten Heimteam der 1:3-Anschlusstreffer. Ein Rükpass auf den jungen Bornhauser-Ersatz Ismailji und dessen Querschläger in die Füsse des Gegners führte zu diesem überraschenden Tor. Jetzt war klar, dass Wyler wieder erwachen und mehr für das Spiel tun musste. Dies war dann auch der Fall. Biribicchi konnte in der nach einem gefährlich aufs Tor gezogenen Freistoss zum 4:1 einnicken.
Nur zwei Minuten später verpasste der Abwehrhühne nach einem Eckball von Münger seinen Doppelpack. Nach 56 Minuten lancierte Lustenberger Thomet, der auf der Mittellinie gestartet war. Der Captain verpasste jedoch den richtigen Moment des Abspiels und versuchte selber sein Glück. Sein Schuss war eine sichere Beute für den viel beschäftigten Aegerten-Keeper. Knapp eine Stunde war gespielt als Aegerten Brügg wiederum auf zwei Tore verkürzen konnte. Ein hoher langer Freistoss von der Seite in den Strafraum fand den Weg zu einem Aegerten-Angreifer, der am zweiten Pfosten positioniert war.
Wyler entschied sich wenige Sekunden danach zum ersten Wechsel: Rapicavoli kam für Schläfli ins Spiel. Nach diesem wiederum völlig unnötigen zweiten Gegentreffer schien Wyler etwas aus dem Konzept zu kommen. Das Spiel war von einigen unpräzisen Zuspielen geprägt. Nach 66 Minuten stellte das Gästeteam den 3-Tore-Vorsprung aber wieder her. Zum wiederholten Mal leitete Berner mit einem wunderbaren Pass der Linie entlang eine Torgelegenheit ein. Lustenberger passte aus abseitsverdächtiger Situation in die Mitte, wo Suter mit seinen zweiten Treffer das 5:2 markieren konnte. Dies war sein vierter Treffer aus den letzten zwei Spielen. In der 67. Minute ersetzte dann Stammler den Doppeltorschützen Suter. Nur eine Minute später musste der SC Aegerten-Brügg mit einem Mann weniger auskommen. Ein grobes Nachschlagen an der Mittellinie wurde vom Schiedsrichter mit der roten Karte taxiert.
Eine Viertelstunde vor Spielende entschloss sich Trainer Bauer zum letzten Wechsel. Zürcher kam für Berisha, den Torschützen zum 3:0, in die Partie. In der 76. Minute kam Wyler zur nächsten Chance. Lustenberger brachte aber den Ball nach einem Alleingang aus 15 Metern nicht im Tor unter. Nach 78 Minuten kreuzte Thomet nach einem schönen Zuspiel alleine vor dem Torhüter auf. Der Wyler-Stürmer umspielte schön den Schlussmann, jedoch konnte ein Verteidiger den Schuss noch auf der Linie zum Eckball klären. Die 84. Minute setzte dann den Schlusspunkt in einer unterhaltsamen Partie, in der nie Zweifel über den Ausgang des Spiels bestanden. Binggeli zog auf der linken Seiten durch und passte ins Zentrum. Thomet musste nur noch zum 6:2-Schlussresultat einschieben.
Dem FC Wyler gelang eine ansprechende Leistung gegen einen schwachen Gegner. In einem Spiel, indem man locker zehn Tore hätte schiessen können, gehen die Stadtberner als hochverdienter Sieger vom Platz. Einmal mehr liess die Chancenauswertung etwas zu wünschen übrig, jedoch war dieser Auswärtserfolg der höchste Saisonsieg. In der Vorrunde stehen nun noch zwei Spiele auf dem Programm: Nächsten Samstag um 17.00 Uhr empfängt Wyler den Abstiegskandidaten FC Ins und eine Woche später geht es zum gefährlichen SV Lyss. Wir freuen uns auf ein zahlreiches Erscheinen an den letzten beiden Partien!
Fenni Junior
FC Wyler - SC Münchenbuchsee 3:1 (9. Oktober 2010)
Das Endresultat am letzten Samstag im Heimspiel gegen FC Stella-Azzurra war ein kleiner Dämpfer. Wyler spielte gegen einen bescheidenen Gegner nur 1:1.Unentschieden. Darum war am Samstagabend gegen den Tabellenelften SC Münchenbuchsee eine Reaktion gefordert, einfach gesagt drei Punkte. Das Heimteam startete mit folgender Formation: Bornhauser; Berner, Biribicchi, Binggeli; Mastrangelo, Stammler, Münger, Lustenberger; Suter, Berisha, Schläfli. Auf der Ersatzbank waren Rapicavoli, Nussbächer und Zürcher.
Wyler legte wie in den Partien zuvor rasant los. Bereits nach 2 Minuten kam Binggeli nach einem Eckball von Mastrangelo aus vielversprechender Position zum Kopfball: kein Tor. Die Gastgeber starteten sehr engagiert und konzentriert ins Spiel. Nach 8 Minuten stiess Captain Lustenberger in den Strafraum und flankte in die Mitte. Suter verpasste nur knapp. Die Stadtberner hatten das Spiel fest im Griff, konnten aber in der Folge keine nennenswerten Aktionen kreieren. Es dauerte 25 Minuten, als Lustenberger mit einem herrlichen Sololauf durch das Zentrum für Torgefahr sorgte, jedoch im letzten Moment entscheidend gestört wurde und den Ball nicht im Tor unterbringen konnte.
Nur eine Minute danach gelang aber dem Heimteam das verdiente 1:0. Ein kurz getretener Eckball und die präzise Flanke von Münger fand Suter. Der Stürmer legte den Ball schön mit dem Kopf quer auf Schläfli. Dieser musste nur noch den Fuss hinhalten. Keine Minute später kam Münchenbuchsee aus dem nichts zu seiner ersten Offensivaktion: Ein tückischer Schuss streifte die Querlatte: durchatmen bei Wyler. 28 Minuten waren gespielt, als Suter den Verteidiger von Münchenbuchsee erfolgreich störte, ihm den Ball abnehmen konnte und im Stile eines Knipsers zum 2:0 einschob. Dieses 2:0 entsprach vollkommen dem Spielverlauf.
In der 36. Spielminute kam Wyler zu einem Freistoss aus über 30 Metern. Lustenbergers scharfe Flanke fand den Weg zum völlig freistehenden Suter. Seine Direktabnahme ging aber in die Hände des Torhüters. Eine kleine Nachlässigkeit in der Wyler-Defensive ermöglichte den Gästen in der 40. Minute den überraschenden 2:1-Anschlusstreffer. Ein sehenswerter Schuss aus mehr als 20 Metern passte in den Winkel. Nach 43 Minuten zog der flinke Lustenberger im gegnerischen Strafraum an seinen Gegenspieler vorbei und wurde regelrecht umgelegt. Zum Entsetzen von Wyler untersagte aber der Schiedsrichter diesen glasklaren Elfmeter.
Der SC Münchenbuchsee startete besser in die zweite Halbzeit. Bei Wyler schlichen sich mehr Nachlässigkeiten ein, jedoch blieb dies gegen das junge und harmlose Gästeteam ohne Folgen. Wyler liess sich immer mehr zu Diskussionen mit dem Schiedsrichter ein und verlor etwas das Konzept. Es dauerte fast eine Viertelstunde, als Wyler die erste Torgelegenheit in der zweiten Halbzeit hatte. Eine wunderbare Flanke in den Rücken der Abwehr ermöglichte Schläfli eine hochkarätige Chance. Sein Kopfball aus wenigen Metern ging aber über den Kasten.
Nach 61 Minuten verpasste Mastrangelo mit einem satten Linksschuss aus etwa 20 Metern um wenige Zentimeter das 3:1. In der 67. Minute kam es zum Doppelwechsel bei Wyler. Rapicavoli und Nussbächer ersetzten Schläfli und Münger. Eine Minute später wurde ein Tor von Suter wegen angeblichen Handspiels aberkannt. Was der Schiedsrichter dort gesehen hat, bleibt wohl sein Geheimnis. Wyler war in der zweiten weiterhin die bessere Mannschaft, ohne aber spielerisch zu überzeugen. In der 76. Minute vollzog Wyler den letzten Wechsel. Der junge Zürcher kam für Berisha ins Spiel. Der überzeugende Suter hatte anschliessend in der 80. Minute eine Kopfballchance nach einer guten Flanke von Mastrangelo. Drei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit, kam es zu einer weiteren gefährlichen Gelegenheit für Wyler. Zürcher spielte einen starken Steilpass in die Tiefe auf Suter. Sein Pass in die Mitte wurde aber in letzter Sekunde von einem Abwehrspieler geklärt. In der 88. Minute erzielte Suter nach einer präzisen Hereingabe von Nussbächer das entscheidende 3:1. Die Partie war nun gelaufen. In der Nachspielzeit verpasste Rapicavoli noch einen schönen Schlusspunkt in einem mittelmässigen Spiel. Die Nummer 7 von Wyler nahm den Ball wunderschön direkt aus dem Lauf, verfehlte das Ziel nur knapp.
Der fünfte Saisonsieg im fünften Meisterschaftsspiel ist Tatsache. Gegen den Tabellenvorletzten erfüllt Wyler souverän seine Pflicht mit einer engagierten Leistung, mehr aber auch nicht. Die Stadtberner stehen damit weiterhin unverändert auf dem 3. Tabellenplatz, punktgleich mit AS Italiana und sieben Punkte hinter dem FC Aarberg. Nächsten Sonntag, um 10.00 Uhr auswärts beim SC Aegerten Brügg trägt Wyler sein nächstes Spiel aus. Drei Punkte sind dabei Pflicht.
Fenni Junior
FC Wyler - FC Stella-Azzurra 1:1 ( 2. Oktober 2010)
Sechs Tage nach dem eher glücklichen Auswärtssieg gegen den FC Bosporus stand am Samstag wieder ein Heimspiel auf dem Programm. Der Tabellendritte FC Wyler empfing den FC Stella-Azzurra, der vor Wochenfrist AS Italiana überraschend zwei Punkte abgeknöpft hatte. Wyler war deshalb gewarnt, dieses budgetierte Drei-Punkte-Spiel nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Die Verhältnisse für einen schönen Fussballabend waren gegeben, das Quecksilber stieg auf knapp 20 Grad. Auf Seiten von Wyler war man wegen einigen ferien- und verletzungsbedingten Abwesenheiten gezwungen, zu rotieren.
Keine Minute war gespielt, als das Heimteam zur ersten Chance kam. Berisha hatte nach einem Eckball aus viel versprechender Position eine guten Kopfballchance. Wyler war konzentriert, präsent und entschlossen. Der engagierte Youngster Zürcher kam in der 4. Minute zu einer Schussgelegenheit aus etwa 20 Metern. Drei Minuten später kam Stella-Azzurra zu seiner ersten Chance. Ein scharfer Freistoss und der daraus entstehende Abpraller sorgte für Verwirrung im Strafraum. Man merkte, dass den Stadtbernern eine kämpferisch starke Mannschaft gegenüber stand. Die Gangart von Stella-Azzurra war äusserst aggressiv und giftig. Dies erschwerte den Wyler-Akteuren den Spielaufbau.
Trotzdem war Wyler weiterhin die spielbestimmende Mannschaft. 11 Minuten waren gespielt, als Berisha nach einer guten Flanke zu einer weiteren Kopfballgelegenheit kam. Aber nur eine Minute später offenbarte die Wyler-Defensive eine kleine Unachtsamkeit und ein Stella-Angreifer scheiterte nach einer 1-zu-1-Situation an Keeper Bornhauser. Nun war es aber auch schon wieder vorbei mit den Offensivbemühungen der Gäste. Wyler nahm das Spiel in die Hand. Hitz flankte in der 15. Minute gut ins Sturmzentrum. Dort war zum wiederholten Mal Berisha mit dem Kopf zur Stelle - leider wieder kein Tor. Die Gastgeber spielten dynamisch, jedoch machte Stella-Azzurra die Räume im Mittelfeld geschickt zu. Stella-Azzurra physisch völlig auf der Höhe und in der Defensive kompromisslos. Wylers Defensive machte aber ebenfalls einen guten Eindruck. Innenverteidiger Biribicchi war der Abwehrtturm beim Gastgeber. Nach 23 Minuten hatte Berisha seine nächste Kopfballgelegenheit. Die Stadtberner waren weiter die bessere Mannschaft und kamen in der 28. Spielminute durch einen Heber von Mastrangelo zur nächsten Torchance. Nur zwei Minuten später führte Lustenberger einen scharf getretenen Freistoss aus, der gefährlich durch Stellas Strafraum segelte. Das Spiel flachte nun etwas ab. Bis zur 45. Minute geschah nicht mehr viel. In der Nachspielzeit aber nahm ein Stella-Stürmer einen halbhohen Steilpass elegant aber glücklich mit und zog zwischen zwei Wyler-Verteidigern durch. Ganz alleine vor Bornhauser schob er zum überraschenden 0:1 ein.
Die zweite Halbzeit begann rasant. In der 46. Minute kam Stella-Azzurra zu einer guten Chance, als ein Stürmer nach einer Hereingabe in den Ball rutschte. Der starke Verteidiger Berner flankte nach 51 Minuten aus halbrechter Position scharf in die Mitte. Abnehmer war Berisha, der das Tor nach einer Körpertäuschung nur knapp verfehlte. Zwei Minuten später kam Offensivspieler Thomet nach einem Abpraller an der Strafraumgrenze sträflich frei zur Abschlussgelegenheit. Sein wuchtiger Volleyschuss ging wenige Zentimeter am Gehäuse vorbei.
Wyler musste nun endlich effizienter werden und das längst verdiente Ausgleichstor erzielen. Münger ersetzte nach 58 Minuten Stammler. Keine Minute danach sprang ein langer Ball in den Stella-Strafraum an die Hand eines Verteidigers. Der Schiedsrichter entschied sofort auf Elfmeter. Berisha übernahm die Verantwortung und verwandelte in der 60 Minute souverän zum 1:1. Wylers Überlegenheit war jetzt mehr zu spüren. In der 64. Minute vollzog Wyler seinen zweiten Wechsel. Suter kam für Hitz in die Partie. Fünf Minuten später kam Suter zu seiner ersten Gelegenheit. Sein Schuss ging aber übers Tor.
Die Zeit lief den Stadtbernern langsam aber sicher davon. Kurz vor der Schlussviertelstunde entschloss sich Trainer Bauer zum letzten Wechsel. Captain Rapicavoli wurde durch Schläfli ersetzt. Das Heimteam rannte an, ohne aber in seinen Aktionen zwingend zu sein. Der letzte Pass fand nur zu selten einen Abnehmer. Nach 79 Minuten spielte jedoch Suter einen klasse Steilpass auf Schläfli, der aber mit links eine hochkarätige Chance vergab. Wyler versuchte weiterhin alles, um noch zum Last-Minute-Sieg zu kommen. Die 87. Minute war angebrochen, als Berisha am Strafraum angespielt wurde, sein Abschluss aber in die Hände des Torhüters ging. In der Nachspielzeit hatte Wyler die letzte Chance zum Siegtreffer. Eine scharfe Flanke von Zürcher fand den Weg zu Berisha, der seinen Abschlussversuch aber abgeblockt sah. Damit blieb es beim enttäuschenden 1:1-Unentschieden.
Wyler hat die Chance verpasst auf Platz 2 vorzustossen. AS Italiana unterlag nämlich gegen den verlustpunktlosen Leader FC Aarberg zuhause mit 3:4. Die Stadtberner bleiben zwar unverändert auf dem 3. Platz, jedoch liegt man bereits 7 Punkte hinter Tabellenführer Aarberg. Nichts desto trotz darf Wyler nun den Kopf nicht hängen lassen und weiterhin hart an sich arbeiten. Nächsten Samstag um 17.00 Uhr hat Wyler die Gelegenheit für Wiedergutmachung. Die Berner empfangen auf dem Sportplatz Wyler den SC Münchenbuchsee.
Euer Fenni Junior
FC Bosporus - FC Wyler 0:1 (26. September 2010)
Nach der zweiwöchigen Meisterschaftspause kam es heute zur spannenden Affiche zwischen dem Tabellendritten FC Bosporus und dem Tabellenvierten FC Wyler. Die Gäste bereiteten sich intensiv und konzentriert auf dieses Spiel vor und waren sich der Wichtigkeit bewusst: Am Samstag kam nämlich auf der einen Seite Leader FC Aarberg (2:1 gegen Lyss) zum sechsten Sieg im sechsten Sieg, aber auf der anderen Seite gab AS Italiana zwei Punkte ab (2:2 bei Stella-Azzurra). Das Ziel war daher klar gesteckt, drei Punkte mussten her, um den Rückstand zu halten bzw. zu verkürzen. Die Verhältnisse waren top. Das Spiel wurde nicht wie erwartet auf der grossen Allmend, sondern im Leichtathletikstadion neben dem Stade de Suisse ausgetragen. Der Rasen präsentierte sich in einem hervorragenden Zustand und das Wetter war ideal.
Wyler begann die Partie druckvoll und entschlossen. Die Stadtberner versuchten mit kurzem Passspiel zum Erfolg zu kommen. Es lief die 7. Spielminute als Captain Rapicavoli einen Spieler von Bosporus in der gegnerischen Spielhälfte aggressiv bedrängte und den Ball erobern konnte. Schläfli war der Abnehmer dieser Balleroberung und passte auf Berisha. Dieser sah den in die Tiefe laufenden Hitz und setzte ihn mit einem klasse Querpass gekonnt ein. Hitz zog alleine auf das Tor und schob souverän zur verdienten 1:0-Führung ein. Wyler war weiterhin die tonangebende Mannschaft. In der 10. Minute kam Berisha nach einem Eckball zu einer guten Kopfballchance. Die Gäste waren sehr engagiert, nur an der Präzision im Passspiel mangelte es. Es vergingen 17 Minuten bis sich der FC Bosporus das erste Mal offensiv in Szene setzen konnte. Ein satter Weitschuss aus 30 Metern fand den Meister im starken Torhüter Bornhauser. Bosporus war nun erwacht und gestaltete das Spiel ausgeglichener. Auf Seiten der Gäste schlichen sich immer mehr Fehlzuspiele in der Vorwärtsbewegung ein. So war das Heimteam von nun an mehr im Ballbesitz und kam einige Male gefährlich nahe vor das Tor von Bornhauser. Der Kasten von Wyler blieb aber sauber. Die beiden Mannschaften haderten jetzt immer mehr mit dem nicht stilsicheren Schiedsrichter, der zu viele Kleinigkeiten abpfiff. 41 Minuten waren gespielt als Bosporus von der linken Seite den Ball hoch in die Mitte brachte und der Stürmer mit einem Seitenfallzieher aus aussichtsreicher Position eine weitere Gelegenheit verpasste. In der Nachspielzeit kam Wyler zu einer guten Chance, als Hitz einen langen Einwurf ins Zentrum auf Rapicavoli ablegen konnte und sein Schuss aus rund 12 Metern von einem Verteidiger abgeblockt wurde.
Die zweite Halbzeit präsentierte sich in den Startminuten intensiv und umkämpft. Wyler fand aber nicht wie gewünscht zurück ins Kurzpassspiel und vermisste weiter die Präzision. So lief Wyler in der 49. Minute nach einem unnötigen Ballverlust am Mittelkreis in einen Konter. Bosporus schaltete schnell um und passte flach in die Mitte. Der abnehmende Angreifer scheiterte aber am herausragenden Bornhauser. Nach 51 Minuten führte nach einem langen Ball in die Spitze eine Kopfballverlängerung von Berisha auf Hitz zu einer ausgezeichneten Torchance. Die Aktion wurde aber nach einem fragwürdigen Foulspiel von Berisha abgepfiffen. In der 55. Minute entschied sich Trainer Christian Bauer zum ersten Wechsel: Suter ersetzte Schläfli. Keine Minute später hatte Bosporus nach einem katastrophalen Fehlpass von Wyler eine grosse Ausgleichsgelegenheit, die aber nicht genutzt wurde. Die Partie gestaltete sich emotionaler und härter. Es gab zunehmend Unterbrüche und Diskussionen mit dem Schiedsrichter (meistens von Bosporus). So kam nie ein richtiger Spielfluss zustande und die Partie lebte von harten Zweikämpfen anstatt von spielerischer Klasse. In der 62. Minute wurde der engagierte Suter auf der rechten Seite in einem Konter angespielt und passte in die Mitte auf den mitlaufenden Berisha. Leider liess er sich aber im Dribbling zu weit abdrängen und kam nicht zu dieser vielversprechenden Gelegenheit. Nach 65 Spielminuten kam der FC Bosporus seiner bisher grössten Torchance. Ein weiterer Ballverlust in der Vorwärtsbewegung und der daraus entstehende Konter sorgte für nervenaufreibende Sekunden. Der in die Tiefe angespielte Bosporus-Stürmer brachte den Ball alleinstehend vor Bornhauser nicht im Tor unter. Bei Wyler musste nun eine Steigerung her, denn die Partie stand auf der Kippe. Dies geschah dann auch. Wyler fing sich und war in seinen Aktionen wieder etwas entschlossener. Nach 68 Minuten hatte Nussbächer sein Tageswerk vollbracht und überliess seinen Platz Münger. Zwei Minuten später zog Berisha auf der rechten Seite an Freund und Feind vorbei und flankte in die Mitte. Seine Hereingabe wurde aber abgefälscht und so kam Suter aus ungünstiger Position zu einer Kopfballchance. Nach 77 Minuten kamen die Gastgeber zu einer weiteren guten Abschlussmöglichkeit. Ein Pass in den Rücken der Wyler-Defensive gelangte zu einem Bosporus-Angreifer, der aus wenigen Metern am starken Bornhauser scheiterte. Nach 79 Minuten vollzog Wyler den letzten Wechsel. Mastrangelo kam für Zürcher ins Spiel. Bosporus drückte in der Schlussviertelstunde vehement auf den Ausgleich. Dies geschah aber hauptsächlich mit hohen und langen Bällen in den Strafraum, die von der Wyler-Defensive meistens souverän zunichte gemacht wurden. Trotz einigen brenzligen Situationen in der Schlussphase rettete Wyler die drei Punkte etwas glücklich über die Zeit.
Ein sehr wichtiger Sieg für den FC Wyler Bern. Ein Spiel, dass man letzte Saison wahrscheinlich noch verloren hätte, geht mit einem glücklichen 1:0-Auswärtserfolg zu Ende. Spielerisch konnten die Stadtberner heute nicht brillieren, jedoch wurde bis zur letzten Sekunde um jeden Zentimeter gekämpft und Wylers gute physische Verfassung kam zum Tragen. Durch diesen Auswärtssieg stösst Wyler auf den 3. Tabellenplatz vor und hält sich weiterhin an der Tabellenspitze. Am kommenden Samstag um 17.00 Uhr empfängt Wyler nun den Tabellensechsten FC Stella-Azzurra. Wir freuen uns auf eine zahlreiche Unterstützung!
Fenni Junior
FC Wyler - FC Besa/Bienne 2:1 (11. September 2010)
Die Ausgangslage für das fünfte Meisterschaftsspiel hätte fast nicht besser sein können. Voller Selbstvertrauen erwartete man bei prächtigem Fussballwetter einen Heimsieg, um weiterhin an der Tabellenspitze mitmischen zu können. Bei den Stadtbernern gab es einige Aenderungen im Vergleich zum letzten Spiel gegen den FC Wohlensee. Die vor einer Woche abwesenden Thomet, Wälti, Schläfli und Lustenberger sowie der genesene Hitz kehrten ins Team zurück.
Wyler startete druckvoll und entschlossen in die Partie. Bereits in der 2. Minute konnte Hitz auf der linken Seite einem Verteidiger den Ball abluchsen und zog in den Strafraum. Dort wurde er regelwidrig gestoppt. Klarer Fall: Elfmeter. Der 22-jährige Lustenberger übernahm die Verantwortung und traf in der 3. Minute souverän zum 1:0. Wyler war weiter die klar spielbestimmende Mannschaft, jedoch fehlte noch etwas die Präzision. Fünf Minuten später hatte Hitz nach einer guten Kombination bereits die zweite gefährliche Aktion. In der 10. Minute wurde Schläfli auf der rechten Seite klug von Wälti steil in die Tiefe angespielt. Dieser konnte mit einer 3-zu-1-Situation aufs Tor ziehen, versuchte es jedoch selber und scheiterte am Torhüter von Besa Biel. Es ging im gleichen Stil weiter. Die Gastgeber waren dominierend und liessen den Bielern kaum Freiräume. Nach 14 Spielminuten setzte Nussbächer mit einem Pass in den Lauf J. Berisha geschickt ein. Der FCW-Stürmer vernaschte drei Abwehrspieler und verpasste aber aus spitzem Winkel das 2:0. 19 Minuten waren gespielt, als Wyler erneut mit einem überzeugenden Vorstoss für Gefahr in der Abwehr der Gäste sorgte. Stammler passte vor der Strafraumgrenze quer auf Captain Thomet. Dieser wurde jedoch im letzten Moment sehr hart gestoppt, kein Penalty.
Der FC Besa Biel/Bienne konnte sich bis zur 21. Minute keine Tormöglichkeit erarbeiten. Jedoch sorgte Besa mit ihrer ersten nennenswerten Aktion für Aufregung. Nach einem klaren Foulspiel an Lustenberger, das aber nicht geahndet wurde, flankte ein Offensivspieler von den Gästen gefährlich in die Mitte. Der Kopfball ging an die Latte, jedoch war eine Abseitssituation vorausgegangen. Nun war es aber auch schon wieder vorbei mit Torszenen vor dem Kasten von Wylers Bornhauser. In der 23. Minute kamen die Gastgeber zu einer weiteren hochkarätigen Chance. Schläfli wurde wiederum steil angespielt, passte schön ins Zentrum auf den freistehenden Hitz, der aber leider den Ball nicht im Tor unterbringen konnte. Spielstand noch immer nur 1:0. Mit der ruppigen Gangart der Seeländer waren die Beine der Wyler-Akteure akut gefährdet. Immer wieder wurden die Spieler von Christian Bauer hart angegangen. Dies änderte aber nichts daran, dass Wyler weiter powerte und das Glück in der Offensive suchte. So kam es in der 28. Minute bereits zur nächsten Torgelegenheit. Thomet konnte den Ball nach einer starken Passkombination aus zehn Metern nicht ins gegnerische Tor einschieben. Wie in einem Powerplay ging es munter weiter auf das Tor der Seeländer. Nur drei Minuten später stiess Binggeli mit einem impulsiven Vorstoss über die linke Seite an die Grundlinie vor und flankte halbhoch in die Mitte. Sein Abnehmer J. Berisha konnte aber nicht mehr richtig Druck hinter den Ball bringen und schoss das Leder aus fünf Metern neben das Gehäuse. Langsam aber sicher machte sich Unmut bemerkbar. Wyler hätte zu diesem Zeitpunkt schon mit fünf Toren Vorsprung führen können (müssen)!
In der 38. Minute ging es weiter mit dem Berner Offensivdrang. Ein starker Absatztrick an der Seitenlinie von Nussbächer gelangte zu Hitz. Dieser passte flach auf Stammler, der aber aus wenigen Metern die nächste Topchance vergab und knapp verzog. Kurz darauf musste Lustenberger mit einer Knieverletzung ausgewechselt werden. Auf diesem Weg wünschen wir dir gute und schnelle Genesung! Für ihn kam Fasnacht, der zweifache Torschütze des letzten Wochenendes, ins Spiel. Nach 41 Spielminuten hatte Besa Biel/Bienne durch einen Freistoss aus etwa 22 Metern eine seiner seltenen Chancen. Bornhauser lenkte aber diesen Schuss stark über die Latte. Die Torchancen von Wyler nahmen kein Ende. Eine Minute vor dem Halbzeitpfiff spielte Hitz Berisha schön in den Lauf, dieser legte den Ball quer auf Thomet, der aber traf aus drei Metern das Tor nicht. Unglaublich was die Stadtberner in der ersten Halbzeit für hochkarätige Chancen vergeben hatten.
Die zweite Halbzeit begann sehr umkämpft. Das Spiel gestaltete sich in der Anfangsphase auf Seiten von Wyler spielerisch nicht mehr so überzeugend. Wyler liess sich zu sehr auf Zweikämpfe ein und so gab es in den ersten 15 Minuten auf beiden Seiten keine nennenswerten Aktionen. In der 60. Minute hatte Wyler dann die nächste gute Torchance. Binggeli passte von der linken Seite gefährlich flach ins Zentrum. Hitz kam aber leider den berühmten Schritt zu spät. Keine Minute später kam Thomet von der Strafraumgrenze zum Abschluss. Sein Schuss ging aber nur an die Querlatte. Unveränderter Spielstand: Nur 1:0! Die 63. Minute bestätigte wieder einmal eine Fussballweisheit: Wer die Tore nicht macht, bekommt sie. Und so war eine kleine Unachtsamkeit in der sonst starken Wyler-Defensive, die zum völlig überraschenden und unverdienten 1:1-Ausgleich führte. Der zuvor eingewechselte Besa-Angreifer zog aus rund 20 Metern trocken ab.
Bei Wyler war man kurze Zeit geschockt, aber das Team fing sich wieder schnell und kam in der 69. Minute zur nächsten grossen Möglichkeit. J. Berisha konnte den klugen Rückpass aus einem überzeugenden Angriff von der rechten Seite erneut nicht im Tor unterbringen. Nur zwei Minuten danach zog Thomet elegant an Freund und Feind vorbei, aber hatte bei seinem Schuss zum wiederholten Mal nicht das Glück auf seiner Seite. Es stand weitehin 1:1-Unentschieden. Trainer Christian Bauer brachte in der 72. Minute Suter für Captain Thomet. 74 Minuten waren gespielt, als Schläfli mit einem guten Pass Hitz in Szene brachte. Der 19-jührige Stürmer konnte die Chance aber wieder nicht nutzen. Die Schlussviertelstunde war angebrochen, als sich Suter auf der rechten Seite durchtankte, in den Strafraum zog, auf Hitz passte, aber ein Besa-Verteidiger im letzten Moment zwei Meter vor dem Tor zum Eckball klärte. Neun Minuten vor Spielende kam Besa Biel/Bienne zu einer gefährlichen Abschlussgelegenheit, die aber mit dem nötigen Glück und Können zunichte gemacht wurde. In der 83. Minute vollzog Trainer Bauer den letzten Wechsel. Flückiger ersetzte Schläfli. Wyler gab nicht auf und drückte vehement auf den Ausgleich. Als es in der 89. Minute zu einem Freistoss aus etwa 24 Metern kam, waren sich alle bewusst, dass dies die letzte Chance sein würde noch zum Last-Minute-Sieg zu kommen. Und so passierte das für nicht mehr möglich geglaubte: Eine kluge Freistossvariante auf Berner, der in die Mitte passte, fand nach einer ungenügenden Abwehr eines Besa-Verteidigers Wylers Mittelfeldspieler Nussbächer, der das Leder zum viel umjubelten 2:1 einschob. Die Stadtberner liessen in der Folge nichts mehr anbrennen und gewannen glücklich, aber hochverdient mit 2:1.
Eine Partie, an der Wyler acht, neun, zehn Tore schiessen kann (muss), wird zu einem Zitterspiel. Aufgrund einer ungenügenden Chancenverwertung mussten sich die Stadtberner bis zur 90. Minute gedulden, bis der Heimsieg sichergestellt werden konnte. Der FC Wyler gewinnt damit das dritte Spiel in Folge und stösst in der Tabelle auf Platz 3 vor. Nach einer zweiwöchigen Meisterschaftspause trifft Wyler nun am Sonntag, 26. September 2010 um 15.00 Uhr auf den FC Bosporus (Allmend). Wir freuen uns auf eine zahlreiche Unterstützung!
Fenner Junior
SC Wohlensee - 3. Liga 3:5 (4. September 2010)
Eine Woche nach dem hochverdienten ersten Saisonsieg gegen den FC Prishtina (3:1) war Wyler beim FC Wohlensee zu Gast. Ohne die Abwesenden oder Verletzten Thomet, Lustenberger, Wälti, Münger, Schläfli, Mastrangelo, Fenner und Hitz angereist, war die Wyler-Equipe gewillt, mit einem Sieg den Anschluss an die Tabellenspitze nicht zu verlieren. Auf Seiten von Wyler war aber allen klar, dass dieses Spiel gegen einen vermeintlich schwächeren Gegner nicht auf die leichte Schulter genommen werden durfte.
Die Anfangsphase gehörte dem Gastgeber, der mit schnellen Vorstössen einige Male für Unruhe in der Wyler-Defensive sorgte. Auf diesem hoch geschnittenen Rasen hatte der FCW in den ersten zehn Minuten Mühe, ins Spiel zu finden und den Ball ruhig in den eigenen Reihen zu halten. Auf die erste Tormöglichkeit von Wyler musste man zwölf Minuten gedulden. Die Youngsters Flückiger und Zürcher, scheiterten mit einer Doppelchance innerhalb von wenigen Sekunden aus kürzester Distanz am sehr gut reagierenden Torhüter. In der Folge kam Wohlensee wiederum gefährlich nahe ans Tor von Bornhauser, der aber alle Abschlussmöglichkeiten des Heimteams souverän zunichte machte. Das Team von Christian Bauer schien anschliessend endlich auf Betriebstemperatur gekommen zu sein und nahm das Spieldiktat nun in die Hand. So fiel dann auch in der 20. Minute das 0:1 durch den 17-jährigen Flükiger. Er stand nach schÃner Vorarbeit von J. Berisha am richtigen Ort und schob den Ball zur Führung ins Tor ein.
Man bemerkte von nun an die spielerischen Vorteile von Wyler und so war es in der 22. Minute der linke Aussenverteidiger Binggeli, der nach einem kurz getretenen Eckstoss in die Mitte zog und mit einem satten Schuss zum mittlerweile verdienten 0:2-Führung traf. Wyler zog sich nach diesem Torerfolg wieder etwas zurück und so gestaltete sich das Spiel wieder ausgeglichener. In der 31. Spielminute hatte Wyler nach einer schönen Ballstaffette durch den Neuzuzug vom SC Wohlensee Leuenberger eine weitere gute Gelegenheit auf 0:3 zu erhöhen. Das Tor blieb ihm aber verwehrt. Deshalb gingen die beiden Teams mit dem 0:2 zum Pausentee.
Die zweite Halbzeit begann ziemlich ruhig. In der 49. Minute aber wurde ein Tor von Wohlensee wegen Abseits aberkannt. Die Akteure von Wyler sollten dies als Warnung entgegen nehmen, dass dieses Spiel noch längst nicht entschieden war. Und so führte zwei Minuten später eine ansehnliche Kombination über Stammler, Flückiger und Leuenberger fast zum Drei-Tore-Vorsprung. Aber auch hier wurde die Aktion wegen Offside abgepfiffen. In der 52. Minute entschied sich Christian Bauer zum ersten Wechsel. Suter ersetzte Flückiger, den Torschützen zum 0:1.
Wyler bemühte sich nun das Spiel zu kontrollieren und die 2:0-Führung zu verwalten. Dass eine Zwei-Tore-Führung aber gefährlich ist, bewies die Szene in der 63. Minute. Nach einem Steilpass auf einen schnellen Stürmer von Wohlensee, konnte dieser alleine auf das Tor von Bornhauser ziehen. Dieser wurde zwar von einem Abwehrspieler in letzter Sekunde regelwidrig gestoppt, der Schuss fand aber via Bornhauser und dem Stürmer glücklich zum 1:2 ins Tor. Wyler hatte Glück, dass der Defensivspieler nachträglich nicht des Feldes verwiesen wurde.
Nach diesem unnötigen Anschlusstreffer kam Hektik ins Spiel und Wyler hatte seine Schwierigkeiten wieder ins Spiel zu kommen. Deshalb vollzogen die Stadtberner nach 68. Minuten ihren zweiten Wechsel. Routinier Rapicavoli kam für Stammler ins Spiel. Wyler war klar, dass dies so nicht reichen würde und man sich unbedingt wieder steigern musste. Die junge Wyler-Mannschaft schaltete nun einen Gang höher und war wieder die bessere Mannschaft auf dem Platz. Fasnacht erzielte eine Viertelstunde vor Schluss nach einem klugen Zuspiel von Suter das 1:3. Vorausgegangen war eine Balleroberung an der Mittellinie und ein aggressiver Vorstoss von Rapicavoli. Nur zwei Minuten später war es wiederum Fasnacht der nach einem Abschlussversuch von Leuenberger das vorentscheidende 1:4 markierte.
Das Spiel schien nun entscheiden zu sein. Das war es aber noch lange nicht. Wyler stellte weitgehend das Fussballspielen ein und gewährte Wohlensee viel zu viele Freiheiten. In der 79. Minute gelang dem Gastgeber deshalb durch einen haltbaren Freistoss aus gut 30 Metern der erneute Anschlusstreffer. Mit der letzten Auswechslung brachte der Trainer Bauer in der 80. Minute Gertsch für J. Berisha. Unglaublich aber wahr, die Wyler-Defensive agierte zu wenig konsequent und so kam Wohlensee in der 81. Minute zum 3:4. Das Spiel stand auf der Kippe und wurde emotionaler. Die Stadtberner konnten sich aber wieder fangen und so kam man bis Spielende nicht mehr ernsthaft in Bedrängnis. Fasnacht gelang in der 88. Minute alleine vor dem Tor beinahe sein drittes Tor. Den Schlusspunkt in einer nervenaufreibenden und unterhaltsamen Partie setzte Suter. In der 90. Minute traf er nach einer guten Flanke von links mit der Fussspitze unhaltbar zum 3:5-Endergebnis.
Das Fazit dieses Spiels fällt leicht: Hauptsache drei Punkte. Ohne überragend zu spielen kommt das junge Wyler-Team zum zweiten Saisonsieg. Der Mannschaft muss bewusst sein, das es mehr braucht.
Gegen den SC Wohlensee ist es noch einmal gut gegangen. Eine Steigerung muss aber bereits nächsten Samstag um 17.00 Uhr zuhause gegen FC Besa Biel/Bienne zu sehen sein. Wir bedanken uns herzlich bei unseren Supportern und freuen uns auf ein zahlreiches Erscheinen beim nächsten Meisterschaftsspiel am kommenden Samstag.
Fenner Junior
FC Aarberg - FC Wyler 2:0 (19. August 2010)
Nach dem starken Meisterschaftsstart vergangenen Samstag gegen AS Italiana (1:1) reisten wir voller Zuversicht und Selbstvertrauen nach Aarberg. Mit dem 2. Liga-Absteiger stand dem FC Wyler einen harten Brocken gegenüber. Wir wussten aber, dass wir gegen den Aufstiegsaspiranten mithalten könnten, wenn wir an die Leistung gegen Italiana anknüpfen würden.
Bevor ich mit dem Spielbericht anfange, möchte ich einige Bemerkungen zu den Umständen anbringen. Das Spiel wurde aufgrund einer Hochzeit eines Spielers vom FC Aarberg auf den Donnerstagabend vorverschoben. Zudem konnte nicht auf dem Hauptplatz gespielt werden, da man dort kein Licht hat. Deshalb wurde die Partie auf dem Nebenplatz ausgetragen. Genauer auf einem Spielfeld, dass eher einer Kuhwiese glich. Der Rasen war sehr hoch, hatte viele Löcher und war extrem holprig. Aber die Verhältnisse sind ja bekanntlich für beide gleich.
Das Team machte trotz dieser Umstände einen motivierten und konzentrierten Eindruck. Man war überzeugt, den verpassten Sieg vom letzten Samstag an diesem Donnerstagabend nachholen zu können. Die beiden Teams gingen sehr engagiert in die Partie. Der Start in das Spiel war geprägt von harten Zweikämpfen und auf beiden Seiten gab es noch zu viele Ungenauigkeiten. Im Mittelfeld fehlte es bei Wyler noch etwas an Ruhe und Präzision. Chancen blieben deshalb auch Mangelware.
Viel spielte sich im Mittelfeld ab, wobei Wyler leicht die feinere Klinge führte und das Spiel grösstenteils im Griff hatte. Jedoch war man im Abschluss zu wenig zwingend und genau. Der FC Aarberg hatte jedoch die grösste Tormöglichkeit in der ersten Halbzeit, nachdem wir nach einem Ballverlust an der Mittellinie in einen Konter liefen und ein Stürmer vom FC Aarberg aus kürzester Distanz völlig freistehend den Pfosten traf. Wenige Minuten später verzeichnete Thomas Schläfli auf Seiten von Wyler bei seinem Abschluss etwas Pech. Sein Schuss von der Strafraumgrenze ging nur wenige Zentimeter am Tor vorbei. Die Dreierkette des FC Wyler machte einen sehr guten Eindruck und liess dem FC Aarberg praktisch keine Chancen zu. Noch vor der Pause musste Stürmertalent Nino Hitz aufgrund einer Verletzung am Oberschenkel ausgewechselt werden. Für ihn kam Spielertrainer Johan Berisha in die Partie.
Die zweite Halbzeit begann wiederum mit viel Einsatz und Engagement. Die Zweikämpfe wurden immer härter und intensiver, was den Spielfluss nicht gerade positiv beeinflusste. Beide Teams wussten, wer das erste Tor erzielen würde, der hätte heute grosse Chancen auf den Sieg. Das zentrale Mittelfeld von Wyler um Alain Münger und Michael Nussbächer war sehr bemüht, das Zepter jetzt endgültig in die Hand zu nehmen. Dies war jedoch sehr schwierig. Auf diesem katastrophalen Platz gab es nach wie vor auf beiden Seiten viele Fehlpässe und man beschränkte sich immer mehr auf lange Bälle in die Spitzen. Dann fiel wie aus heiterem Himmel das 1:0 für den FC Aarberg. Nach einem halbhohen Rückpass auf unseren Torhüter Vadim Bornhauser lupfte er den Ball nach vorne, um klären zu können. Der Ball sprang aber etwas weit nach vorne. Diese Gelegenheit erkannte der gegnerische Angreifer sofort und griff aggressiv an. Er konnte den Ball blocken und düpierte unseren Torhüter mit einem cleveren Heber. Die Führung war überraschend und alles andere als verdient, denn Wyler hatte das Spiel im Griff und gegenüber dem FC Aarberg bis dahin ein Chancenplus. Das Spiel war nun etwas offener und auch Aarberg kam zu einigen Abschlussgelegenheiten.
Unser Captain Manuel Thomet war nun die antreibende Kraft im Spiel der Stadtberner und kam selber zu einer sehr guten Gelegenheit, die aber vom Torhüter von Aarberg zunichte gemacht wurde. Wyler hätte schon längst ein Tor verdient gehabt, aber der Ball wollte einfach nicht rein. Und so kam es wie es kommen musste. Ein Aarberger drang mit viel Schwung in den Strafraum und ging nach einem angeblichen und zweifelhaften Kontakt mit einem Abwehrspieler in Hollywood-Manier zu Boden. Der nicht immer stilsichere Schiedsrichter zeigte zum grossen Entsetzen sofort auf den Elfmeterpunkt. Der Elfmeter wurde souverän verwertet und Aarberg führte nun mit 2:0. Jetzt wussten wir, dass es enorm schwierig werden würde, die Niederlage noch abzuwenden. Aber die junge Wyler-Mannschaft gab nicht auf, denn es waren noch etwa 20 Minuten zu spielen. Mit der Einwechslung von Nino Leuenberger und etwas später mit Mauro Mastrangelo setzte der Trainer Christian Bauer alles auf eine Karte und verstärkte die Offensive. Wyler kam zu weiteren Gelegenheiten den Anschlusstreffer zu erzielen, aber die letzte Präzision, der letzte Pass fehlte heute schlicht und einfach. Darum blieb es bei diesem unglücklichen und unverdienten 2:0.
Durch diese unnötige Niederlage gegen den FC Aarberg bleibt dem FC Wyler leider nur Frust und Enttäuschung über die verpassten Chancen. Nach zwei Spieltagen steht lediglich einen Punkt auf dem Konto, anstatt der möglichen vier oder sogar sechs Punkte. Wichtig ist nun, das Positive mitzunehmen, den Kopf nicht hängen zu lassen und weiterhin konzentriert an sich zu arbeiten. Am 28. August steht das nächste Meisterschaftsspiel auf dem Programm. Der FC Wyler empfängt den FC Prishtina und hofft endlich den ersten Sieg in dieser Saison einfahren zu können. Verdient hätten wir es jedenfalls.
Fenni Junior
Torschütze: Johan Berisha
Es floss der Schweiss, viel Schweiss. Es war heiss und hart, denn in der Vorbereitung schenkte unser Trainer den Spielern nichts. Allen ist klar, dass die hochgesteckten Ziele nur mit einer absoluten Top-Fitness zu erreichen sind. Der FC Wyler konnte zum ersten Mal seit Jahren den Wyler-Cup gewinnen, schied jedoch im Berner Cup in der 1. Runde aus. Man wusste also nicht genau, wo man stehen würde.
Die Mannschaft hat nur einen Abgang zu verzeichnen, denjenigen von Gian-Andrea Berner. Gian-Andrea wird eine neue Herausforderung beim FC Kirchberg annehmen. An dieser Stelle ein grosses Merci an Giännu, der immer vollen Einsatz für unser Team gegeben hat.
Nach einer wochenlangen Vorbereitung ging es am vergangenen Samstag endlich los. Mit der AS Italiana war gleich zu Beginn ein richtiger Brocken zu Gast. Die Italiener hatten letzte Saison nur hauchdünn den Aufstieg in die 2. Liga verpasst und gehören auch in dieser Saison zum Favoritenkreis für den Aufstieg. Das Team von Matteo Galiffa verfügt über ausgezeichnete Einzelspieler und ist, typisch italienisch, taktisch hervorragend geschult. Es war klar, dass nur eine Top-Leistung zu einem Sieg reichen würde.
Für Aussenstehende war nicht gleich von Anfang an klar, in welchem System der FC Wyler antrat. Der Interpretation des Autors zufolge müsste der FC Wyler in einem 3-5-2 System gespielt haben, in welchem sich vor dem Abwehrriegel 2 Defensive Mittelfeldspieler aufhielten. Diese hatten die Aufgabe, die kreative Schaltzentrale der Italiener in Schach zu halten. Dieses Unterfangen gelang vorerst vorzüglich. Italiana fand nicht ins Spiel und beide Teams neutralisierten sich meist im Mittelfeld. Torchancen waren vorerst Fehlanzeige. Einzig vereinzelte Weitschüsse in die 5. Etage fanden den Weg Richtung Tor.
Bei diesem englischen Wetter und bei der ruppigen Gangart war es für beide Mannschaften schwierig, Kombinationen aufzuziehen. Italiana gelang dies nach 20 Minuten aber zunehmend besser. Jedoch fehlte beim letzten Pass die entscheidende Präzision. So dauerte es fast ganze 45 Minuten, ehe dann doch noch ein Tor fiel zum Leid der FC Wyler Fans. Der gegnerische Mittelstürmer wurde rund 25 Meter vor dem Tor flach angespielt, nahm den Ball mit, drehte sich um unseren Verteidiger und stand plötzlich alleine vor unserem Tor. Der ehemalige 2. Liga-Torschützenkönig liess sich eine solche Chance natürlich nicht entgehen und schob eiskalt an unserem herausstürmenden Torwart Vadim Bornhauser vorbei zum 0:1, und das so kurz vor der Pause. Das Wyler Team hatte bis dato ein gutes Spiel gezeigt, jedoch gelang offensiv nicht viel. Da schläft man fast ein auf der Tribüne und plötzlich steht es 0:1.
Nach der Pause spielte nur noch eine Mannschaft, der FC Wyler. Zwar hatte Italiana noch eine gute Kontermöglichkeit und schoss sogar noch ein Tor. Doch dem Kopfballtreffer von Fadi Wilson ging eine klare Abseitsposition voraus. Wyler fand immer besser ins Spiel und Italiana musste uns immer mehr Raum für Angriffe gewähren. In den letzten 30 Minuten schoss der Gegner nicht einmal gefährlich auf unser Tor. Über unsere schnellen Flügel Lustenberger und Flückiger konnte zunehmend Druck entwickelt werden. Jedoch fanden die Flanken nicht den gewünschten Abnehmer. Auch beim FC Wyler fehlte im Angriff die nötige Präzision, sodass die gefährlichsten Angriffe jeweils 30 Meter vor dem gegnerischen Tor verpufften.
Jedoch schien sich die gute Fitness nun so langsam aber sich auszuzahlen. Der Druck nahm stetig zu und so kam es bald zu mehr Strafraumszenen und auch zu der strittigsten Szene des gesamten Spiels. Der Autor der Spielberichte ist kein Fan von Schiedsirchter-Kritik und gibt sich auch immer grösste Mühe, das Spiel objektiv zu bewerten. Diese Szene war jedoch so entscheidend, dass sie hier leider Erwähnung finden muss. Der trickreiche Nino Hitz umkurvte im gegnerischen Strafraum 2 Abwehrspieler, ehe er regelrecht umgesenst wurde und verletzt zu Boden ging. Zum Erstaunen aller Beteiligeten (auch der Gegner staunte nicht schlecht), blieb der Pfiff des Schiedsrichters aber aus. Einen so krassen Fehlentscheid sieht man nicht alle Tage. Diese Tatsache machte den FC Wyler dermassen wütend, dass er diese Wut in positive Energie umsetzte. Hitz und Schläfli hatten weitere gute Chancen. Es spielte jetzt nur noch ein Team.
Diese Bemühungen wurden dann endlich auch belohnt! Der eingewechselte Johan Berisha schoss mit einem Traumtor den verdienten Ausgleich. Eine scharfe flanke des erneut emsigen Lustenbergers verwertete Berisha mit dem linken Vollspann per Drop-Kick ins lange Eck, das man meinen könnte, der Junge hätte mal in der Nationalliga A gespielt ;-).
Wyler steckte nicht auf und kam durch Berisha zu einer erneuten Top Chance. Den wuchtigen Kopfball konnte Italiana-Goalie Del Percio aber mirakulös über die Latte lenken, obwohl dieser noch stark aufgesetzt hatte. Wahrlich eine Super Parade! Einen weiteren Freistoss-Hammer von Marco Binggeli lenkte der gute Torwart zudem an die Latte. So verstrich die Zeit, die Sensation lag aber immer noch in der Luft. Und tatsächlich hatte unsere Wyler-Equipe noch eine ultimative Chance. Eine scharfe Hereingabe von Berisha fand den Fuss des heranstürmenden Schläfli, welcher jedoch im fallen knapp das Gehäuse verfehlte. 10 Sekunden danach war die Partie vorbei: 1:1.
Der FC Wyler hatte sich mit einer couragierten Leistung ein Unentschieden erkämpft, welches sich aber wie eine Niederlage anfühlte. Wyler war die klar bessere Mannschaft über 90 Minuten gesehen, dass wird auch der Gegner so neidlos anerkennen müssen. Jedoch zeigte sich einmal mehr, dass der jungen Mannschaft in gewissen Situationen einfach noch die nötige Routine oder Abgeklärtheit fehlt, um auch mal einen solchen Big Point zu landen. Italiana machte aus 2 Chancen 1 Tor, wir brauchten für dasselbe Ergebnis 5 oder 6 gute Tormöglichkeiten. Dies ist ein kleiner, aber feiner Unterschied, den es zu beheben gilt. Ansonsten wird es in der mit Top-Mannschaften gespickten Gruppe schwierig, vorne mitzuspielen.
Alles in allem kann man auf dieser guten Leistung aber sicherlich aufbauen und das Pech wird uns auch nicht immer an den Füssen kleben bleiben. Weiter so Jungs, im Training wird die Grundlage fürs nächste Spiel gelegt!
An dieser Stelle ein grosses MERCI an alle Zuschauer, die trotz „very british weather“ zahlreich den Weg auf den Wyler gefunden haben. Vor einer solchen Kulisse zu spielen, macht einfach Spass.
Liebe Grüsse, ihr Uli Hoeness.