1. Mannschaft - Saison 2011/2012

oben von links: Timo Schüpbach, Kustrim Pulaj, Michael Fenner, Simon Schenk, Flavio Biribicchi, Marco Binggeli, Stefan Wälti, Daniel Suter, Thomas Schläfli

 

mitte von links: Afrim Pulaj, Alexander Berner, Ugur Sinaci, Ueli Neunschwander, Claudio Stammler, Gian Andrea Berner, Marc Lustenberger, Mauro Mastrangelo, Fabian Zürcher

 

unten von links: Spielerassistenztrainer Johan Berisha, Ardian Berisha, Alain Münger, Flavio Flückiger, Vadim Bornhauser, Masseur Hans-Jörg Blaser, Matthias Hügli, Michael Nussbächer, Luciano Rapicavoli, Fabio Del Percio, Trainer Hans Tschannen

 

Es fehlen: Thierry Frey und Thomas Fasnacht

FC Wyler – SC Münchenbuchsee 4:0 (3:0) vom 6. Juni 2012

 

Torschützen: J. Berisha (2); A. Berisha; Stammler

 

Der FC Wyler Bern konnte am vergangenen Spieltag dank seines 4:2-Auswärtssieges bei Rüti b. Büren und der 0:2-Niederlage von Leader Italiana gegen Lyss den Rückstand auf nur noch einen Punkt verkürzen. Dies sollte im heutigen letzten Heimspiel gegen den SC Münchenbuchsee Ansporn genug sein, alles zu geben und weiterhin an seine Chance zu glauben.

 

Aufstellung: Cavkic; Neuenschwander (69. A. Pulaj), Biribicchi, Stammler, Lustenberger; Del Percio (63. G.A. Berner), Nussbächer, Münger, A. Berisha; Schläfli (79. Suter), J. Berisha

 

Die Stadtberner starteten dominant in die Partie. Bereits nach fünf Minuten kamen die beiden Offensivkräfte A. Berisha und J. Berisha mit ihren Abschlussversuchen dem Führungstreffer sehr nahe. Wyler trat im Stile eines Aufstiegsanwärters auf und kombinierte immer sehenswerter durch die Reihen der defensiv eingestellten Gäste. Nach 22 Minuten köpfte J. Berisha eine wunderbare Hereingabe von Münger an den Innenpfosten. Stammler stand in dieser Situation genau richtig und schob unbedrängt zum verdienten 1:0 ein. Die Begegnung kannte bis zu diesem Zeitpunkt nur eine Richtung. Der FCW powerte weiter, spielte einen schnellen, gefälligen Fussball und setzte den SC Münchenbuchsee permanent unter Druck.

 

In der 26. Minute waren A. Berisha und Schläfli für das 2:0 verantwortlich. Zuerst erkämpfte sich A. Berisha nach energischem Nachsetzen das Leder, Schläfli passte mit perfektem Timing wieder auf A. Berisha, der mit einem Lob dem Torhüter nicht den Hauch einer Chance liess. Das Heimteam agierte weiter voller Spielfreude und kam durch Nussbächer per Lupfer (29.) und J. Berisha per Kopf (32.) zu weiteren erstklassigen Möglichkeiten. Wylers Topskorer J .Berisha war in der 35. Spielminute nach einer starken Spielverlagerung von Nussbächer und der anschliessenden präzisen Flanke von Del Percio mit seiner Direktabnahme im zweiten Anlauf erfolgreich. Die Gäste waren offensiv nahezu inexistent, Wylers unterbeschäftigter Torhüter Cavkic war nach 38 Minuten bei seiner einzigen Aktion der ersten Halbzeit auf seinem Posten. J. Berisha sowie Schläfli verpassten kurz vor der Pause mit ihren Torgelegenheiten eine höhere Führung vor der Halbzeitpause.

 

In der zweiten Hälfte bot das Spielgeschehen eher Magerkost. Wyler wollte nicht und legte den Schongang ein, Münchenbuchsee konnte nicht. Der wie Biribicchi überzeugend agierende Innenverteidiger Stammler verhinderte nach 52 Minuten einen Gegentreffer vor der Torlinie. Schläfli spitzelte nach einem langen Ball ins Sturmzentrum das Runde nur knapp neben das Gehäuse. Die Partie plätscherte immer mehr dahin und es waren kaum mehr Strafraumszenen zu vermelden. Spielertrainer J. Berisha buchte in der 88. Minute nach einer schönen Bogenflanke des eingewechselten G.A. Berner per Kopf noch seinen 23. Saisontreffer und sorgte damit für das 4:0-Endergebnis.

 

In einer einseitigen Begegnung siegt der FC Wyler mühelos und hochverdient mit 4:0. Da AS Italiana sein Spiel ebenfalls gewonnen hat (3:2 in Länggasse), beträgt der Rückstand vor dem alles entscheidenden letzten Spieltag nach wie vor einen Punkt. Somit kommt es nächsten Sonntag, dem 10. Juni 2012 um 10:15 Uhr zum Showdown im Kampf um den 1. Platz der Gruppe 4, dem Fernduell zwischen Wyler (auswärts gegen Schüpfen) und Italiana (zuhause gegen Weissenstein). Wir glauben bis zur letzten Sekunde daran! Allez Wyler!

 

Fenni Jr.

FC Wyler – FC Büren a.A. 1:6 (Berner Cup) vom 20. Mai 2012

 

Torschütze: Biribicchi

 

Die Affiche vor dem Viertelfinal-Cupknaller kribbelte die Spieler des FC Wyler Bern. Die Stadtberner waren nur noch zwei Siege von der Qualifikation für den Schweizer Cup 2012/13 und dem möglichen Traumlos BSC Young Boys entfernt. Mit dem 2. Ligisten FC Büren a. A. stand dem FCW aber ein starker Kontrahent gegenüber. Wyler musste jedoch überhaupt keine Angst haben, denn der 3. Liga-Spitzenklub hatte ja bekanntlich bereits zwei 2. Ligisten auf dem Weg zum Viertelfinal ausgeschaltet (1. Runde Allmendingen 3:1, 5. Runde FC Kirchberg 4:1). Die Ausgangslage vor dem Cupspiel war deshalb an Spannung kaum zu überbieten.

 

Aufstellung: Ismailji; A. Pulaj (46. Schläfli), Biribicchi, Stammler, Neuenschwander; Rapicavoli (68. Suter), Nussbächer, Münger, Lustenberger (64. Del Percio); J. Berisha, A. Berisha

 

Die beiden Teams schenkten sich von Beginn weg nichts. Die Gäste aus Büren setzten den FC Wyler gleich mit aggressivem Pressing unter Druck. Man merkte sofort, dass der 2. Ligist nicht per Zufall im Spitzenquartett der Gruppe 1 figuriert. Sechs Minuten waren gespielt, als ein schnörkelloser Angriff über die rechte Seite Wylers Defensive überlisten konnte. Die weiche Flanke auf Höhe des Elfmeterpunktes wurde direkt zum frühen 0:1 verwertet. Die Partie offenbarte sich weiterhin als temporeich und intensiv. Die Stadtberner kamen dabei von Minute zu Minute besser ins Spiel und bereitete dem FC Büren a. A. mehr Mühe als ihm wahrscheinlich lieb war. Neuenschwander hatte in der 20. Minute den Ausgleich auf dem Fuss. Eine sehenswerte Kombination durch Wylers Reihen passte Nussbächer quer auf Routinier Neuenschwander, der jedoch den stark reagierenden Rückhalt der Gäste aus aussichtsreicher Position nicht überwinden konnte.

 

Je länger die erste Halbzeit dauerte, desto weniger sah man den Klassenunterschied. Der Tabellenvierte der 2. Liga regional verhielt sich aber bisher etwas cleverer als der FCW. Goalie Ismailji war in der 30. Minute nach einem Pass in die Tiefe hellwach und parierte einen gefährlichen Abschlussversuch. Der FC Wyler war nun langsam auch im offensiven Bereich präsenter. Dies wurde nach 37 Minuten mit dem verdienten 1:1 belohnt. Ein unglaublicher Einwurf von Lustenberger in Bürens Strafraum gelangte auf Umwegen zu Wylers Abwehrturm Biribicchi, der den Ball aus wenigen Metern über die Linie drückte. Was sich in den Minuten nach dem Ausgleichstreffer ereignete, band den Wyler vorentscheidend zurück. Innerhalb von drei (!) Minuten profitierten die Gäste von teilweise unerklärlichen Fehlern, welche den Gästen die Tore vom 1:2 bis 1:4 brachten. Ein trockener Weitschuss aus zentraler Position über Torhüter Ismailji (39.), ein Sololauf über die rechte Seite mit anschliessendem Querpass in die Mitte (40.) und ein hoher, langer Ball in Richtung Wyler-Torwart (42.) ebneten dem FC Büren a. A. eine eher schmeichelhafte Ausgangslage zur Halbzeit.

 

Auch wenn ein Drei-Tore-Rückstand ohne Zweifel in einer Halbzeit wettzumachen sind, standen die Chancen auf den Einzug in den Halbfinal des Berner Cups schlecht. Spätestens nachdem der 2. Ligist nach 52 Minuten einen Ballverlust eiskalt ausnutzen und mit einem abgefälschten Flachschuss das 1:5 erzielen konnte, war diese Cup-Begegnung zugunsten der Gäste entschieden. Für die sichtlich angeschlagenen Stadtberner ging es daher eine halbe Stunde vor Spielende nur noch um Schadensbegrenzung. Münger hatte eine gute Abschlussmöglichkeit nach einem schnellen Vorstoss (65.). Büren sorgte nachdem sie in der Schlussviertelstunde bereits zwei Grosschancen vergeigten, in der 88. Spielminute für das eindeutig zu hohe 1:6-Endergebnis.

 

Für den FC Wyler lautet der Viertelfinal des Berner Cup 2011/12 Endstation. Gegen einen spielstarken und effizienten FC Büren a. A. gaben vor allem individuelle Fehler im Defensivverhalten sowie eine mangelnde Durchschlagskraft in der Offensive den Ausschlag für die schmerzhafte Cup-Niederlage. Phasenweise, vor allem in der ersten Halbzeit, war der FCW mit dem 2. Ligisten mindestens auf Augenhöhe, wusste jedoch keinen Profit daraus zu schlagen. Der FC Wyler kann auf eine schöne und erfolgreiche Cupreise zurückblicken, indem die Stadtberner bewiesen haben, welches Potential in ihnen steckt. Nun gilt es sich wieder voll auf den Endspurt in der Meisterschaft zu konzentrieren, wo man nach wie vor intakte Chancen auf den ersten Platz bzw. die Aufstiegsplayoffs für die 2. Liga hat. Am drittletzten Spieltag, nächsten Sonntagmorgen um 10:00 Uhr, ist der FCW beim SC Rüti b. Büren zu Gast.

 

Fenni Jr.

FC Wyler – SC Jegenstorf 6:2 (2:1) vom 26. Mai 2012

 

Torschützen: A. Berisha (3); J. Berisha (2); Schläfli

 

Eine Woche nach dem problemlosen 5:0-Heimerfolg ü¼ber Weissenstein fand an gleicher Stätte das nächste Heimspiel gegen den abstiegsbedrohten SC Jegenstorf auf dem Programm. Im Hinspiel siegten die Stadtberner mit viel Mühe dank zwei späten Rapicavoli-Toren mit 3:2. Zu unterschätzen war der Gegner deshalb auf keinen Fall. Drei Punkte mussten an diesem warmen Samstagsabend aber ohne Wenn und Aber eingefahren werden.

 

Aufstellung: Ismailji; A. Pulaj (60. Biribicchi), G.A. Berner, Stammler, Neuenschwander; A. Berisha, Nussbächer, Münger, Lustenberger (16. Schläfli); Suter (75. Rapicavoli), J. Berisha

 

25 Sekunden nach dem Anpfiff lag der Ball schon im Netz. Nussbächer bediente mit einem starken steilen Zuspiel den pfeilschnellen A. Berisha, der das Runde mühelos zum 1:0 einschob. Jegenstorf war wenig beeindruckt und kam nur sechs Minuten später durch eine feine Einzelleistung zu einer guten Möglichkeit. Nach Wylers Blitzstart offenbarte sich das Spiel als wenig kreativ und spielerisch hochklassig. Umkämpfte Zweikämpfe im Mittelfeld prägten die Partie hauptsächlich. Für Lustenberger war die Begegnung nach einem schmerzhaften Ellbogenschlag an den Kopf zu Beginn bereits nach 16 Minuten vorbei. Schläfli ersetzte ihn auf der Flügelposition.

 

In der bisher durchschnittlichen Partie sorgte A. Berisha in der 26. Minute mit seinem 2:0 für einen Höhepunkt. Spielmacher Münger setzte mit einem traumhaften Heber in den Strafraum A. Berisha mustergültig ein, der aus vollem Lauf mit einem technisch perfekten Schuss einnetzen konnte. Es machte den Anschein, als sich das Heimteam nach diesenm Treffer etwas zu sicher fühlte. Wyler gewährte dem SC Jegenstorf in der 30. Minute zu viele Freiheiten und wurde prompt bestraft. Ein haltbarer Flachschuss liess Ismailji passieren: 2:1. Drei Minuten nach dem Anschlusstreffer der Gäste ebnete sich für Suter eine erstklassige Gelegenheit zum 3:1. Nach einer schönen Flanke von J. Berisha köpfte Suter aus vielversprechender Position übers Tor. Bis zur Pause passierte nicht mehr viel und so blieb es bei der 2:1-Führung des FCW.

 

In der zweiten Halbzeit war noch nicht lange gespielt, als der auffällige A. Berisha nach einer Kopfvorlage von J. Berisha mit einem satten Linksschuss den Gästetorwart prüfte. Kurz darauf wurde die starke Vorstellung des jungen Offensivakteurs mit seinem dritten Tor belohnt. Er konnte sich dabei bei Nussbächer bedanken, der dem technisch versierten Spieler mit einem feinen Zuspiel in die Spitze den Treffer zum 3:1 ermöglichte. A. Berisha liess sich nicht zweimal bitten und schob aus 15 Metern problemlos ein (52.). Der FCW machte nach dieser erneuten Zwei-Tore-Führung zu wenig, was der bisher gut mitspielende SC Jegenstorf erneut ausnutzen konnte. Ein kurz zuvor eingewechselter Spieler der Gäste traf aus rund 25 Metern mit einem perfekten Weitschuss unhaltbar ins Eckige (56.). Das Spiel gestaltete sich weiter eher bescheiden und die bekannte Spielkunst des Heimteams suchte man vergebens. Wyler operierte vermehrt mit langen, hohen Bällen, fast immer erfolglos. Der SC Jegenstorf witterte seine Chance, konnte sich aber spielerisch kaum in Szene setzen.

 

In der Schlussphase der Partie wussten sich die Stadtberner jedoch zu steigern und erzielten in der 77. Minute durch Schläfli das vorentscheidende 4:2. J. Berisha bediente den im Zentrum stehenden Schläfli mit einer hervorragenden Flanke, welche er sehenswert direkt abschloss. Vorausgegangen war dem Treffer ein überragender Vorstoss und der schnell ausgeführte Einwurf des Hattrick-Torschützen A. Berisha. J. Berisha war für den Schlusspunkt verantwortlich. Rapicavoli hebelte zweimal mit einem Pass in den freien Raum die Verteidigung aus. J. Berisha war jeweils ein dankbarer Abnehmer und erzielte in der 88. sowie 89. Minute mit zwei überlegten Abschlüssen noch das 5:2 und 6:2.

 

Der FCW siegt in einer bescheidenen Begegnung gegen den SC Jegenstorf (zu) hoch mit 6:2. Der Stadtberner Fussballklub fand zwar nie richtig zu seinen fussballerischen Stärken, spielte jedoch im offensiven Bereich wiederholt sehr effizient und kaltblütig. Wyler weist drei Spieltage vor Schluss unverändert vier Punkte Rückstand auf Leader AS Italiana (2:0 gegen FK Sloga) auf. Am kommenden Sonntagmorgen um 10:00 Uhr tritt der Zweitplatzierte beim SC Rüti b. Büren an.

 

Fenni Jr.

FC Wyler – FC Weissenstein 5:0 (1:0) vom 19. Mai 2012

 

Torschützen: J. Berisha (2); Suter (3)

 

Der FC Wyler Bern konnte durch den souveränen 3:0-Auswärtssieg gegen den FC Länggasse am vergangenen Sonntag den Rückstand auf AS Italiana auf vier Punkte schmelzen. Der Verein aus dem Berner Nordquartier war im Heimspiel gegen den FC Weissenstein der klare Favorit, obwohl Wyler in der Vorrunde die höchste Saisonniederlage einstecken musste und gleich mit 2:5 verloren hatte. Bei perfekten Fussballbedingungen am frühen Samstagabend wollte der FCW einen diskussionslosen Sieg realisieren und weiter Druck auf Italiana ausüben.

 

Aufstellung: Cavkic; A. Pulaj, Biribicchi, Stammler, Neuenschwander; A. Berisha (85. Del Percio), Nussbächer, Münger, Lustenberger (78. G.A. Berner); Suter (78. Rapicavoli), J. Berisha

 

Die Gäste aus Weissenstein starteten eher überraschend sehr engagiert und aggressiv ins Spiel. Wyler verhielt sich noch zurückhaltend und überliess seinem Widersacher einige Freiheiten. Folgen blieben jedoch aus. Spätestens aber nach dem Führungstreffer der Hausherren in der 9. Spielminute waren die Kräfteverhältnisse wieder nach dem Gusto des FCW zurechtgelegt. Der formstarke J. Berisha bediente am linken Flügel mit einer wunderbaren Flanke den im Zentrum freistehenden Suter. Wylers Nummer 16 düpierte mit einem sehenswerten und platzierten Kopfball aus rund 10 Metern den machtlosen Torhüter. Die Gastgeber waren jetzt die spielbestimmende Mannschaft auf dem Feld. Der FCW riss die Partie mit einer aggressiven Spielweise allmählich an sich. Suter köpfte nach einem schönen Corner von Münger nur sehr knapp neben das Tor (14.). Beide Mannschaften machten in der Folge wenig für das Spiel. Wyler agierte phasenweise etwas lässig und kaum mit Überzeugung. Zahlreiche Fehlpässe auf beiden Seiten prägten die Partie bis zum Halbzeitpfiff. Damit ging eine durchschnittliche und ereignisarme erste Halbzeit mit einem knappen 1:0 für das Heimteam zu Ende.

 

Wenige Sekunden nach Wiederanpfiff offenbarte sich für Wyler eine hervorragende Gelegenheit zum beruhigenden 2:0. Lustenberger brach mit einem energischen Vorstoss auf der linken Seite durch. Seine halbhohe Hereingabe brachte A. Berisha aus wenigen Metern aber nicht im Netz unter. In der 60. Minute war es jedoch soweit. J. Berisha setzte den pfeilschnellen A. Berisha steil ein. Der 19-jährige Flügelspieler überlief ohne grosse Mühe mehrere Gegenspieler und passte mit einer starken Flanke in den Strafraum, wo Suter genau richtig stand (60.). Nur fünf Minuten später markierte Suter seinen dritten Treffer. Der bullige Stürmer schob nach einer mustergültigen Vorlage von J. Berisha aus 12 Metern problemlos zum 3:0 ein (65.). Hattrick-Schütze Suter verpasste in der 68. Minute nach einem hohen Zuspiel von Lustenberger alleine vor dem nicht beneidenswerten Gästekeeper eine höhere Führung.

 

Der FC Weissenstein war je länger das Spiel dauerte zu einer Statistenrolle verkommen. Gegen die androhende Niederlage war keine grosse Gegenwehr mehr zu erkennen. Nach 69 Minuten zog der routinierte Neuenschwander auf der linken Angriffsseite schön in den Strafraum. Sein Rückpass bugsierte A. Berisha aber an den Pfosten. Nach dieser sehenswerten Offensivaktion vom 30-jährigen Neuenschwander sorgte ein Weissenstein-Spieler für einen Lacher: „Der ist doch 50 Jahre alt“ brüllte er. Der sichtlich frustrierte Spieler von Weissenstein hätte sich wohl besser auf seine eigene fussballerische Leistung konzentriert. Lustenberger hatte in der 76. Minute nach einem Pass von J. Berisha eine weitere Möglichkeit zum Ausbau der Führung. Sechs Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit sorgte J. Berisha für das 4:0. Der ehemalige Profifussballer umspielte nach einem Pass von Neuenschwander den Torhüter und drückte den Ball locker über die Linie. Kurze Zeit später scheiterte der kurz zuvor eingewechselte Del Percio alleinstehend vor dem Gästetorwart. J. Berisha erzielte in der 90. Spielminute aus halbrechter Position mit platzierten Schuss überlegt das 5:0 und somit den letzten Treffer.

 

Die Stadtberner aus Wyler fahren gegen Weissenstein den geforderten Pflichtsieg ein. Dem FCW gelingt damit die Revanche für die schmerzhafte 2:5-Pleite aus der Vorrunde. Der Aufstiegskampf bleibt weiterhin spannend und offen. Vier Spieltage vor Schluss weist Leader AS Italiana (6:0 gegen Zollikofen) nach wie vor einen 4-Punkte-Vorsprung gegenüber Wyler auf. Nächsten Samstag empfängt der FC Wyler den SC Jegenstorf. Hopp Wyler!

 

Fenni Jr.

FC Länggasse – FC Wyler 0:3 (0:3) vom 13. Mai 2012

 

Torschützen: J. Berisha; Suter; Binggeli

 

Der FC Wyler Bern warf am Donnerstag in der 5. Runde des Berner Cups den 2. Ligisten FC Kirchberg (4:1) aus dem Wettbewerb und konnte daher heute beim FC Länggasse mit breiter Brust antreten. Die Erinnerungen aus der Vorrunde sind jedoch alles andere als positiv. Der FCW unterlag im September 2011 dem damals Tabellenletzten FC Länggasse völlig überraschend mit 1:2. Selbstverständlich hatte Wyler deshalb eine offene Rechnung zu begleichen. Das kleine Spielfeld befand sich in einem guten Zustand und versprach ein spannendes Stadtberner Derby.

 

Aufstellung:

Ismailji; A. Berner (9. Stammler), Biribicchi, Neuenschwander, Binggeli; Schläfli (69. A. Berisha), Nussbächer, Münger, G.A. Berner; J. Berisha, Suter (69. Rapicavoli)

 

Beide Mannschaften starteten sehr engagiert in die Begegnung. Die Tücken des kurzen Fussballfeldes machten sich schnell bemerkbar. Man kam jeweils nach wenigen Pässen schon vor das gegnerische Tor. Der FC Länggasse besass zu Beginn leichte Vorteile und war in den Zweikämpfen bissiger, ohne sich jedoch eine echte Torgelegenheit erspielen zu können. In der 9. Minute ein erster Schock für die Gäste aus Wyler: Der seit Wochen bärenstark agierende A. Berner musste aufgrund einer Oberschenkelverletzung ausgewechselt werden. Stammler, mit den schönsten 10 Meilen der Welt in den Beinen, ersetzte ihn. Torchancen blieben auch weiterhin Mangelware. Ein sehenswerter Schlenzer der Hausherren verpasste das Gehäuse in der 25. Minute nur knapp. Wylers Nummer 15 Schläfli bediente J. Berisha in der 29. Minute mit einer hervorragenden Diagonalflanke ins Sturmzentrum. Nach dessen perfekter Ballmitnahme schob FCW’s Torjäger aus 12 Metern souverän zum 0:1 ein.

 

Der Tabellenzweite war nun richtig in der Partie angekommen und steigerte sich beinahe im Minutentakt. Vier Minuten nach dem Führungstreffer vergab Schläfli nach einer starken Spielverlagerung von J. Berisha aus aussichtsreicher Position eine Grosschance. In der 34. Minute versuchte es Nussbächer mit einem schönen Flachschuss aus rund 20 Metern. Wyler war weiterhin die tonangebende Mannschaft und baute nach 39 Minuten seine Führung aus. Nach einem langen Abstoss von Binggeli war der FCW hellwach. Nussbächer reagierte am schnellsten und setzte Schläfli mit einem Steilpass ein. Der Flügelspieler passte direkt quer vor das gegnerische Tor. Suter stand dort genau richtig und netzte mit dem „Spitzgagu“ zum 0:2 ein. Wyler blieb hartnäckig und konnte in der 42. Spielminute sogar noch auf 0:3 erhöhen. Ein Münger-Eckstoss auf den zweiten Pfosten köpfte Binggeli aus kurzer Distanz ein. Halbzeitstand 0:3.

 

Die zweite Spielhälfte begann mit einer Möglichkeit für den FC Wyler. Nach einem schönen Angriff über die rechte Seite flankte J. Berisha auf den freistehenden G.A. Berner. Seine Direktabnahme parierte der Torwart in extremis. Die defensiv solide und diskussionslose Leistung des FCW machte dem FC Langgasse je länger die Partie dauerte, immer mehr zu schaffen. Die Gaste standen einem 0:4 naher als das Heimteam einem Anschlusstreffer. J. Berisha scheiterte mit seinem Abschluss aus etwa 16 Metern nach einem flachen Corner (61.). Gut 20 Minuten vor Spielende vollzog Wyler seine beiden letzten Einwechslungen. A. Berisha und Rapicavoli kamen für den Torschü¼tzen Suter und zweifachen Assistgeber Schläfli ins Spiel. Die Begegnung wurde emotionaler und gehässiger. Der FC Länggasse versuchte sein Glück vermehrt mit (zu) hart geführten Zweikämpfen, weil sie spielerisch keine entscheidenden Akzente setzen konnten. Der FCW verwaltete die 3:0-Führung souverän und liess bis zum Schluss nichts mehr zu. Damit blieb es beim wichtigen 3:0-Auswärtssieg für den FC Wyler.

 

Der 12. Sieg im 17. Meisterschaftsspiel ist Tatsache. Der FC Wyler Bern siegt gegen einen eher enttäuschenden FC Länggasse souverän und verdient mit 3:0 und verkürzt den Rückstand auf AS Italiana wieder auf drei Punkte. Den Grundstein für den Sieg legte eine abgeklärte Defensivleistung sowie eine effiziente Offensivabteilung des FCW. Nächster Gegner ist am kommenden Samstag (17.00 Uhr, Sportplatz Wyler) der FC Weissenstein, gegen den man ebenfalls noch eine Rechnung aus der Vorrunde offen hat.

 

Fenni Jr.

FC Wyler – FC Kirchberg (Cup) 4:2 (0:0) vom 10. Mai 2012

 

Letzten Samstag musste der ambitionierte FC Wyler Bern in der Meisterschaft gegen den SV Lyss eine harte Niederlage einstecken und wurde im Aufstiegskampf etwas zurückgebunden. Da kam am Donnerstagabend die 5. Runde des Berner Cups gerade zum richtigen Zeitpunkt, um so schnell wie möglich eine Reaktion zeigen zu können. Die Stadtberner empfingen den 2. Ligisten FC Kirchberg.

 

Das Spiel begann intensiv. Man merkte sofort, dass beide Mannschaften unbedingt in die nächste Cuprunde einziehen wollten. Der Underdog Wyler machte seine Sache aber sehr gut und liess dem Vertreter aus der 2. Liga regional mit einer konzentrierten und engagierten kaum Freiheiten. Nur vereinzelt kam Kirchberg gefährlich vors Tor der Gastgeber. Wyler seinerseits konnte sich offensiv noch nicht wie gewünscht in Szene setzen und kam vor allem bei Standards zu Gelegenheiten. Damit gingen die beiden Teams nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit mit dem 0:0 in die Pause.

 

Die zweite Halbzeit sollte sich offensiv als wesentlich spannender erweisen. Die Partie ging zuerst im ähnlichen Stil weiter. In der 50. Minute änderte sich jedoch die Ausgangslage. Ein hoher Ball in Wylers Strafraum ermöglichte dem FC Kirchberg nach einem individuellen Fehler das eher schmeichelhafte 0:1.

 

Der FC Wyler antwortete prompt und glich fünf Minuten später durch Spielertrainer J. Berisha zum 1:1 aus. Eine perfekte Diagonalflanke von A. Berner nahm J. Berisha schön mit der Brust mit und traf mit einem satten Linksschuss ins Netz. Die Stadtberner, sichtlich befreit nach diesem Treffer, waren nun natürlich im Aufwind. Die Partie gestaltete sich nach diesen beiden Toren aber wieder umkämpft und ausgeglichen. Kein Team konnte sich entscheidende Vorteile verschaffen - bis zur 80. Minute: Ein schneller Vorstoss des FCW über die rechte Seite wurde mit Erfolg abgeschlossen. G.A. Berner bediente dabei mit einer präzisen Flanke von der Grundlinie J. Berisha, der aus rund sieben Metern einköpfen konnte. Neuer Spielstand 2:1!

 

Der Bann schien jetzt gebrochen zu sein. Kirchberg hatte keine Antwort auf diesen Rückstand. Wyler powerte weiter und sorgte in der 85. Spielminute mit Binggeli für die Entscheidung. Ein Eckstoss des FCW wurde ungenügend geklärt und ebnete dem formstarken Aussenverteidiger Binggeli eine Schussgelegenheit aus rund 18 Metern, welche er mit gefühlten 120 Sachen in die Maschen hämmerte. Für das i-Tüpfelchen war nur eine Minute der junge A. Berisha zuständig. Der womöglich schnellste Spieler der 3. Liga netzte das Runde nach einem überragenden Sololauf unhaltbar zum 4:1-Schlussstand ein.

 

Der FC Wyler wirft nach Allmendingen mit dem FC Kirchberg den nächsten Vertreter aus der 2. Liga regional aus dem Pokalwettbewerb und steht nun im Viertelfinale des Berner Cups. Den Unterschied in einer ausgeglichenen Partie machte letztendlich die offensive individuelle Klasse des FCW aus. Wyler tankt durch diesen prestigeträchtigen Cuperfolg für das nächste schwierige Meisterschaftsspiel beim FC Länggasse Selbstvertrauen.

 

Fenni Jr.

FC Wyler – SV Lyss 0:1 (0:1) vom 4.5.2012

 

Der FC Wyler Bern stand vor der wegweisenden englischen Woche: Die schwierigen Meisterschaftsspiele gegen den spielstarken SV Lyss und im Stadtberner Derby beim unbequemen FC Länggasse sowie dazwischen die 5. Runde des Berner Cups gegen 2. Ligist FC Kirchberg versprachen guten Fussball und viel Spannung. Wyler wollte seine aktuell starke Form zunächst gegen den SV Lyss mit einem positiven Ergebnis, sprich einem Heimsieg, bestätigen und so eine erfolgreiche Woche einläuten. Dass es gegen die Seeländer an diesem angenehmen Samstagabend nicht einfach werden sollte, war allen Beteiligten klar. Ein Rückblick in die Vorrunde zeigt, dass Wyler damals in einem hochklassigen Spiel nach einer 2:0-Führung zur Pause leichtfertig noch zwei Punkte verspielte. Mit drei Punkten konnten die Stadtberner alles vergessen machen.

 

Aufstellung: Hügli; A. Berner, Neuenschwander, Binggeli; A. Berisha, Stammler (75. Schläfli), Münger, Nussbächer, Rapicavoli (46. Lustenberger); J. Berisha, Suter (46. A. Pulaj)

 

Der im Vorfeld für technisch beschlagen gehandelte SV Lyss legte druckvoll los und liess dem FC Wyler wenig Freiheiten. Die Gastgeber verhielten sich in der Startphase noch eher zurückhaltend und waren von der aggressiven Gangart des Tabellendritten etwas überrascht. Die Lysser kam dann auch in der 7. Minute zum ersten Abschluss. Eine Antwort liess jedoch nicht lange auf sich warten. Ein präziser langer Ball aus Wylers Verteidigung konnte Mittelfeldantreiber Nussbächer schön mitnehmen. Sein Schuss war zu ungenau (10.). Wyler riss das Spiel mehr und mehr an sich, ohne sich aber nennenswerte Tormöglichkeiten erspielen zu können. Der SV Lyss versteckte sich in der Folge nicht und kam nach 18 Minuten nach einem schnellen Angriff zum 0:1. Ein Lyss-Stürmer schob nach sehenswertem Zusammenspiel aus wenigen Metern überlegt ein. Das Heimteam wirkte von diesem Gegentreffer geschockt. Es schlichen sich einige Fehlpässe und Unkonzentriertheiten ein.

 

Der beste Torschütze in Wylers Reihen J. Berisha versuchte in der 25. Minute das Spiel wieder auszugleichen. Sein Abschluss war aber zu ungenau. Drei Minuten später war es der pfeilschnelle A. Berisha, der mit einer feinen Einzelleistung mehrere Gegenspieler vernaschte und aus halbrechter Position abschloss. Der Gästekeeper war auf der Hut. Der Tabellendritte SV Lyss hätte nach 32 Minuten beinahe die Führung ausgebaut. Ein Stürmer verpasste das Tor aus rund 15 Metern.

 

Der FC Wyler versuchte sein Glück nun immer mehr mit langen, hohen Bällen in die Sturmspitzen, zu oft ohne Erfolg. Stammler fasste sich kurz vor Halbzeitende ein Herz und zog aus 25 Metern trocken ab. Der Lyss-Goalie war wiederholt hellwach (44.).

 

Wyler musste in der zweiten Halbzeit nun eine Reaktion zeigen, wollte man die Wende noch realisieren. Zu Beginn der zweiten Halbzeit vollzog das Trainergespann Housi Tschannen und Johan Berisha deshalb zwei Wechsel. Lustenberger und A. Pulaj ersetzten Rapicavoli und Suter. Lyss kam jedoch zur ersten nennenswerten Möglichkeit nach dem Seitenwechsel. Ein schnell vorgetragener Angriff der Gäste vereitelte der wenig beschäftigte Hügli reaktionsstark (52.). Auf Seiten der Stadtberner dauerte es eine Weile bis auch sie wieder offensiv für Aufmerksamkeit sorgen konnten. Ein zentraler langer Ball auf A. Berisha ebnete dem Stürmertalent eine hervorragende Gelegenheit. A. Berisha verpasste aber gleich zweimal aus vielversprechender Position. Das Spiel

präsentierte sich jetzt etwas zerfahren, viele kleine Fouls hemmten den Spielfluss.

 

Lyss blieb weiterhin sehr hartnäckig und agierte in der Defensive diskussionslos. Kurz vor Anbruch der Schlussviertelstunde verhinderte Wylers Torhüter Hügli durch sein kluges Herauskommen eine grosse Chance des Tabellendritten. Mit dem letzten Wechsel Schläfli für Stammler setzte Wyler in der 75. Minute nun alles auf eine Karte. Lustenberger hatte in der 79. Minute die bisher beste Ausgleichsgelegenheit. Der wirblige Flügelspieler scheiterte mit einem technisch perfekten Vollspannschuss aus 25 Metern am hervorragend reagierenden Torhüter, der den Ball im letzten Moment über die Querlatte lenken konnte. Wyler drängte nun Lyss immer mehr in die eigene Hälfte. A. Berisha traf den Ball nach einer schönen Kopfballvorlage von Sturmpartner J. Berisha aus 10 Metern nicht wunschgemäss (84.). Die letzte gute Möglichkeit hatte Wyler mit einer raffinierten Freistossvariante in der 90. Spielminute. Zu mehr sollte es aber für den FC Wyler Bern am heutigen Tag nicht reichen, und so blieb es beim 0:1.

 

Der FC Wyler geht nach vier Siegen in Serie das erste Mal im Jahr 2012 als Verlierer vom Platz. Damit beziehen die Stadtberner ein harter Rückschlag im Aufstiegskampf. Wyler liegt nun sechs Punkte hinter Tabellenführer AS Italiana. Die Gastgeber agierten zu wenig entschlossen und dominant, was aber auch am gut organisierten und clever spielenden SV Lyss lag. Bereits am Donnerstag um 20.00 Uhr auf dem Sportplatz Wyler gibt es die Gelegenheit für eine Reaktion. Der FC Wyler trifft in der 5. Runde des Berner Cups auf den 2. Ligisten FC Kirchberg, bevor es am kommenden Sonntag um 10.15 Uhr zum FC Länggasse geht. Kopf hoch Jungs, hopp Wyler!

 

Fenni Jr.

Sloga – FC Wyler 1:5 (0:1) vom 29.04.2012

 

Torschützen: J. Berisha; Rapicavoli; Nussbächer; Suter; Schläfli

 

Drei Spiele, neun Punkte und ein Torverhältnis von 15:0: das ist die eindrückliche Bilanz des FC Wyler Bern in der noch jungen Rückrunde. Die Stadtberner traten daher in Biel beim Drittplatzierten FK Sloga mit viel Selbstvertrauen an. Zudem büsste Leader AS Italiana am Vortag gegen den FC Schüpfen (1:1) zwei Punkte ein. Mit einem Auswärtssieg konnte Wyler also bis auf drei Zähler herankommen. Der FCW musste gegen Sloga mit Biribicchi, Stammler, A. Pulaj und Bornhauser auf vier wichtige Spieler verzichten. Das kleine, enge Spielfeld präsentierte sich in einem denkwürdigen Zustand. Das Ziel war aber klar gesteckt: Drei Punkte mussten her, egal wie.

 

Aufstellung: Ismailji; A. Berner, Neuenschwander, Binggeli; A. Berisha, G.A. Berner, Münger, Nussbächer (85. Schenk), Lustenberger (32. Rapicavoli); J. Berisha, Suter (80. Schläfli)

 

Der FK Sloga wollte den Stadtbernern heute ein Bein stellen und sich für 1:7-Niederlage in der Vorrunde revanchieren. Bereits nach knapp einer Minute kamen die Gäste zur ersten Gelegenheit. In der 4. Minute wurde es nach einem scharf getretenen Freistoss von Münger auf den zweiten Pfosten auch auf der Gegenseite zum ersten Mal gefährlich. Die schwierigen Verhältnisse liessen in der Folge einen geordneten Spielaufbau kaum zu. Ein Sloga-Stürmer entwischte in der 18. Spielminute nach einem langen Ball in die Spitze und verzog nur knapp. Kurz darauf war es J. Berisha, der eine Verlängerung von Suter per Kopf nicht im Tor unterbringen konnte (19.).

 

Nach einem brutalen Foul eines Sloga-Spielers an A. Berisha kamen nach gut 25 Minuten erstmals Emotionen und Gehässigkeiten auf. Das hätte Rot sein können (müssen). In der 32. Minute musste Flügelspieler Lustenberger verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Für ihn kam der routinierte Rapicavoli in die Partie. Das Spiel gestaltete sich nach wie vor sehr umkämpft. Kein Team konnte sich bisher entscheidende Vorteile verschaffen. Es lief bereits die 45. Minute als Mittelfeldakteur G.A. Berner in der eigenen Hälfte den Ball eroberte und sehenswert mit einem feinen Pass einen Konter einleiten konnte. J. Berisha nutzte seine Freiheiten aus und konnte im Strafraum nur mit einem Foul gestoppt werden. J. Berisha liess sich nicht zweimal bitten und erzielte kurz vor Halbzeitende souverän seinen 13. Saisontreffer.

 

Nach dem Seitenwechsel kamen die Gäste immer besser in die Partie und hatten das Spielgeschehen im Griff. Rapicavoli hatte die erste nennenswerte Chance. Wyler’s Nummer 7 setzte sich an der Grundlinie nach einer Vorlage von J. Berisha schön durch und scheiterte aus spitzem Winkel am Torhüter (54.). Suter bewies in der 57. Minute seinen Torriecher und köpfte einen weichen Eckball von Münger auf den zweiten Pfosten verdient zum 0:2 ein. Wyler dominierte nun das Spiel und erhöhte nach 66 Minuten sogar zum 0:3. Ein langer Einwurf in den Sloga-Sechszehner gelangte nach Nussbächer‘s Kopfballversuch mit etwas Glück zu Rapicavoli, der den Ball aus wenigen Metern über die Linie drückte. Nur drei Minuten nach der vermeintlichen Vorentscheidung kam wieder Spannung in die Partie. Sloga verkürzte nach einer kleinen Nachlässigkeit der Gäste zum 1:3. Das Heimteam hatte gegen die sehr gut organisierte Wylerdefensive bis zu diesem Zeitpunkt in der zweiten Halbzeit keine einzige nennenswerte Offensivaktion.

 

Die Gastgeber sahen nun wieder ihre Chance und waren im Aufwind, ohne sich aber grossen Tormöglichkeiten zu erspielen. Die Hereingabe von Rapicavoli hätte in der 81 .Minute beinahe die Entscheidung herbeigeführt. Wyler musste sich aber noch bis zur nächsten Aktion gedulden. Nussbächer profitierte von einem Ausflug des Sloga-Goalies und versenkte das Runde aus rund 30 Metern ins verlassene Tor (84.). Nach einem Konter verpasste A. Berisha in der 88. Minute ein weiteres Tor. Der eingewechselte Schläfli sorgte in der 90. Minute mit dem 1:5 für den Schlusspunkt. J. Berisha vernaschte zuerst mehrere Spieler, passte mustergültig vors Tor, wo Schläfli elegant den Torhüter austrickste und cool einschob. In der Nachspielzeit verpasste der FCW noch eine höhere Führung. So blieb es beim 5:1-Auswärtserfolg der Rot-Blauen.

 

Der Wyler-Express rollt weiter. Mit einem überzeugenden Auftritt in der Fremde setzen die Stadtberner ein starkes Ausrufezeichen. In einem zweikampfintensiven Spiel bei schwierigen Verhältnissen verdiente sich der FC Wyler die drei Punkte dank einer hervorragenden Mannschaftsleistung. Nächsten Samstag empfängt Wyler um 17.00 Uhr den SV Lyss. Wir hoffen auf eine zahlreiche Unterstützung.

 

Fenni Jr.

FC Wyler – FC Zollikofen 11:0 (5:0) vom 21. April 2012

 

Torschützen: A. Berisha (3); J. Berisha (3); Rapicavoli (2); Münger; Lustenberger; Eigentor Zollikofen

 

Im zweiten Heimspiel der Rückrunde empfing der FC Wyler Bern den Tabellenneunten FC Zollikofen. In der Vorrunde hatte A. Pulaj den einzigen Treffer erzielt und damit den Stadtbernern einen mühevollen Auswärtssieg ermöglicht. Mit einem Heimsieg wollte Wyler AS Italiana weiterhin unter Druck setzen und zwei Punkte heranrücken.

 

Aufstellung: Ismailji; A. Berner, Biribicchi, Neuenschwander; A. Pulaj (61. Binggeli), Nussbächer, Stammler (70. G.A. Berner), Münger, Lustenberger; J. Berisha, A. Berisha (72. Rapicavoli)

 

Der Start in die Partie gelang den Gastgebern besser. Bereits nach vier Minuten vergab J. Berisha nach einer schönen weichen Flanke von A. Berisha aus kürzester Distanz die Führung. Nur zwei Minuten entwischte ein Zollikofen-Stürmer der FCW-Verteidigung und zog alleine auf Goalie Ismailji los. Glück für Wyler, dass der Angreifer relativ kläglich verzog. Nach neun Minuten war es dann soweit. Der Tabellenzweite lag durch den pfeilschnellen A. Berisha mit 1:0 in Front. Ein hoher Steilpass von Mittelfeldstratege Münger schob der junge Wyler-Stürmer cool ein. In der 12. Minute hätte Biribicchi nach einem massgeschneiderten Freistoss auf den zweiten Pfosten von Münger erhöhen müssen. Wyler nahm das Tempo etwas aus der Partie und somit gestaltete sich das Spiel ausgeglichener. A. Berisha schloss nach 21 Minuten eine Hereingabe von Neuenschwander nach ungenügender Abwehr der Gäste mit dem Innenrist zum 2:0 ab. Das Spiel war nun fest in den Händen von Wyler. Nur eine Minute später hatte J. Berisha per Kopf die nächste gute Möglichkeit.

 

Der bis dato überragend agierende Münger erkämpfte sich in der 28. Spielminute im Zentrum den Ball und zog aus rund 25 Metern einfach mal ab. Sein erstklassiger Schuss passte genau unter die Latte: 3:0. Ein missglückter Freistoss des FC Zollikofen ebnete dem Heimteam nach 34 Minuten eine Kontermöglichkeit. Münger setzte den an der Mittellinie startenden J. Berisha perfekt ein. Der grossgewachsene Stürmer zog alleine aufs Tor, umkurvte elegant den Gästekeeper und sorgte für die Vorentscheidung. Kurz vor Halbzeitende war es wiederum Sturmpartner A. Berisha, der einen hervorragenden Spielzug über mehrere Stationen nach einem Steilpass erfolgreich abschliessen konnte (43.). Hattrick innert 34 Minuten für den 19-jährigen Offensivspieler! Flügelspieler A. Pulaj verpasste in der Nachspielzeit der ersten Hälfte nach einem Pass von Lustenberger eine hundertprozentige Chance.

 

Es ging im gleichen Stil weiter. Wyler war drückend überlegen, Zollikofen zerfiel langsam in seine Einzelteile. So brachte ein Eigentor eines Verteidigers nach einer flachen Hereingabe von Lustenberger das 6:0 (49.).

 

Wyler kam nun fast im Minutentakt zu Torgelegenheiten. A. Berisha (52. 58. und 60.), J. Berisha (54.) und A. Pulaj (54.) verpassten mit ihren Versuchen weitere Tore. Nach 63 Minuten erzielte J. Berisha nach einer schönen Flanke vom gerade eingewechselten Binggeli mit einer raffinierten Finte das 7:0. Zwei Minuten danach konnte Lustenberger einen Elfmeter souverän zum 8:0 verwerten, nachdem J. Berisha von den Beinen geholt wurde. Wenige Sekunden auf dem Feld, nutzte der routinierte Rapicavoli einen Abwehrfehler der Gäste eiskalt aus und netzte zum 9:0 ein. Keine Minute später war es wiederum Rapicavoli, der nach einem Zuspiel von Lustenberger das 10:0 markieren konnte. Den Schlusspunkt in einer sehr einseitigen und denkwürdigen Partie setzte J. Berisha mit seinem dritten Treffer. Er verwandelte einen Penalty locker zum 11:0-Endstand.

 

Viel gibt es zu diesem Spiel nicht zu sagen. Gegen einen erschreckend schwachen und desolaten FC Zollikofen spielte sich der FC Wyler in einen Spielrausch und siegte letztendlich auch in dieser Höhe hochverdient. Ein echter Prüfstein erwartet Wyler am kommenden Sonntag. Auswärts beim neuen Tabellendritten FK Sloga wird das Tore schiessen garantiert nicht mehr so einfach sein.

 

Fenni Jr.

FC Aarberg – 3. Liga 0:2 (0:0)

 

Torschützen: A. Berisha; L. Rapicavoli

 

Eine Woche nach dem überzeugenden 2:0-Heimsieg gegen Tabellenführer AS Italiana trat der FC Wyler am Sonntagmorgen beim Tabellenschlusslicht FC Aarberg an. Die starke Leistung zum Rückrundenstart wollte die Wyler-Equipe unbedingt bestätigen und wieder auf fünf Punkte heranrücken. Italiana konnte nämlich am Samstag gegen den Dritten Rüti b. Büren (2:1) vorlegen. Die prekäre Tabellensituation des FC Aarberg sowie einige personelle Aenderungen im Team von Housi Tschannen und Johan Berisha liessen auf ein komplett anderes Spiel hindeuten. Die Stadtberner fanden an diesem frühen Sonntagmorgen ideale Wetter- und Rasenbedingungen vor.

 

Aufstellung: Bornhauser; A. Berner, Biribicchi, Binggeli; A. Pulaj, Stammler, Nussbächer, G.A.Berner (70. Münger), Lustenberger (83. Neuenschwander); Suter (76. Rapicavoli), A. Berisha

 

Der FC Aarberg zeigte von Beginn weg, dass Zweikämpfe zu ihren Stärken gehören. Die Gäste aus Wyler konnten sich spielerisch kaum entfalten, was jedoch auch an ihnen selber lag. Zu viel versuchte man sein Glück mit langen Bällen auf die beiden Sturmspitzen Suter und A. Berisha oder die Flügelspieler Lustenberger und A. Pulaj. Schnelles Kurzpassspiel suchte man vergebens. Das Heimteam seinerseits, wohl mit einigen Spielern der 1. Mannschaft angetreten, störte Wyler konsequent früh und liess weiterhin wenig Freiheiten.

 

Die erste nennenswerte Offensivaktion war bezeichnend für die bisher zurückhaltende Leistung der Gäste eine Standardsituation. Binggeli verfehlte das Tor dabei mit seinem Freistoss aus rund 22 Metern nur knapp.

 

Ein Aarberg-Stürmer sorgte nach 32 Minuten erstmals für etwas Unruhe vor Goalie Bornhauser, sein Schuss war jedoch kein Problem für den Wyler-Schlussmann. Die Partie war nach wie vor umkämpft, vieles spielte sich im Mittelfeld ab. Wyler hatte gegen das aufsässige Aarberg weiterhin seine liebe Mühe, ein geordnetes Aufbauspiel aufzuziehen. Nussbächer’s Abschlussversuch aus der Drehung verfehlte das Gehäuse knapp (40.). Zwei Minuten später kam ein Aarberg-Angreifer nach einer hohen zentralen Flanke zu einer Kopfballgelegenheit. Kurz vor Halbzeitende gelang Wyler ein sehenswerter Angriff. Der Abschluss von A. Berisha wurde aber im letzten Moment entscheidend abgelenkt. So gingen die beiden Teams mit dem 0:0 in die Pause.

 

Beim FC Wyler musste nun eine Leistungssteigerung her, wollte man in Aarberg nicht mit einer Enttäuschung nach Hause gehen. Die Halbzeitansprache schien wohl Wirkung zu zeigen. Der wirblige Lustenberger nutzte in der 56. Minute seine Schnelligkeit aus und zog auf der linken Seite unwiderstehlich durch. Sein Rückpass auf A. Berisha verwertete das Stürmertalent mit einem satten Linksschuss zur Gästeführung. G.A. Berner hatte kurz darauf das 0:2 auf dem Fuss. A. Berisha setzte Sturmpartner Suter steil ein, wobei G.A. Berner die Hereingabe nicht im Tor unterbringen konnte (60.). Der FC Aarberg kam in der 64. Minute nach einem nonchalanten Abwehrverhalten zur grossen Ausgleichsmöglichkeit. Der Stürmer scheiterte aus idealer Position am stark reagierenden Bornhauser.

 

Bei Wyler sollte diese Aktion ein Weckruf sein, denn gewonnen war die Partie noch lange nicht. G.A. Berner aus wenigen Metern (69.), Suter mit einer Direktabnahme nach einem Freistoss (71.) sowie Biribicchi nach einem Abpraller des Torhüters verpassten eine beruhigende 2:0-Führung. Und so musste ein Einwechselspieler für die Entscheidung sorgen. Rapicavoli, erst drei Minuten auf dem Feld, stand nach einem schönen Münger-Freistoss genau richtig und drückte den Ball aus wenigen Metern gekonnt über die Linie (79.). Wyler hätte mit seinen beiden bisherigen Torschützen Rapicavoli und A. Berisha die Führung weiter ausbauen können (86. und 87.). Für den Schlusspunkt sorgte der starke Rapicavoli. Er erzielte in der 90. Minute nach einem perfekten Zuspiel von A. Pulaj ein fragwürdiges Abseitstor. Somit blieb es beim 2:0-Auswärtssieg der Stadtberner.

 

Der FC Wyler zeigte wahrlich keine Galavorstellung, sicherte sich aber gegen einen unangenehmen FC Aarberg drei wichtige Punkte im Kampf um Platz 1. In einem umkämpften Spiel glänzte Wyler spielerisch zwar nur selten, bewies jedoch vor allem in der zweiten Halbzeit mit Cleverness, Geduld und individueller Klasse, dass der 2. Sieg im 2. Rückrundenspiel letztendlich verdient war. Nächsten Samstag empfängt der FC Wyler um 17.00 Uhr den FC Zollikofen.

 

Fenni Jr.

FC Wyler – AS Italiana 2:0 (1:0) vom 7. April 2012

 

Torschützen: A. Pulaj, J. Berisha

 

Der FC Wyler Bern, mit acht Siegen aus zwölf Spielen eigentlich mit einer sehr guten Vorrundenbilanz, wies nach Saisonhalbzeit dennoch einen ärgerlichen 8-Punkte-Rückstand auf AS Italiana auf. Die harte, schweisstreibende Vorbereitungsphase sollte sich beim sehr wichtigen, vorentscheidenden Rückrundenauftakt gegen den Leader AS Italiana daher unbedingt auszahlen. Mit einem Heimsieg wollte man wieder näher heranrücken und somit die Italo-Berner unter Druck setzen. Der 3. Liga-Knüller zum Rückrundenstart weckte das Interesse vieler Fussballbegeisterten, so war die Zuschauerkulisse an diesem verregneten Samstagvorabend sehr bemerkenswert.

 

Aufstellung:

Bornhauser; A. Berner, Biribicchi, Neuenschwander; A. Pulaj (86. Rapicavoli), Stammler, Münger, Nussbächer, Lustenberger (67. G.A. Berner); J. Berisha (79. Suter); A. Berisha

 

Vor Spielbeginn fragte man sich: Kommt wieder Spannung in die Meisterschaft zurück oder zieht Italiana endgültig davon? Diese Frage sollte während den kommenden 90 Minuten beantwortet werden können.

 

Der Start in die Partie entpuppte sich wie erwartet als umkämpft und ausgeglichen. Nach vier Minuten kam ein Stürmer von Italiana nach einer kleinen Unaufmerksamkeit in der Verteidigung des Heimteams zur ersten Gelegenheit. Bornhauser war aber hellwach. Das Spiel nahm sofort Fahrt auf, die beiden Mannschaften schenkten sich nichts. Italiana war zu Beginn leicht spielbestimmend, ohne aber entscheidende Akzente setzen zu können. Wylers Offensive kam bis zur 20. Minute noch nicht auf Hochtouren. Die Gastgeber übernahmen nun immer mehr das Spieldiktat. Münger scheiterte mit seiner sehenswerten Direktabnahme aus rund 20 Metern erstmals in der 22. Spielminute am stark reagierenden Torhüter.

 

Lustenberger, der sein Pflichtspiel-Comeback nach seinem Kreuzbandriss gab, drückte in der 30. Minute aus etwa 30 Metern ab. Sein abgefälschter Schussversuch aus halblinker Position gelangte hinter die Italiana-Abwehr, wo der quirlige A. Pulaj im Strafraum aus vollem Lauf abzog. Das 1:0 für den FC Wyler. Der Tabellenführer musste nun reagieren, was sich aber gegen die sehr gut organisierte und diskussionslos agierende Defensive des Gastgebers als sehr schwer erwies. Beim flachen Weitschuss eines Italiana-Akteurs war der starke Bornhauser auf den Posten und entschärfte gut (37.). Bis zum Halbzeitpfiff gab es auf beiden Seiten keine nennenswerten Aktionen mehr. Die Partie wurde nun aber immer emotionaler und giftiger. Der Schiedsrichter hatte das 3. Liga-Spitzenspiel aber gut im Griff und zog seine Linie durch.

 

Wyler trat zu Beginn der zweiten Spielhälfte selbstbewusst und entschlossen auf. Spielertrainer J. Berisha setzte mit einer feinen Einzelleistung ein erstes Ausrufezeichen (52.). Sein Abschluss war jedoch noch zu ungenau. Wyler’s hängende Sturmspitze kam in der 59. Minute zu einer weiteren Gelegenheit. Er wurde wenige Meter vor dem Strafraum unsanft zu Fall gebracht. J. Berisha trat gleich selbst an und zirkelte den Freistoss exzellent unter die Querlatte. Der Sportplatz Wyler war kurzerhand in Ekstase geraten. Neuer Spielstand 2:0. Das Heimteam war sich jedoch bewusst, dass diese Partie noch lange nicht im Trockenen war. Aus der Vergangenheit war man sich im Klaren, wie unberechenbar die Italiana-Offensive sein kann. Eine Minute später schadeten sich aber Gäste gleich selbst, nachdem ein zentraler Mittelfeldspieler nach der zweiten gelben Karte des Feldes verwiesen wurde. Nun schien alles nach dem Gusto des Heimteams zu laufen.

 

Der junge, pfeilschnelle A. Berisha verpasste anschliessend zweimal nach sehenswerten Einzelaktionen eine höhere Führung (63. und 66.). Hiermit muss zum wiederholten Mal die sehr robuste und souveräne Defensive gelobt werden. Denn sämtliche Angriffsbemühungen des dezimierten Gästeteams versandeten im überzeugenden Wyler-Mittelfeld oder spätestens in der starken Dreierkette um A. Berner, Biribicchi und Neuenschwander. Der neu in die Partie kommende G.A. Berner sowie der dribbelstarke A. Berisha hatten kurz nach dem Einläuten der Schlussviertelstunde weitere Chancen zum 3:0. Nach 79 Minuten hatte der omnipräsente J. Berisha sein Tageswerk vollbracht und liess sich von den Mitspielern und dem Publikum zurecht feiern. Edeljoker Suter kam noch zu einem Teileinsatz. Wenige Sekunden nach seiner Einwechslung hätte die Nummer 16 beinahe für die endgültige Entscheidung gesorgt. Ein sehenswerter Angriff über die rechte Seite sah Suter nach einem mustergültigen Rückpass von A. Pulaj vom Gästekeeper mirakulös abgewehrt. In der Nachspielzeit bediente der kurz zuvor eingewechselte Rapicavoli noch einmal Suter, der seinen Kopfball aus vielversprechender Position jedoch nicht im Tor unterbringen konnte. Damit blieb es beim verdienten 2:0-Heimerfolg über den Tabellenführer AS Italiana.

  

Seit der Saison 2009/10 spielt Wyler immer in der gleichen Gruppe wie Italiana. In den bisherigen fünf Duellen gab es dabei keinen einzigen Sieg (2 Niederlagen und 3 Unentschieden) für die Rot-Blauen aus dem Nordquartier. Nun hat es endlich geklappt. Die im Vorfeld der Partie für besonders gefährlich erklärte Offensivabteilung des Leaders blieb gegen die sehr starke Wylerdefensive blass und konnte sich nur selten in Szene setzen. Dank einer grossartigen Mannschaftsleistung konnte der ambitionierte FC Wyler Bern den Tabellenführer AS Italiana verdient mit 2:0 bezwingen und liegt somit nur noch mit fünf Punkten zurück. Am kommenden Sonntag sind die Stadtberner beim FC Aarberg zu Gast. Anpfiff ist um 10.15 Uhr. Wir freuen uns auf eure Unterstützung!

 

Fenni Jr.

FC Wyler – FC Schüpfen 3:0 (0:0) vom 29. Oktober 2011

 

Torschützen: Schläfli; A. Berisha, J. Berisha

 

Am frühen Samstagabend empfing der Zweiplatzierte FC Wyler Bern den Drittplatzierten FC Schüpfen zum letzten Spiel dieser Vorrunde. Schon im Vorfeld als wegweisende Partie angepriesen, wusste das Heimteam um die Wichtigkeit dieser Begegnung. Um den Leader AS Italiana nicht aus den Augen zu verlieren, mussten ohne Wenn und Aber drei Punkte her. Bei den Stadtbernern präsentierte sich die Ausgangslage nach drei Siegen in Folge vielversprechend.

 

Aufstellung: Hügli; A. Berner; Wälti, Biribicchi, Neuenschwander; Schläfli (78. Rapicavoli), Nussbächer (89. G.A. Berner), J. Berisha, Münger, Binggeli (84. Suter); A. Berisha

 

Ersatz: Rapicavoli, Suter, G.A. Berner, A. Pulaj, Schenk

 

Die Begegnung eröffneten die Gäste mit einem ersten Warnzeichen. Nach einer Minute verfehlte ein Schüpfen-Stürmer einen scharf getretenen Freistoss nur knapp. Der FC Wyler war in der Startphase sehr bemüht das Spiel an sich zu reissen, was sich aber angesichts der aufsässigen Spielweise des FC Schüpfen nicht als leicht erwies. Der zweifache Torschütze vom vergangenen Wochenende, Thomas Schläfli, hatte in der 11. Minute das 1:0 auf dem Fuss. Jedoch brachte er das Runde nach einem Steilpass von Alain Münger alleinstehend nicht ins Eckige. Alexander Berner wäre in der 19. Spielminute beinahe ein Traumtor gelungen. Seine versuchte Flanke von der Seitenlinie lenkte der Gästegoalie nur mit Mühe über die Latte. Marco Binggeli verpasste kurz darauf nach einer feinen Einzelleistung aus 20 Metern eine guten Gelegenheit (25.).

 

Der Tabellenzweite war jetzt ohne Zweifel die tonangebende Mannschaft auf dem Platz. Spielertrainer Johan Berisha versuchte sich nur eine Minute später mit einem satten Linksschuss, doch der Torhüter reagierte stark. Nach knapp einer halben Stunde brachte Innenverteidiger Stefan Wälti den Ball ebenfalls nicht im Tor unter. Einen gut getretenen Eckstoss von Alain Münger köpfte er aus idealer Position neben das Gehäuse. Auch Michael Nussbächer (37.) mit einem Schuss aus der Drehung und der pfeilschnelle Ardian Berisha mit einem Flachschuss konnten nicht für die das längst verdiente Führungstor sorgen. Wylers Defensive agierte bis zu diesem Zeitpunkt sehr clever und konsequent. Schüpfens Offensivleute wurden praktisch ausgeschaltet. Die beiden Mannschaften gingen mit dem 0:0 in die Kabine.

 

Dominant präsentierte sich der FC Wyler auch nach dem Seitenwechsel. Der FC Schüpfen war auch jetzt kaum in der Lage, gegen die stabil stehende Abwehr gefährlich vors Tor zu kommen. Johan Berisha kam nach einer Flanke von Thomas Schläfli den berühmten Schritt zu spät (56.). In der 58. Minute erzielte Wyler aber endlich das überfällige 1:0. Ardian Berisha zog dabei zum wiederholten Mal an Freund und Feind vorbei. Seine scharfe Hereingabe drückte Thomas Schläfli mit einer Direktabnahme sehenswert über die Linie. Nun schien der Bann gebrochen. Schläfli konnte eine Minute später beinahe nachdoppeln.

 

Nach 66 Minuten tauchten die Gäste aus Schüpfen nach langer offensiver Durststrecke wieder gefährlich vor dem Tor von Matthias Hügli auf. Eine weite hohe Flanke fiel einem Stürmer vor die Füsse, Wylers Schlussmann war jedoch hellwach.

 

Nur drei Minuten später gelang dem Heimteam der zweite Treffer am heutigen Abend. Nach erstklassiger Vorarbeit von Alain Münger vernaschte der wirblige Ardian Berisha ohne Mühe Verteidiger und Torhüter und schob zum verdienten 2:0 ein. Luciano Rapicavoli ersetzte nach 78 Minuten den Torschützen zum 1:0, Thomas Schläfli. Johan Berisha machte in der 83. Spielminute alles klar. Der Routinier wurde zuerst im Strafraum von den Beinen geholt und verwandelte dann den darauffolgenden Elfmeter locker zum 3:0. Kurz darauf kam Daniel Suter für Marco Binggeli für die Schlussminuten in die Partie. Matthias Hügli vereitelte nach 89 Minuten mit einem starken Reflex den Ehrentreffer des FC Schüpfen. Mit Gian Andrea Berner für Michael Nussbächer vollzog Wyler anschliessend noch die letzte Einwechslung.

 

Der FC Wyler Bern siegt im letzten Spiel dieser Vorrunde hochverdient mit 3:0. Ein keineswegs schwaches FC Schüpfen blieb gegen ein überzeugendes Wyler, welches wohl die beste Leistung der Hinrunde zeigte, ohne Siegeschance. Durch diesen diskussionslosen Heimerfolg festigt der Berner Quartierverein den 2. Tabellenplatz und überwintert mit acht Punkten Rückstand auf die AS Italiana. Im Namen der ersten Mannschaft bedanke ich mich herzlich für die Unterstützung während der Vorrunde und wünsche allen eine erholsame fussballfreie Zeit. Bis bald, Hopp Wyler!

 

Fenni Jr.

SC Münchenbuchsee – FC Wyler 2:4 (0:1) vom 23. Oktober 2011

 

Torschützen: Schläfli (2); J. Berisha; Nussbächer

 

Nach dem (erwarteten) Sieg von Leader AS Italiana (5:0 gegen FC Länggasse) stand die Wyler-Equipe unter Zugzwang und durfte sich beim SC Münchenbuchsee keine Blösse geben. Jedoch war allen bewusst, dass die budgetierten drei Punkte nicht locker realisiert werden können. Das Heimteam, im Vergleich zu letzter Saison stärker einzustufen, hatte vor diesem Spiel gute 15 Punkte auf dem Konto. An diesem kalten, nebligen Sonntagmorgen war deshalb eine schwierige Partie zu erwarten.

 

Aufstellung: Hügli; A. Berner, G.A. Berner, Biribicchi, Neuenschwander; Rapicavoli (68. Suter), Münger, Nussbächer, Schläfli; J. Berisha, A. Berisha (87. Schenk)

 

Ersatz: Suter, A. Pulaj, Schenk

 

Die Anfangsphase wurde von beiden Mannschaften engagiert geführt, jedoch brauchte das Spiel einige Minuten um auf Betriebstemperatur zu kommen. Der SC Münchenbuchsee konnte nichts verlieren und trat darum auch selbstbewusst auf. Die Gastgeber machten den etwas präsenteren Eindruck. Wylers Defensive hatte aber auf die Vorstösse des Heimteams stets die passende Antwort. Nach einer Viertelstunde nutzte der Berner Stadtklub die erste vielversprechende Gelegenheit gnadenlos aus. J. Berisha setzte sich auf der rechten Seite durch und bediente den mitlaufenden Schläfli im Zentrum, der nur noch einschieben musste. Nach dieser Führung fiel Wyler jedoch in eine Passivität zurück, machte nur noch das Nötigste und liess Münchenbuchsee mehr Freiheiten. Die Gastgeber fanden jedoch bis zur Halbzeitpause kein Rezept und so endete eine bescheidene, ereignisarme erste Halbzeit mit dem 0:1.

 

Eine Minute nach Wiederanpfiff hätte J. Berisha beinahe mit einem Schuss aus 18 Metern das 0:2 erzielt. Wyler schien in der Folge abgeklärt zu agieren, jedoch konnte man sich bei dieser knappen Führung nie sicher sein. Das 2:0 musste unbedingt her. Nach 51 Minuten konnten sich die Stadtberner bei ihrem Torhüter Hügli bedanken, nachdem er einen platzierten Schuss aus 20 Metern stark aus der Ecke fischte. 58 Minuten waren gespielt, als A. Berisha nach einer sehenswerten Kopfballverlängerung von Captain Rapicavoli zum vermeintlichen 0:2 einschob. Der Schiedsrichter entschied aber auf eine fragwürdige Abseitsposition des jungen Wyler-Stürmers. Wie der Fussball manchmal sein kann, gelang dem SC Münchenbuchsee beim nächsten Angriff postwendend der 1:1-Ausgleich. Eine hohe, lange Flanke auf den zweiten Pfosten köpfte der Torschütze sehenswert unhaltbar ein.

 

Die Partie schien nun eine Wende zu nehmen, doch das Heimteam verhielt sich in der 64. Minute äusserst unklug. Nach einem brutalen Foul an J. Berisha im Mittelfeld schickte der Spielleiter den Sünder völlig zu Recht mit der gelb-roten Karte vorzeitig unter die Dusche. Wyler nutzte seine numerische Überzahl nur drei Minuten später zum 2:1 aus. Ein Münger-Eckball segelte durch den Strafraum, wo J. Berisha genau richtig stand und direkt verwandelte.

 

In der 68. Minute kam Suter für Rapicavoli in die Partie. Münchenbuchsee gab nach diesem Gegentreffer nicht auf und spielte weiter frech nach vorne und konnte die nicht mehr stilsichere Wyler-Defensive einige Male beinahe in Verlegenheit bringen. Doch genau im richtigen Moment sorgte Schläfli mit seinem zweiten Treffer für die Vorentscheidung (83.). Der eingewechselte Suter luchste einem Verteidiger an der Strafraumgrenze das Leder ab und bediente den Flügelspieler vor dem Tor mit seiner (wahrscheinlich ungewollten) Hereingabe, welcher den Ball ins Netz buxieren konnte.

 

Die erwähnte Vorentscheidung tritt aber unerklärlicherweise nicht ein, denn die kämpfenden Gastgeber kamen noch einmal zurück in die Partie. Einen langen Ball in die Spitze nach einer Unsicherheit in der Abwehr lupfte ein Stürmer über den herausstürmenden Hügli zum 3:2-Anschlusstreffer (85.). Mit der zweiten Einwechslung (Schenk für A. Berisha) wollte Housi Tschannen in der 87. Minute den Sieg absichern. Nussbächer sorgte in der 90. Minute mit seinem Nachschuss aus rund 15 Metern für die definitive Entscheidung. Endstand: Münchenbuchsee - Wyler 2:4.

 

Ein bescheidener Auftritt mit vollem Ertrag. Der FC Wyler gewinnt das wichtige Auswärtsspiel beim SC Münchenbuchsee ohne überzeugt zu haben und hält damit den 8-Punkte-Rückstand auf AS Italiana. Nun erwarten die Stadtberner im letzten Meisterschaftsspiel dieser Vorrunde den Tabellendritten FC Schüpfen (Samstag 29. Oktober 2011, 17.00 Uhr). Das Ziel ist klar gesteckt - die Vorrunde muss mit einem Heimsieg erfolgreich abgeschlossen werden.

 

Fenni Jr.

FC Wyler – SC Rüti bei Büren 3:1

 

Torschützen: Rapicavoli; G.A. Berner; Wälti

 

Housi Tschannens Team war vor der Partie bewusst: Ein Sieg gegen den SC Rüti b. Büren war Pflicht, wollte man den Anschluss auf den ungeschlagenen Leader AS Italiana nicht verlieren. Aus den beiden schmerzhaften Niederlagen (Länggasse und Weissenstein) sowie dem Last-Minute-Sieg gegen Jegenstorf vom vergangenen Spieltag sollten nun die richtigen Schlüsse gezogen werden, damit keine Zweifel über den Ausgang des Spiels bestehen.

 

Aufstellung: Hügli; A. Berner, Wälti, Biribicchi, Neuenschwander; Rapicavoli (71. G.A. Berner), Münger, Nussbächer, A. Pulaj (79. Mastrangelo); J. Berisha, Suter (87. A. Berisha)

 

Ersatz: Mastrangelo, Schläfli, A. Berisha, Binggeli, G.A. Berner, Schenk

 

Das Spiel begann mit leichten Vorteilen auf Seiten von Rüti. Die Gäste zerlegten am letzten Spieltag den SC Weissenstein gleich mit 13:0 und traten deshalb voller Selbstvertrauen auf. Wyler seinerseits kam nach Startschwierigkeiten von Minute zu Minute besser in die Partie. Die Startviertelstunde präsentierte sich sehr umkämpft und ausgeglichen.

 

Nachdem Daniel Suters Tor nach einem Aufstützen annulliert wurde konnte Wyler nach 18 Minuten zum ersten Mal jubeln. Ein perfekter langgezogener Freistoss von Alain Münger auf den zweiten Pfosten verwertete der 19-jährige Stefan Wälti gekonnt per Kopf in die linke Ecke. Fünf Minuten später musste Wyler-Torhüter Matthias Hügli nach einem Freistoss zum ersten Mal eingreifen.

 

Die Hausherren agierten in der Folge immer präziser und kombinierten gefällig. In der 31. Spielminute gelangte eine ungenügend abgewehrte Flanke von rechts zu Wylers Captain Luciano Rapicavoli, der von der Strafraumgrenze direkt abzog und das 2:0 markierte. Rapicavoli erzielte damit sein drittes Tor in den letzten zwei Spielen. Wyler war deutlich die taktangebende Mannschaft. Der SC Rüti kam kaum einmal gefährlich vor Wylers Tor. Die letzte Gelegenheit vor der Pause offenbarte sich für J. Berisha. Der während des ganzen Spiels grob angegangene Spielertrainer scheiterte nach einer flachen Hereingabe von Rapicavoli mit einem halbhohen Linksschuss am Torhüter.

  

Nach der Halbzeitpause war der FC Wyler wieder die bessere, optisch überlegene Mannschaft. Müngers Schuss aus 25 Metern ging in der 51. Minute nur knapp übers Tor. Wie aus dem Nichts gelang den Gästen jedoch zwei Minuten später der überraschende Anschlusstreffer zum 2:1. Eine Nachlässigkeit in der eigenen Platzhälfte wurde gnadenlos ausgenutzt und clever verwertet. Wyler liess sich davon wenig beeindrucken und suchte weiterhin sein Glück in der Offensive. Ein missglückter Freistoss gelangte kurz darauf zu Wälti, der seinen Abschluss aus der Drehung von einem Verteidiger abgeblockt sah (56.). Die nächste Möglichkeit zum Ausbau der Führung hatte J. Berisha (64.). Der überzeugende Ueli Neuenschwander tankte sich auf der linken Seite stark durch und passte zurück auf den Elfmeterpunkt. J. Berisha setzte aber seinen direkten Schuss wenige Zentimeter über die Querlatte.

 

Nach 71 Minuten vollzog Wyler den ersten Wechsel. G.A. Berner ersetzte den Torschützen zum 2:0, Rapicavoli. Wenige Sekunden nach seiner Einwechslung erlöste G.A. Berner sein Team mit dem 3:1. Der fleissige Suter erkämpfte sich im Strafraum einen für verloren geglaubten Ball, passte zum eingewechselten Berner, der mit einem wunderbaren Schuss in den linken Winkel das wichtige dritte Tor erzielte. Bei Rüti war nun definitiv die Luft draussen. In der 79. Minute kam Mastrangelo für A. Pulaj in die Partie. Die Gastgeber hatten in den Schlussminuten das Spiel souverän unter Kontrolle und liessen nichts mehr anbrennen. J. Berisha (90.) und der kurz zuvor eingewechselte A. Berisha (92.) hätten mit ihren Abschlüssen sogar noch erhöhen können.

 

Durch diesen souveränen Heimsieg gegen einen hartnäckigen aber offensiv harmlosen SC Rüti b. Büren verbessert sich der FC Wyler nach diesem Spieltag mindestens auf den dritten Tabellenplatz. Die Stadtberner zeigten eine konzentrierte Leistung, überliessen den Gästen kaum Möglichkeiten und verdienten sich die drei Punkte durch eine geschlossene Mannschaftsleistung. Am kommenden Sonntagmorgen (10.15 Uhr) ist Wyler beim SC Münchenbuchsee zu Gast. Wir freuen uns auf die Unterstützung!

 

Fenni Jr.

Spielberichte 1. Mannschaft - Saison 2011/2012

SC Jegenstorf – FC Wyler 2:3 (1:1) vom 8. Oktober 2011

 

Torschützen: Nussbächer; Rapicavoli (2)

 

Lange ist es her, dass der FC Wyler eine Partie verloren hat, geschweige denn gleich zwei auf einen Streich. In dieser Saison ist die Verletzungshexe aber wieder zurück und auch das Pech klebt einem manchmal mehr an den Schuhen, als es einem Recht ist.

Die erste Mannschaft zeichnet sich aber dadurch aus, dass Sie nicht aufsteckt und immer versucht ist, eine Reaktion zu zeigen. So geschehen am letzten Samstag im so wichtigen Auswärtsspiel gegen Jegenstorf. Aber erst mal alles der Reihe nach.

 

Bei englischem Wetter traf man am Nachmittag auf die kampfstarke Mannschaft vom SC Jegenstorf. Dem Trainer Housi Tschannen und dem Team war bewusst, dass es bei diesen äusseren Bedingungen nicht darum ging, einen Schönheitspreis zu gewinnen. Die Mannschaft, welche den Kampf annimmt und kompromisslosen Fussball spielt, wird das Feld als Sieger verlassen, das war allen klar.

 

Housi Tschannen hatte diesmal auch wieder die eine oder andere Variante mehr auf der Bank als noch in den vorangehenden Spielen. Dies machte Mut und sollte sich vor allem in der Schlussphase der Partie auszahlen.

 

Wyler begann die Partie konzentriert und man hatte den Eindruck, dass die 1. Mannschaft das Spiel im Griff hatte. Wie Eindrücke manchmal täuschen können... Nach einem hohen Ball in den Strafraum und einem Tohuwabohu im 5er, gelang es einem Jegenstorf-Spieler, den Ball gekonnt mit einem schönen Seitfallzieher in die Maschen zu dreschen. Torhüter Hügli war chancenlos und so musste Wyler bereits wieder früh im Spiel einem Rückstand hinterherlaufen. Hinzu kam eine Schrecksekunde, weil sich unser Wyler-Ugestein Alexander Berner bei dieser Aktion eine schmerzhafte Wunde am Hinterkopf einfing. Ein Ersatzspieler machte sich schon mal zum Aufwärmen, musste aber nicht ins Spiel eingreiffen, da Alex auf die Zähne biss.

 

Wer nun aber dachte, dass sich die Wyler-Elf wie in den vorangegangen Spielen hängen lassen würde, sah sich getäuscht. Wyler war spielerisch klar die bessere Mannschaft und hatte deutliche Vorteile im Spiel nach vorne, auch wenn die Mittelfeldspieler ab und an mit harten Tacklings gestoppt wurden. Vor allem unser 10er Alain Münger bekam einige Tritte ab! Der emsige Nussbächer wusste in dieser Phase als erster diese Überlegenheit auszunutzen und schloss einen Angriff nach schöner Vorarbeit vom Captain Rapicavoli mit einem satten Linksschuss ins kurze Eck erfolgreich ab. Der Ausgleich war geschafft und man konnte es dem Team ansehen, dass es jetzt mit breiter Brust und ordentlich Rückenwind spielte. Leider ist die Chancenauswertung des FC Wyler ungenügend. Anders ist es nicht zu erklären, weshalb trotz hervorragenden Einschussgelegenheiten die Anzeigetafel nach 45 Minuten immer noch 1:1 anzeigte. U.a. hatte der omnipräsente Schläfli zweimal die Führung auf dem Fuss, scheiterte aber mit seinen Schüssen am glänzenden Gästetorwart.

 

Nach der Pause lief das Spiel in die andere Richtung, aber nur, weil zur Pause ja bekanntlich die Seiten gewechselt werden. Wyler spielte nach Vorne und Jegenstorf versuchte mit einem Konter zum Abschluss zu kommen, was in der Tat nicht ungefährlich war. Die Hintermannschaft des FC Wyler machte jedoch einen souveränen Eindruck. Die Achse mit den erfahrenen Berner und Neuenschwander und den jungen Biribicchi und Binggeli stand sauber und machte seinerseits Druck nach vorne - wobei vor allem Berner dabei gefiel. Auf dem linken Flügel sorgte Afrim Pulaj für ordentlich Dampf. Man könnte fast meinen, der Junge hätte 3 Lungen - Wahnsinn dieses Laufpensum.

 

Zwar lief das Spiel gegen vorne, doch muss man sagen, dass die ganz grossen Torchancen ausblieben. Mit zunehmender Spieldauer keimte immer mehr eine gewisse Nervosität auf, was sich in der ungenügenden Präzision der Zuspiele wiederspiegelte. Umso grösser war die Erlösung, als Rapicavoli nach einem herrlichen Steilpass vom Chef-Strategen Münger mit der Piecke die Kugel am gegnerischen Torwart vorbeispitzelte und das verdiente 2:1 erzielte. Zuvor hatte Rapicavoli ungeahnte Sprinterqualitäten gezeigt und den Ball sensationell erlaufen.

 

Böse Zungen behaupten, dass die erste Mannschaft mit Führungen nicht umgehen kann. Leider muss man diesen Leuten Recht geben. Denn auch am Samstag stellte die 1. Mannschaft das Fussball spielen nach dem Führungstor unerklärlicherweise weitesgehend ein und liess den Gegner unnötig viel Druck aufbauen. Bei allem Respekt war Jegenstof fussballerisch nicht unbedingt versiert, aber einen solchen Kampfgeist wie die Jegenstorfer findet man eher selten auf regionalen Fussballplätzen - Chapeau. Die Elf von Jegenstorf kämpfte sich ins Spiel zurück und kam in der 88. Minute zum nicht unverdienten Ausgleich. Ein starkes Solo der gegnerischen Nummer 9 mit anschliessender Flanke fand am langen Pfosten gleich zwei Abnehmer, wovon einer die Kubel in unsere Maschen köpfte. Unglaublich! Der FC Wyer hatte schon zum dritten Mal in dieser Saison und zum x-ten Mal in den letzten fünf Jahren eine Führung in den letzten Minuten aus der Hand gegeben! Es ist ein Phänomen, ja fast ein Fluch.

 

Konsterniert fanden sich die Wyler Jugns im Anspielkreis wieder und rauften sich nochmals zusammen. "Es kann doch nicht sein, dass wir jedesmal in den letzten Minuten das Spiel aus der Hand geben", sagte ein erzürnter Wyler-Fan am Spielfeldrand und wollte den Zuschauersektor bereits verlassen...

 

Vielleicht war es Schicksal, vielleicht einfach nur Glück. Wie auch immer, der FC Wyler biss sich nochmals in diese Partie zurück. Der eingewechselte Suter kontrollierte beim letzten Angriff der Partie einen Ball in die Spitze, setzte sich auf der linken Seite durch, flankte zur Mitte, wo plötzlich erneut dieser Rapicavoli stand und das Runde aber so was von ins Eckige haute, dass man meinen könnte, er hätte den ganzen Frust des Teams in diesen einen entscheidenden Schuss gelegt. Ein Schuss wie ein Strich - Fabelhaft, super, einfach nur geil!

 

Der FC Wyler schiesst das Siegtor in der 93. Minute und dreht eine irre Partie doch noch in ein Erfolgserlebnis! Der Jubel kannte keine Grenzen mehr und war wohl noch bis nach Bern zu hören.

Kurz darauf pfiff der nicht immer souverän wirkende Schiedsrichter die Partie ab und der ganze Wyler Anhang lag sich in den Armen. Es war wahrlich ein hartes Stück Arbeit mit einem Hichcock-Finale, doch am Ende war der Sieg nicht unverdient.

 

Bleibt zu hoffen, dass dieser Sieg eine Signalwirkung auf die Jungs hat und dass dieser Fluch der letzten Minuten ein für alle Mal abgelegt wurde.

 

Für die letzten Partien ist die Devise klar: Siegen, koste es, was es wolle.

 

Der FC Wyler bedankt sich bei den unglaublichen Fans, welche selbst bei sintflutartigen Regenfällen den Weg nach Jegi gefunden haben!

 

Bis zum nächsten Mal: euer Anatoly Timoschuck

FC Wyler – FC Länggasse 1:2 (0:0) vom 24. September 2011

 

Torschütze: J. Berisha (P)

 

Das Berner Derby Wyler gegen Länggasse lockte am Samstagfrühabend zahlreiche Zuschauer auf den Sportplatz Wyler. Gegen die bis dato sieglosen Stadtbernern (1 Unentschieden und 4 Niederlagen) war ein diskussionsloser Heimsieg, sprich drei Punkte Pflicht. Dass Länggasse aber in den ersten Partien der neuen Saison unter ihrem Wert geschlagen war, sollte sich im Laufe des Spiels abzeichnen. Ideales Fussballwetter begünstigte die Chance auf eine unterhaltsame Partie.

 

Aufstellung: Hügli; Wälti, Biribicchi (78. Neuenschwander), Binggeli; A. Pulaj (70. G.A. Berner), Nussbächer, J. Berisha, A. Berner, Schlöfli; Suter, A. Berisha (44. Mastrangelo)

 

Ersatz: Mastrangelo, Rapicavoli, Neuenschwander, G.A. Berner, Bornhauser

 

Bemerkungen: Münger, Stammler, Del Percio, Lustenberger, Flückiger und Fenner (alle verletzt), Schüpbach, Sinaci, K. Pulaj, Fasnacht und Zürcher (nicht im Aufgebot oder abwesend), Schenk (Ferien)

 

Wie schon erwähnt, stand dem FC Wyler keineswegs ein typischer Tabellenletzter gegenüber. Vor allem in der Startphase machte der FC Länggasse die Räume geschickt eng und liess dem Heimteam bei der Ballannahme wenig Freiheiten. Wyler war dennoch die spielbestimmende Mannschaft und kam nach 18 Minuten zur ersten nennenswerten Aktion. Nach einem Abwehrschnitzer der Gäste konnten A. Pulaj und J. Berisha aber mit ihren Abschlussversuchen nicht reüssieren. Die Gastgeber agierten in der Folge wenig inspirierend. Zu umständlich spielend und mit einigen Ungenauigkeiten im Passspiel war es schwierig, die dicht stehende Gästeabwehr zu überwinden.

 

J. Berisha hatte dann nach 33 Minuten eine hervorragende Gelegenheit. Ein feiner Heber von A. Berner in den Strafraum des FCL verarbeitete J. Berisha technisch elegant mit einem Lupfer über den Verteidiger. Jedoch setzte er den darauf folgenden Seitenfallzieher nur an der Latte. Kurz vor dem Halbzeitpfiff wurde das junge Stürmertalent A. Berisha grob niedergestreckt. Zum Entsetzen vieler gab es jedoch nicht einmal Foul! Nach minutenlanger Pflege wurde er durch Mastrangelo ersetzt. An dieser Stelle wünschen wir gute und schnelle Genesung.

 

Die beiden Teams gingen mit dem 0:0 in die Garderoben.

Nach der umkämpften und harzigen ersten Halbzeit musste sich Wyler nun beträchtlich steigern. Es lief die 48. Spielminute, als Nussbächer nach einem steilen Zuspiel von Suter im Strafraum von den Beinen geholt wurde. J. Berisha verwertete den Elfmeter ohne Probleme zum 1:0. Wyler agierte jetzt noch tonangebender. Schläfli scheiterte nach 51 Minuten nach einem gut getimten halbhohen Steilpass von Suter alleine vor dem Gästegoalie. Eine Minute später verpasste der 19-jährige Wälti per Kopf nur knapp das Gehäuse. J. Berisha verzeichnete in seiner nächsten gefährlichen Aktion zum zweiten Mal Pech und traf wieder nur die Querlatte, nachdem er den Ball im Strafraum wunderbar behaupten konnte.

 

Der FC Wyler sollte für die verpassten Chancen prompt bestraft werden. In der 57. Minute zeigte der Schiedsrichter nach einem klaren Foul an der Strafraumgrenze auf den Elfmeterpunkt. Länggasse liess sich diese Einladung nicht entgehen und glich zum 1:1 aus. Nun war Wyler gefordert, auf diesen überraschenden Ausgleich zu reagieren. Ein unnötiger Ballverlust bei der Eckfahne führte in der 63. Minute fast zu einer erstklassigen Möglichkeit für die Gäste. Noch in der gleichen Minute hätte Wylers fünffacher Saisontorschütze Suter das 2:1 erzielen müssen. Er konnte aber den Gegenangriff mit seinem nonchalanten Heber nicht erfolgreich abschliessen. Wenige Minuten später scheiterte zuerst ein Länggasse-Stürmer mit einer Direktabnahme nur knapp und dann verpasste Schläfli nach einer präzisen Flanke von Mastrangelo das Tor per Kopf.

 

Nach 70 Minuten kam G.A. Berner für A. Pulaj ins Spiel. Wyler-Goalie Hügli parierte nach 71 Minuten einen präzisen Flachschuss stark. Bei der nächsten Aktion war der Schlussmann aber chancenlos. Ein ärgerliches Foul etwa 30 Metern vor dem Tor und der gedankenschnell ausgeführte Freistoss schloss ein Stürmer der Gäste eiskalt zum 1:2 ab. Wyler vollzog in der 78. Minute mit Neuenschwander für Biribicchi die letzte Einwechslung. Das Heimteam versuchte nun alles um die drohende Niederlage noch abzuwenden. Schläflis viel versprechender Abschlussversuch nach einem langen Einwurf von Binggeli wurde abgeblockt (86.) und G.A. Berners Direktabnahme nach einem scharf getretenen Freistoss von rechts (94.) brachte nicht den Last-Minute-Ausgleich.

 

Ein Spiel, das man nie verlieren darf, geht mit 1:2 zu Ende. Damit zieht der glücklose und wenig zwingende FC Wyler die erste Saisonniederlage ein. Das Heimteam war über weite Strecken die dominierende Mannschaft und verpasste die Entscheidung nach besten Gelegenheiten mehrmals. Die Strafe dafür ist eine schmerzliche Niederlage gegen einen defensiv clever stehenden FC Länggasse. Am kommenden Sonntag (12.00 Uhr in Weissenstein) gibt es die Chance für Wiedergutmachung. Kopf hoch, Jungs!

 

Fenni Jr.

FC Wyler – FC Laupen 4:2 (2:2) vom 15.09.2011 (Cup)

 

Torschützen: Mastrangelo; J. Berisha; A. Berisha (2)

 

Der FC Wyler ist nicht unbedingt als Cup-Mannschaft bekannt, dennoch stand man am vergangenen Donnerstag bereits in der 4. Runde des Berner-Cup.

 

Zum einen ist der Cup von sehr hoher Bedeutung, da man sich dabei noch für die Europa-League qualifizieren kann. Zum anderen bietet der Cup den Trainern auch immer Gelegenheit, den „zweiten Anzug“ des Teams zu testen. So wurden auch am Donnerstag etliche Spieler eingesetzt, welche sonst nicht unbedingt zum Stamm gehören.

Mit dem FC Laupen war ein starker Drittligist zu Besuch. Dieser hatte erst kürzlich das favorisierte Ostermundingen mit 2:0 geschlagen. Man war also gewarnt.

 

Im Tor feierte Mathias Hügli sein Comeback im ersten Pflichtspiel, seit er vom FC Kirchberg zurückgekehrt ist. Die Innenverteidigung in Person von Simon Schenk und Ugur Sinaci formierte sich auch total neu und hatte so in dieser Zusammensetzung zum letzten Mal in der Aufstiegssaison vor drei Jahren zusammengespielt. Es war also klar, dass es zu Beginn einige Abstimmungsschwierigkeiten geben würde.

 

Darüber musste man sich am Anfang aber überhaupt keine Sorgen machen, denn Wyler suchte sein Heil sofort in der Offensive. Es waren noch gar nicht alle Zuschauer auf ihren Plätzen, da klingelte es schon im Gästegehäuse. Alex Berner (auch ein Rückkehrer) lancierte den schnellen Rapicavoli (auch neu in die Stammelf gerückt) mit einem Traumpass an der Linie entlang. Dieser suchte unverzüglich den Abschluss, scheiterte aber am Querbalken. Den Nachschuss verwertete Mauro Mastrangelo, ebenfalls ein Neuer, mit einer Direktabnahme. Da waren erst drei Minuten geespielt. In diesem Takt ging es gleich weiter. Eine massgeschneiderte Flanke von Marco Binggeli musste Johan Berisha nur noch einköpfen. So stand es bereits nach 11 Minuten 2:0 für die Hausherren.

 

Leider zeigte dann die erste Mannschaft vom FC Wyler ihr zweites Gesicht. Kurzerhand wurde das Fussballspielen eingestellt und man liess den Gegner zu viel Druck aufbauen. Es war zu merken, dass die Abstimmung zwischen so vielen neuen Spielern noch nicht ganz geklappt hat. Anders lässt es sich nicht erklären, dass Laupen ganz einfach vor der Pause seinerseits auch zu zwei Treffern kam. Der Anschlusstreffer viel nach einem einfachen Ballverlust im Mittelfeld. Im Anschluss konnte der gegnerische Stürmer im 1:1 auf unser Tor zulaufen, liess den letzten Verteidiger stehen, umkurvte den chancenlosen Hügli und netzte souverän ein. Der Ausgleich kam glücklich zustande und war deshalb besonders ärgerlich. Nach diversen Prellbällen konnte ein Laupen-Angreifer ungehindert zur Mitte flanken.

 

Diverse Wyler-Verteidiger konnten den Ball nicht entscheiden wegschlagen. Die gegnerische Nummer 9 bedanke sich und netzte zum Ausgleich ein. Pause.

 

Nach der Pause gestaltete sich das Spiel offener. Die Hintermannschaft des FC Wyler hatte sich langsam gefangen und im Sturm konnte man kleine Nadelstiche setzen. Laupen machte zwar Druck, wurde dennoch in der 2. Halbzeit nur einmal richtig gefährlich. Hügli parierte den einen Schlenzer jedoch bravourös.

 

In der Folge war es der FC Wyler, welcher gute Möglichkeiten hatte, wieder in Führung zu gehen. A. Berisha scheiterte mit einem wuchtigen Kopfball an Torhüter und Pfosten. Wenig später hatte er dann mehr Glück, wobei die Betonung hier auf Glück liegt. Der emsige Mastrangelo brachte einmal mehr eine butterweiche Flanke zur Mitte, wo A. Berisha diesmal etwas glücklich per Kopf die Führung für die Stadtberner erzielen konnte. Wyler war weiter auf dem Vormarsch und konnte kurz vor Schluss durch den zweiten Treffer von A. Berisha sogar noch das vierte Tor bejubeln. Der Drops war gelutscht, Wyler ist eine Runde weiter und darf sich nun auf ein Hammer-Los freuen.

 

Es ist zu erwarten, dass am Samstag eine andere 11 auf dem Platz stehen wird. Dennoch muss man den vielen Rückkehren ein Kompliment aussprechen, schliesslich wurde die Pflicht- das Weiterkommen in die nächste Runde- erfüllt.

 

Der FC Wyler bedankt sich bei den zahlreichen Fans, welche das Stadion in einen Hexenkessel verwandelt haben.

 

LG Uli Hoeness

SV Lyss – FC Wyler 2:2 (0:2) vom 11. September 2011

 

Torschützen: Schläfli; Suter

 

Das heutige Gastspiel beim SV Lyss sollte die erste echte Reifeprüfung werden. Mit den ebenfalls noch ungeschlagenen Seeländern, welche letzte Saison noch in der 2. Liga Regional spielten, war schon im Vorfeld als spielstarker Widersacher gehandelt worden. Der FC Wyler seinerseits wollte natürlich dort weitermachen, wo sie vergangenen Samstag gegen FK Sloga (7:1) aufgehört hatten, mit Toren und einem Sieg.

 

Aufstellung: Bornhauser; Neuenschwander, Biribicchi, Binggeli; Rapicavoli (67. A. Berner), Nussbächer, G.A. Berner, J. Berisha, A. Pulaj; Schläfli (87. Schenk), Suter (67. A. Berisha)

 

Ersatz: A. Berisha, A. Berner, Schenk

 

Bemerkungen: Hügli, Frey und Zürcher (2. Mannschaft), Wälti (beruflich abwesend), Münger, Del Percio, Stammler, Lustenberger, Flückiger und Fenner (alle verletzt), Mastrangelo, Sinaci, Fasnacht, Schüpbach und K. Pulaj (nicht im Aufgebot)

 

Die Partie wurde von Beginn weg animiert geführt, man konnte sofort feststellen, dass sich am heutigen Sonntagnachmittag zwei gute Teams gegenüber standen. Jedoch war auf beiden Seiten noch fehlende Präzision im Angriffsspiel festzustellen. Biribicchi setzte nach 4 Minuten ein erstes Ausrufezeichen. Der gross gewachsene Abwehrspieler köpfte einen feinen Freistoss von Binggeli aus viel versprechender Position neben das Tor.

 

Der SV Lyss war in der Folge sichtlich von Wylers Aggressivität und Vorwärtsdrang beeindruckt. Nussbächer hatte in der 26. Minute die nächste nennenswerte Aktion. Nach einer schönen, schnellen Kombination flankte dabei Schläfli präzise zur Mitte. Wylers Mittelfeldmotor brachte aber nicht mehr genügend Druck hinter seinen Kopfball aus acht Metern. Das Heimteam deutete zwar seine technische Stärke wiederholt an, war aber vor dem Tor noch zu ungefährlich. 35 Minuten zeigte die Anzeigetafel an, als den Stadtbernern der verdiente Führungstreffer gelang. Wyler setzte sich nach einer Druckphase tief in der gegnerischen Platzhälfte fest. Nussbächer wurde ideal im Strafraum eingesetzt und spielte direkt flach ins Zentrum. Schläfli stand genau am richtigen Ort und verwertete aus wenigen Metern zum 0:1.

 

Zwei Minuten später hätte der SV Lyss aber beinahe die passende Antwort gehabt. Ein schneller Lyss-Angreifer scheiterte nach einem langen Ball in die Spitze nur am hellwachen Torhüter Bornhauser. Wyler nahm das Spiel wieder in die Hand und war wieder deutlich mehr im Ballbesitz. G.A. Berner mit einem satten Weitschuss (39.) und J. Berisha mit einem frechen Schuss aus rund 40 Metern (42.) scheiterten beide nur knapp. Ein Angriff wie aus dem Lehrbuch führte in der 45. Spielminute zum wichtigen 0:2. Nussbächer spielte J. Berisha steil ein, dieser zog mit Tempo am überforderten Verteidiger vorbei und passte perfekt ins Zentrum. Suter konnte ohne Problem einschieben. Das war bereits sein 5. Saisontor.

 

Die bekannte Fussballweisheit, dass ein 2:0 die gefährlichste Führung sein kann, bewies die Startphase in die zweite Halbzeit. Der SV Lyss kam wesentlich stärker aus der Kabine und Wyler liess sich unerklärlicherweise immer mehr einschnüren. Die Quittung war der 1:2-Anschlusstreffer in der 55. Minute, nachdem ein Lyss-Akteur weitgehend unbedrängt aus etwa 20 Metern überlegt einschieben konnte.

 

Lyss sah nun seine Chance und war von diesem Zeitpunkt im Aufwind. Bei Wyler war eine gewisse Verunsicherung festzustellen. Wenige Minuten später liessen die Gastgeber mit einem Heber im Strafraum eine weitere sehr gute Chance liegen. Trainer Housi Tschannen war nun gezwungen auf die Baisse zu reagieren und vollzog deshalb in der 67. Minute einen Doppelwechsel. A. Berner und A. Berisha ersetzten Rapicavoli und Suter. Die Partie gestaltete sich wieder ausgeglichener und Wyler konnte einige Male mit Kontern für Entlastung sorgen. Vielversprechende Überzahlsituationen wurden jedoch zu mangelhaft oder kompliziert ausgespielt.

 

J. Berisha hatte in der 79. Minute eine hervorragende Möglichkeit zur vermeintlichen Entscheidung. Nach einer herrlichen Flanke von A. Berner konnte Wylers Nummer 11 den Ball nicht wie gewünscht mit der Brust kontrollieren. Ein direkter Kopfball wäre in dieser Situation womöglich die bessere Lösung gewesen. Schläfli hatte nach 83 Minuten die nächste Chance zum 1:3. Er verzog aber mit einem Schuss aus 16 Metern. Lyss setzte nun zur Schlussoffensive an.

 

Die Stadtberner konnten sich bei Torwart Bornhauser bedanken, dass es nach 85 Minuten nach wie vor 1:2 stand. Bornhauser gelang innert Sekunden zwei Glanzparaden nach Abschlüssen aus wenigen Metern. Kurz darauf kam mit Schenk für Schläfli ein Defensivspieler zum Einsatz, um die Führung abzusichern. Unglaublich aber wahr, dem Heimteam aus dem Seeland gelang in der 4. Minute (!) der Nachspielzeit mit einem platzierten Schlenzer aus 20 Metern noch der ärgerliche Last-Minute-Ausgleich.

 

Wyler bleibt auch im 5. Spiel dieser Saison ungeschlagen, das ist das Positive. Die Stadtberner präsentierten sich nach einer ansprechenden ersten Hälfte, in den zweiten 45 Minuten sehr bescheiden und kassierte (nicht zum ersten Mal) noch ein ärgerliches Gegentor in den Schlussminuten. Diese gefühlte Niederlage ist ein kleiner Rückschlag für den FCW, jedoch bestehen überhaupt keine Zweifel darüber, was noch alles in dieser Mannschaft steckt.

 

Am Donnerstag steht nun in der 4. Runde des Berner Cups das Spiel gegen den FC Laupen (3. Liga) auf dem Programm (20.00 Uhr, Sportplatz Wyler). Das nächste Meisterschaftsspiel findet dann erst am Samstag in einer Woche (24. September 2011, 17.00 Uhr gegen FC Länggasse) statt. Wir freuen uns auf Unterstützung!

 

Fenni Jr.

FC Wyler – FK Sloga 7:1 (0:1) vom 3. September 2011

 

Torschützen: Suter (3); J. Berisha (3); Stammler

 

Wyler, mit zwei Siegen und einem Unentschieden in die Saison gestartet, empfing am frü¼hen Samstagabend zuhause den FK Sloga. Der 4. Liga-Aufsteiger hinterliess in den ersten Partien einen guten Eindruck und blieb ebenfalls noch ohne Niederlage (zwei Siege, ein Unentschieden). Der FCW war gewarnt und wusste, dass man das Spiel nur mit einer konzentrierten Leistung erfolgreich gestalten kann. Voller Selbstvertrauen und Zuversicht war Wyler fü¼r die Partie bereit.

 

Aufstellung: Bornhauser; Wälti, Biribicchi, Binggeli; A. Pulaj (77. Schenk), Nussbächer, Stammler, Münger (45. Rapicavoli), G.A. Berner (66. Mastrangelo); J. Berisha, Suter

 

Ersatz: Rapicavoli, Mastrangelo, Schenk

 

Bemerkungen: Fasnacht und Frey (2. Mannschaft), Sinaci, K. Pulaj und Schüpbach (nicht im Aufgebot), A. Berisha (krank), Schläfli, Del Percio, Lustenberger, Flückiger und Fenner (verletzt), Neuenschwander (abwesend), A. Berner und Hügli (Ferien)

 

Das Spiel präsentierte sich in der Anfangsphase ausgeglichen und umkämpft. Sloga versuchte das Heimteam früh unter Druck zu setzen und nicht ins Spiel kommen zu lassen. Die erste vielversprechende Chance hatte Suter. Nach der Balleroberung von A. Pulaj spielte Nussbächer Stürmer Suter gekonnt steil an. Dieser konnte aber diese Gelegenheit nicht ausnutzen (18.). In der Folge blieben zwingende Offensivaktionen auf beiden Seiten selten. Die Gäste überzeugten durch ihre Zweikampfstärke und zeigten mit einigen technisch guten Individualisten Ansätze. Bornhauser blieb jedoch noch unbeschäftigt.

 

Nach einer halben Stunde vergab Nussbächer nach einem sehenswerten Vorstoss über Münger und J. Berisha eine ausgezeichnete Möglichkeit. Keine Minute später erzielte ein Sloga-Stürmer nach einer perfekten Flanke von rechts das überraschende 0:1. Wyler keineswegs geschockt, versuchte sofort zu reagieren. Die nächste gefährliche Aktion liess nicht lange auf sich warten. Stammler wurde nach einem Steilpass von Suter im letzten Moment entscheidend gestärkt (39.). In der Nachspielzeit verletzte sich Münger nach einem unglücklichen Zweikampf. An ein Weiterspielen war nicht mehr zu denken, Rapicavoli ersetzte ihn. Wyler ging trotz spielerischen Vorteilen mit einem 0:1-Rückstand in die Pause.

 

Motiviert und überzeugt, diesen Rückstand so schnell wie möglich auszugleichen, begann der FCW dominant in die zweite Halbzeit. Rapicavoli setzte G.A. Berner in der 55. Spielminute schön ein, dieser passte ins Zentrum zum freistehenden Suter, welcher gekonnt zum 1:1 einschob. Zwei Minuten später setzte Nussbächer auf der rechte Seite zu einem energischen Angriff an und bediente wiederum Suter mit einer scharfen Flanke auf den hinteren Pfosten. Suter sagte danke und köpfte platziert zum 2:1 ein (57.). Eine Minute später spielte J. Berisha tief aus der eigenen Platzhälfte einen wunderschönen langen Ball in die Spitze. Daniel Suter spekulierte geschickt, lupfte den Ball über den heraus stürmenden Torhüter und erzielte das 3:1. Unglaublich, Daniel Suter mit einem lupenreinen Hattrick innert drei Minuten! Nach 66 Minuten kam Mastrangelo für G.A. Berner in die Partie.

 

Kurz darauf hätte Suter seinen vierten Treffer markieren müssen. Eine halbhohe Hereingabe von Mastrangelo konnte er dem Torwart wegspitzeln, traf aber das freistehende Tor aus wenigen Metern nicht. In der 71. Minute konnte J. Berisha auf 4:0 erhöhen. Mastrangelo’s tödlicher Pass durchs Abwehrzentrum verwertete er überlegt mit einem Flachschuss. J. Berisha wurde wenige Minuten danach im Strafraum regelwidrig zurückgehalten, diskussionsloser Elfmeter. Die Nummer 11 trat gleich selbst an und verwandelte souverän zum 5:1. Mit Schenk für A. Pulaj vollzog Wyler in der 77. Minute die letzte Einwechslung.

 

Nach einer Verwirrung im Sloga-Strafraum gelangte der Ball zu J. Berisha. Sein Abschluss aus fünf Metern wurde aber im letzten Moment geblockt (78.). Nach 81 Minuten lag der Ball wieder im Tor. Suter stiess in den Strafraum, passte hinter Abwehr, wo J. Berisha direkt zum 6:1 vollendete. Der Spielertrainer J. Berisha damit ebenfalls mit einem klassischen Hattrick innert 10 Minuten! Kurz vor Spielende schickte der Schiedsrichter einen Akteur von Sloga nach einem groben Foul noch frühzeitig unter die Dusche. Den Schlusspunkt setzte Stammler in der 92. Minute mit dem 7:1. Ein kurz ausgeführter Freistoss und der Querpass von Rapicavoli schloss Stammler ohne Problem ab. Endstand: Wyler 7, Sloga 1.

 

Ein 0:1-Rückstand zur Halbzeit in einen überzeugenden 7:1-Sieg umgemünzt. Der FC Wyler zeigte Charakter und sicherte sich dank einer überragenden zweiten Halbzeit mit sieben Toren drei weitere Punkte. Kommenden Sonntag um 15.00 Uhr in Lyss kommt es nun zum nächsten wegweisenden Spiel gegen einen starken Kontrahenten.

 

Fenni Jr.

FC Zollikofen – 3. Liga 0:1 (0:1) vom 28. August 2011

 

Torschütze: A. Pulaj

 

Die Aufstellung: Bornhauser; Wälti, Stammler, Neuenschwander; A. Pulaj, Nussbächer, J. Berisha, Münger, G.A. Berner (72. Binggeli); Suter (64. Schläfli), A. Berisha (81. Rapicavoli)

 

Ersatz: Rapicavoli, Mastrangelo, Schläfli, Binggeli und Schenk

 

Bemerkungen: Fasnacht und Frey (2. Mannschaft), Sinaci, Zürcher und K. Pulaj (nicht im Aufgebot), Del Percio, Lustenberger, Flückiger und Fenner (alle verletzt), Biribicchi, A. Berner, Hügli und Schüpbach (Ferien oder abwesend)

 

Bericht von Fenni Jr.

Der FCW ist mit vier Punkten nach zwei Spielen gut in die neue Saison gestartet. In der letzten Partie gegen Aarberg brillierte das Team von Housi Tschannen und Johan Berisha zwar nicht, war aber diskussionslos die bessere Mannschaft. Das Ziel am heutigen 3. Spieltag, auswärts beim FC Zollikofen, war dementsprechend klar gesteckt. Die Stadtberner wollten sich spielerisch verbessern und natürlich die nächsten drei Punkte holen. Beste Fussballbedingungen am frühen Sonntagmorgen machte Hoffnung auf eine gute und unterhaltsame Partie.

 

Der FC Wyler Bern konnte die Nervosität und Anspannung in den Startminuten nicht verbergen. Das Team aus Berns Norden produzierte noch zu viele Fehlpässe. Der FC Zollkofen seinerseits konnte von diesen Anfangsschwierigkeiten nicht profitieren und blieb offensiv harmlos. Nach neun Minuten lag dann aber der Ball zum ersten Mal drin. Eine hohe weite Flanke vom linken Flügel G.A. Berner auf den zweiten Pfosten gelang zu A. Pulaj. Der quirlige Flügelspieler schloss aus wenigen Metern gekonnt mit einem satten Schuss ab: 0:1. Wyler diktierte jetzt das Spielgeschehen souverän, ohne aber viel Aufwand betreiben zu müssen.

 

Offensivaktionen blieben auf beiden Seiten Mangelware, denn die nötige Präzision beim letzten Pass fehlte. Der Gastgeber kam nach über einen halben Stunde mit einem Schuss aus rund 20 Metern zur ersten gefährlichen Gelegenheit. Wyler bemühte sich nach wie vor die Partie mehr an sich zu reissen. Ein starker Steilpass von Münger hätte G.A. Berner aus vielversprechender Position beinahe verwerten können (39.). Kurz vor Halbzeitende verpasste ein FCZ-Stürmer eine gute Chance (44.). Eine zum grössten Teil ereignisarme erste Halbzeit ging damit zu Ende.

 

Zollikofen präsentierte sich anfangs der zweiten Hälfte wesentlich kompakter und hartnäckiger. Wyler verhielt sich derweil etwas zu passiv, wartete ab und machte wenig fürs Spiel. Dem Team von Housi Tschannen war bewusst, dass ein zweiter Treffer bereits vorentscheidend werden könnte, denn die Führung war zwar verdient, aber der angestrebte Sieg auf keinem Fall schon im Trockenen. G.A. Berner verpasste eine sehr gute Möglichkeit nach einer wunderbaren Diagonalflanke aus wenigen Metern (64.). Wyler vollzog nach 64 Minuten die erste Einwechslung. Schläfli ersetzte Suter. Nach fast 70 Minuten ging eine kleine Unaufmerksamkeit vom ansonsten souveränen und weitgehend beschäftigungslosen Wyler-Schlussmann Bornhauser beinahe ins Auge.

 

Zollikofen war jetzt besser im Spiel, gefährliche Aktionen waren aber nicht zu vermelden. Nach 72 Minuten kam für die Schlussphase Binggeli für G.A. Berner in die Partie. Schläfli hatte kurz darauf eine ausgezeichnete Chance, um für die Entscheidung zu sorgen. Münger`s Pass in die Tiefe konnte er aber mit einem Flachschuss nicht verwerten. Beim FCW kam in der 81. Minute mit Rapicavoli für A. Berisha ein Routinier ins Spiel. Die GÃäte schaukelten danach die Partie ohne grössere Probleme nach Hause und holten die wichtigen drei Punkte.

 

Hauptsache drei Punkte! Das ist kurz gesagt das Fazit dieses mässigen Spiels. Der Wyler siegt beim FC Zollikofen trotz einer vor allem offensiv bescheidenen Leistung knapp mit 0:1. Spielerisch bot die Partie wenig, doch Wyler setzte sich letztendlich aufgrund einer defensiv kompakten Darbietung verdient durch. Steigerungspotenzial, hauptsächlich im spielerischen Bereich, ist nach wie vor viel vorhanden. Bereits nächsten Samstag um 17.00 Uhr hat der FCW die Möglichkeit gegen FK Sloga die angesprochenen Mängel zu beheben und einen weiteren Sieg einzufahren.

 

 

Bericht von "Uli Hoeness"

Die Saison ist bereits voll im Gang. Die englischen Wochen mit Pokal und Meisterschaft haben begonnen und der FC Wyler scheint sich hervorragend durch diese intensive Zeit zu spielen. Nachdem man am Donnerstag im Cup gegen den FC Lengnau souverän weitergekommen ist und sich somit die Chancen auf den UEFA-Cup aufrecht erhielt, stand heute mit dem FC Zollikofen ein harter Brocken in der Meisterschaft auf dem Programm.

 

Housi Tschannen schickte die gleiche 11 aufs Feld welche schon am Donnerstag die Kohlen aus dem Feuer geholt hat. Im 3-5-2 System suchte die Tschannen-Elf heute erneut ihr Glück in der Offensive.

 

Das spiel entwickelte sich zu Anfang nicht richtig und Torabschlüsse fanden vorerst gar nicht statt. Wyler versuchte über die Flügel Druck zu machen, war jedoch nicht wirklich zwigend. Von Zollikofen kam auch nicht viel mehr als Befreiungsschläge. Ja, das fussballerische Niveau war tief und man merkte schnell, dass es heute eine typische Kampf-Partie werden würde.

 

Dennoch gelang dem FC Wyler früh in der Partie und für viele zu diesem Zeitpunkt unerwartet das so wichtige Führungstor. Eine Flanke von der linken Seite segelte durch den Strafraum bis auf die rechte Seite zu Afrim Pulaj. Dieser legte sich den Ball kurz vor und zog mit einem trockenen Rechtsschuss ab. Der Ball fand im weiten Eck seinen Weg zum umjubelten 1:0. Es gibt Geschichten, die schreibt nur der Fussball. Lange Zeit war Afrim Pulaj verletzt und stiess erst auf diese Saison hin wieder zur 1. Mannschaft des FC Wyler. Verbissen hatte er sich in die Startelf gekämpft und belohnt sich selbst für einen couragierten Auftritt.

 

In der Folge waren Wyler und Zollikofen stets bemüht, etwas Struktur ins Spiel zu bringen. Dennoch wollte dies nimandem so recht gelingen. Gian-Andrea Berner hatte noch so etwas wie eine Torchance, verzog aber aus spitzem Winkel.

Beide Abwerhrreihen standen gut und liessen sehr wenig zu. Die Kopfballstarke Abwehr von Zollikofen hatte die Lufthoheit für sich gepachtet und löste die Aufgaben jeweils resolut. Bei Wyler hielten Wätli, Stammler und Neuenschwander den Laden dicht und waren sich für nichts zu schade.

 

Kurz vor der Pause dann doch noch ein Schock für den FCW! Plötzlich tauchte ein gegnerischer Stürmer alleine vor Vadim Bornhauser auf. Dieser machte sich breit und der Stürmer verzog den Schuss zum Glück für uns kläglich. Dies hätte der Ausgleich sein müssen. Dieser Chance ging der einzige Stellungsfehler der 1. Halbzeit voraus. Wyler war also gerwarnt und ging zufrieden in die Pause.

 

Nach der Pause ging das Spiel genau gleich weiter wie in der ersten Halbzeit. Beide Mannschaften wollten guten Fussball zeigen, doch es wollte ihnen einfach nicht viel gelingen. Viele Abspielfehler und Nicklichkeiten prägten die zweite Halbzeit. Mit zunehmendem Kräfteverschleiss häuften sich die individuellen Fehler und nur die grössten Optimisten fanden irgendwie so etwas wie Spielfluss in diesen zweiten 45 Minuten. Gutmütige Fans haben in der 2. Halbzeit vielleicht eine gute Torchance durch unseren Thomas Schläfli notieren können. Ansonsten blieb das Spiel schwach und bot kaum Spektakel. Die Konter wurden schlecht gefahren und waren eigentlich schon beendet, bevor sie richtig gestartet wurden.

 

Und wenn dann doch mal ein Angriff rollte, wurde Wyler zig mal wegen Offside zurückgepfiffen. Die gegnerische Abwehr war sehr gut aufgerückt und stellte unsere (zu) schnellen Sürmer ein ums andere mal Offside. Man muss allerdings auch sagen, dass 2-3 ganz brenzlige Situationen dabei waren, wo man im Zweifel auch für den Stürmer hätte laufen lassen können. Es waren einige vielversprechende Konter darunter.

 

Doch wie gesagt, an diesem Vormittag wollte einfach nichts so recht gelingen. So schaukelte der FC Wyler dieses 1:0 gemütlich nach Hause. Denn auch der FC Zollikofen war nicht mehr in der Lage, irgendwie auf diesen Rückstand zu reagieren. Man musste sich eigentlich zu keinem Zeitpunkt des Spiels Sorgen um die Punkte machen.

 

Der FC Wyler stiehlt also 3 wichtige Punkte auswärts in Zollikofen und kann mit breiter Brust die nächsten Aufgaben in Angriff nehmen. Die Partie war zu keinem Zeitpunkt hochstehend. Doch man muss der 1. Mannschaft auch zu gute heissen, dass sie den Kampf angenommen und schlussendlich auch konsequent durchgezogen hat. In der letzten Saison hatte man noch einige Punkte in der Schlussphase des Spiels abgeben müssen. Es ist zu hoffen, dass die Mannschaft dieses schwere Korsett langsam aber siche ablegen kann und bis zur 90. Minute konzentriert zu Ende spielt.

 

Die 1. Mannschaft des FC Wyler bedankt sich für das faire und freundliche Auftreten vom FC Zollikofen und freut sich auf ein Wiedersehen in der Rückrunde

FC Wyler – FC Aarberg 4:0 (0:0) vom 20. August 2011

 

Torschützen: Suter, Biribicchi, Fasnacht, A. Berisha

 

Nach dem ernüchternden Auftritt bei AS Italiana zum Saisonstart vor einer Woche war die Mannschaft von Hans Tschannen und Johan Berisha stark gefordert und gewillt, das 1:1-Unentschieden aus dem ersten Spiel im Heimspiel gegen den FC Aarberg mit einem diskussionslosen Sieg wieder zu korrigieren. Das Wetter präsentierte sich von seiner besten Seite und der Hauptplatz stand dem in Nichts nah.

 

Die Aufstellung: Bornhauser; Wälti, Biribicchi, Neuenschwander; Del Percio (52. Fasnacht), Nussbächer, J. Berisha, Münger, G.A. Berner (82. Mastrangelo); Suter (74. Rapicavoli), A. Berisha

 

Ersatz: Rapicavoli, Mastrangelo, Fasnacht

 

Bemerkungen: A. Pulaj, Frey und K. Pulaj (nicht im Aufgebot), Hügli (rekonvaleszent), Lustenberger, Flückiger und Fenner (alle verletzt), Schläfli, A. Berner, Binggeli, Schenk, Schüpbach und Sinaci (Ferien oder abwesend)

 

Dominant und tonangebend startete der FC Wyler Bern in die Partie. Man spürte sofort, dass es heute keinen Zweifel über den Ausgang des Spiels geben sollte. Wyler setzte sich in der Startviertelstunde in der gegnerischen Platzhälfte fest, nennenswerte Aktionen blieben aber noch Fehlanzeige. Nussbächer scheiterte erstmals nach 16 Minuten nach einer sehenswerten Kombination mit einem Linksschuss. Wyler war nach wie vor spielbestimmend und optisch überlegen, jedoch agierte man zu umständlich und die letzte Überzeugung fehlte noch. Schnell konnte man feststellen, dass mit dem FC Aarberg am heutigen Tage ein höchst bescheidener Gegner dem Quartierverein gegenüber stand.

 

Die nächste gute Chance hatte dann Suter. J. Berisha setzte sich auf der rechte Seite energisch durch und spielte einen mustergültigen Rückpass auf Wyler’s Nummer 16. Dieser konnte aber zu wenig Druck hinter den Ball bringen (28.). Rund fünf Minuten später war dann J. Berisha selber an der Reihe. Mit einem sehenswerten Schlenzer aus 22 Metern verpasste er die Führung nur knapp. Der in der Dreierkette agierende Aussenverteidiger Wälti spielte nach 39 Minuten beinahe von der Mittellinie einen herausragenden flachen Steilpass a la Gerard Pique auf Flügel G.A. Berner. Wyler’s Rückkehrer wusste aber mit dieser ausgezeichneten Gelegenheit alleine vor dem Torhüter nichts anzufangen und scheiterte am stark reagierenden Gästekeeper. Nur eine Minute später erzielte dann Suter nach einem Durcheinander im Aarberg-Strafraum das längst fällige 1:0 und somit gingen sie mit einer knappen 1:0-Führung in die Pause.

 

Der Rhythmus zum Start in die zweite Halbzeit war nicht mehr so hoch, die Hitze machte beiden Teams zu schaffen. Wyler führte zwar die klar bessere Klinge, war spielerisch deutlich überlegen, schien aber die Kräfte etwas einteilen zu wollen. Die erste Auswechslung auf Seiten von Wyler: Fasnacht kam für Del Percio ins Spiel (52.). Eine kleine Nachlässigkeit bei Wyler wäre nach 59 Minuten beinahe bestraft worden. Mit der ersten guten Torchance von Aarberg hätten die Gäste ausgleichen können, aber Torhüter Bornhauser war hellwach und lenkte ein Schuss über die Latte. Je länger das Spiel dauerte, desto mehr haderte Tschannen’s Team mit dem nicht stilsicheren Schiedsrichter und liess sich nach mehreren zweifelhaften Entscheidungen auf unnötige Diskussionen ein.

 

Die Konzentration und Präzision, vor allem beim letzten Pass liess man daher einige Male vermissen. J. Berisha hatte nach 73 Minuten eine weitere Kopfballchance nach einer scharfen Flanke. Kurz darauf vollzog Wyler seinen zweiten Wechsel: Rapicavoli ersetzte den Torschützen Suter.

 

79 Minuten waren gespielt, als Mittelfeldstratege Münger zu einem Freistoss aus halblinker Position antrat. Seine präzise Flanke auf den zweiten Pfosten verwertete Biribicchi direkt zum erlösenden 2:0. Nach 82 Minuten kam Mastrangelo für G.A. Berner in die Partie. Eine Minute später scheiterte J. Berisha nach einem schnell vorgetragenen Konter mit einem satten Linksschuss am Torhüter. Fasnacht konnte nach einem guten Angriff über die linke Seite etwas glücklich auf 3:0 erhöhen (87.).

 

Das Spiel war nun endgültig entschieden. Für den Schlusspunkt sorgte das junge Stümertalent A. Berisha in der Nachspielzeit. Der eingewechselte Mastrangelo spielte tief aus der eigenen Platzhälfte einen feinen hohen Pass in die Spitze. A. Berisha vernaschte den letzten Verteidiger mit Leichtigkeit und schob zum 4:0-Schlussresultat ein.

 

Nach harzigem und mühevollem Start setzt sich der FC Wyler letztendlich dennoch klar mit 4:0 durch. Der talentierte FCW zeigte gegen einen limitierten Gegner eine engagierte Leistung, kann sich aber in vielen Belangen noch verbessern. Die Richtung stimmt jedenfalls bei Wyler. Am kommenden Sonntag sind die Stadtberner beim FC Zollikofen zu Gast. Wir freuen uns auf eine zahlreiche Unterstützung!

 

Fenni Jr.

AS Italiana – FC Wyler 1:1 (0:0) vom 13. August 2011

 

Torschütze: Johan Berisha

 

Die harte und schweisstreibende Vorbereitung auf die Saison 2011/2012 hat nun ein Ende. Nachdem der ambitionierte Quartierverein am vergangenen Samstag in der ersten Runde des Berner Cups den 2. Ligisten FC Allmendingen mit 3:1 eliminiert hatte, stand auf dem Sportplatz Weissenstein das erste Meisterschaftsspiel auf dem Programm. Der Gegner hiess AS Italiana, ein altbekannter Rivale, der in den letzten beiden Spielzeiten stets in der gleichen Gruppe war. Also wusste man im Vorfeld genau, was die talentierte Wyler-Mannschaft erwarten würde. Nach der sehr erfolgreichen letzten Saison, indem man sich mit starken 51 Punkten nur vom FC Aarberg geschlagen geben musste, war ganz Wyler heiss auf die neue Saison.

 

Aufstellung: Bornhauser, Neuenschwander, Biribicchi, Wälti, GA. Berner; Del Percio (58. Mastrangelo), Nussbächer, Münger, Schläfli (85. Fasnacht); J. Berisha, A. Berisha (88. Suter)

 

Ersatz: Suter, Mastrangelo, Fasnacht

 

Bemerkungen: Wyler ohne Frey (2. Mannschaft), Pulaj und Sinaci (überzählig), Hügli (im Aufbau), Lustenberger, Stammler, Flückiger und Fenner (alle verletzt), A. Berner, Rapicavoli, Binggeli, Schenk, Schüpbach und Zürcher (alle abwesend)

 

Kommen wir nun zum Spiel. Bei herrlichem Spätsommerwetter und auf gepflegtem Spielfeld war alles bereit für den Saisonstart. Der FC Wyler Bern, letzte Saison mit zwei 1:1-Unentschieden gegen Italiana, in welchen man die bessere Mannschaft war, wollte nun endlich den Fluch besiegen und als Sieger vom Platz gehen.

 

Der Start in die Partie gestaltete sich sehr verhalten, vor allem auf Seiten von Wyler war die Nervosität nicht zu verbergen. In der Defensive gab es einzelne kleine Abstimmungsprobleme, jedoch konnte Italiana dies nicht ausnutzen. Die Gäste aus Wyler kamen nach wenigen Minuten durch eine feine Einzelaktion von A. Berisha und dessen Flanke auf Schläfli zur ersten Gelegenheit. Wyler versuchte nach seinen Anfangsschwierigkeiten das Spiel zu kontrollieren. Dies gelang aber nur bedingt, denn das Heimteam störte früh und war in den Zweikämpfen sehr aufsässig.

 

J. Berisha hatte nach 20 Minuten seine erste Chance per Kopf. Zwei Minuten kam die AS Italiana nach einem unnötigen Ballverlust mit einen einfachen Heber in die Spitze zu einer ausgezeichneten Torgelegenheit. Jedoch tupfte der letztjährige 3. Liga-Topskorer mit einem Lupfer die Oberlatte. Kurz darauf verlängerte A. Berisha per Kopf geschickt auf Del Percio, der mit Tempo Richtung Tor losziehen konnte, jedoch die gute Möglichkeit nicht nutzte. In der Folge beruhigte sich das Spielgeschehen wieder, die Partie entpuppte sich wie erwartet als sehr umkämpft, die warmen Temperaturen am frühen Samstagabend machte beiden Teams zu schaffen. Wenige Minuten vor der Pause hatten beide Mannschaften noch je eine gute Chance zu verzeichnen. Ein Tor gelang aber keines mehr.

 

Wyler kam wesentlich besser und dominanter aus der Kabine. Einen gut getretener Eckball von Münger verwertete Spielertrainer J. Berisha mit dem Innenrist direkt zum viel umjubelten 0:1 (51.). In der Folge agierte Wyler unerklürlicherweise sehr passiv und Italiana’s Nummer 9 vergab innerhalb wenigen Sekunden zwei hundertprozentigen Chancen. Zuerst brachte er eine flache Hereingabe von rechts aus fünf Metern nicht am stark reagierenden Torhüter Bornhauser vorbei und wenige Sekunden später nach einer weiteren Unkonzentriertheit der Wylerabwehr traf er das leere Tor nicht. Wyler mit grossem Glück!

 

Nach knapp einer Stunde ersetzte Mastrangelo auf der rechten Flügelposition Del Percio. Wyler‘s Defensive agierte wieder entschlossener und ordnete sich. Das Spiel von den Gästen schien aber nach wie vor etwas gehemmt zu sein. Der Spielfluss wurde von einigen Fehlpässen unterbrochen. Nach fast 70 Minuten und einer schönen Diagonalflanke auf Schläfli gab es Diskussionsstoff. Der Flügelspieler traf aus rund 25 Metern mit einem feinen Heber, das Tor wurde jedoch durch ein fragwürdiges Abseits annulliert. Italiana forcierte nun sein Spiel mit langen Bällen in die Spitzen und sorgte vor allem mit Standards immer wieder für Gefahr. Zu zwingenden Chancen kamen sie aber noch nicht. Wyler konzentrierte sich immer mehr auf seine Defensive und versuchte mit Kontern für die Vorentscheidung zu sorgen. Dies gelang aber mangels Präzision nicht wie gewünscht und so musste man weiterhin zittern.

 

Acht Minuten vor Spielende lancierte Mittelfeldstratege Münger den jungen Stürmer A. Berisha gekonnt steil, dieser umkurvte den Torhüter traf aber aus etwas ungünstiger Position nur den Aussenpfosten. Fasnacht kam kurz danach für Schläfli ins Spiel. Als hätte Wyler die beiden Unentschieden gegen Italiana aus der letzten Saison im Hinterkopf, konnten sie die Führung erneut nicht über die Zeit bringen.

 

Denn Italiana’s Aussenverteidiger zog im Schritttempo unbedrängt an mehreren Gegenspielern vorbei und erzielte aus beinahe unmöglichem Winkel das 1:1-Unentschieden (87.). Eine Minute später reagierte Trainer Housi Tschannen mit seinem letzten Wechsel und brachte Suter für A. Berisha. Offensivaktionen blieben auf beiden Seiten bis zum Schlusspfiff Fehlanzeige und so trennten sich die beiden Teams mit 1:1.

 

Unglaublich, aber wahr. Zum dritten Mal in Folge spielt der FC Wyler Bern gegen AS Italiana 1:1-Unentschieden, nachdem man in allen Spielen stets die besten Chancen zum Sieg hatte. Der Saisonauftakt ist damit nur bedingt geglückt. Das 1:1 muss nun Motivation genug sein, es nächsten Samstag (17.00 Uhr, Sportplatz Wyler) im ersten Heimspiel gegen den FC Aarberg besser zu machen und den ersten Dreier einzufahren.

 

Fenni Jr.

FC Wyler – FC Allmendingen 3:1 (erste Cuprunde vom 07.08.2011)

 

Torschützen: Münger; Binggeli; Berisha

 

Und wiedereinmal ging eine lange und vielgefürchtete Vorbereitungsphase heute zu Ende. Mit der ersten Cuprunde wurde auf dem gutbesuchten Wyler die Saison 2011/2012 endlich eröffnet.

Die 1. Mannschaft hat sich nur punktuell verstärkt mit den verlorenen Söhnen Gian-Andrea (Gianni) Berner und Mathias Hügli (Kirchberg), sowie der emmentaler Frohnatur Ueli Neuenschwaner (Langnau). Ansonsten blieb das Gerüst des Teams bestehen, welches in der letzten Saison den hervorragenden 2. Tabellenplatz belegt hatte und somit den Aufstieg nur knapp verpasste.

 

Nach der Niederlage im Finale des prestigeträchtigen Wyler-Cups (3:4 n.E), welcher zur Teilnahme der Champions League berechtigt hätte, wollte sich der FC Wyler gleich rehabilitieren!

 

Zu Beginn der Saison wartete mit dem Zweitligisten FC Allmendingen gleich ein echter Leckerbissen auf die 11 des neuen Trainers Housi Tschannen.

 

Im Wissen, dass man durchaus fähig ist, den 2. Liga-Vertretern ein Bein zu stellen ging die Mannschaft die Vorbereitung auf das Spiel an. Entsprechend engagiert ging der FC Wyler in die Startphase dieser pakenden Partie.

 

Das unter Housi Tschannen wieder eingeführte 4-4-2 System funktioniert in diesem frühen Stadium der Saison bereits recht ordentlich und so konnte man in den ersten Spielminuten eine ausgeglichene Partie verfolgen. Beide Mannschaften suchten die Offensive. Dennoch waren gute Torchancen anfangs noch Mangelware. Einzig ein Biribicchi-Kopfball nach einer Ecke sorgte für Aufsehen. Der Ball flog aber weit übers Tor. Wyler setzte den Gegner früh unter Druck und zwang diesen so zu Abspielfehlern und weiteren Ballverlusten. Ein solcher führte nach gut 30 Minuten dann auch zum Führungstreffer. Unser Intermis-Captain Alain Münger luchste dem gegnerischen Abwerhspieler den Ball ab, legte sich diesen einmal vor und zog mit voller Wucht aus ca. 23 Metern Entfernung einen Vollspannschuss ab. Dieser trotzte der Schwerkraft und schlug schlussendlich im Winkel des gegnerischen Gehäuses ein - wahrlich ein Traumtor!

 

In der Folge zog sich der FC Wyler ungerkläricherweise etwas zurück und liess den Gegner mehr gewähren. Die gegnerische "Nummer 9" war ein exzellenter Ballverteiler und wusste stets seine Mitspieler glänzend in Szene zu setzen. Durch eine wunderschöne Kombination kam Allmendingen zur besten Chance vor der Pause. Zum Glück für die Stadtberner brachte der Allmendingen-Stürmer das Kunststück fertig, das runde Leder aus 3 Meter Entfernung an den Pfosten zu setzen. Phu, das war knapp!

 

Kurz vor der Pause verletzte sich unser Kettenhund Claudio Stammler (Zerrung) und wurde durch Simon "Uli" Schenk ersetzt, welcher nach fast anderthalbjähriger Verletzungsgeschichte sein Pflichtspiel Comeback für den FC Wyler gab. An dieser Stelle wünschen wir beiden GUTE GESUNDHEIT!

 

Nach der Pause nahm der Druck von Allmendingen stetig zu. Durch den Wechsel in der Innenverteidigung gab es anfangs noch etwas Abstimmungsprobleme, was die Allmendinger jedoch glücklicherweise nicht in Tore ummünzen konnten. Der herausragende Keeper Eros Hollenweger hatte zu diesem Zeitpunkt grossen Anteil daran, dass die "0" bei Wyler weiterhin stand. Da war es fast schon bezeichnend, dass die Gäste mit einem relativ simplen Angriff dennoch zum verdienten Ausgleich kamen. Eine Flanke wurde von der Nummer 9, welche im Strafraum allein gelassen wurde, eiskalt verwertet. Die Entstehung des Angriffs war sehr einfach und deshalb war es doppelt bitter, einen solchen Gegentreffer hinnehmen zu müssen.

 

Das spiel wurde nun wieder ausgeglichener. Oft entscheidet aber im Fussball ein Faktor, welchen man im Training nicht beeinflussen kann: Der Faktor Glück. Genau dieses Glück hatten die Jungs vom FC Wyler aber defintiv für sich gebucht an diesem Sonntag. Wie aus dem Nichts gelang dem Aussenverteidiger Marco Binggeli mit einem sogenannten "Spitzgagu", welcher noch entscheidend abgefälscht wurde, der erneute Führungstreffer für den FC Wyler. Dies stellte den Spielverlauf zu diesem Zeitpunkt auf den Kopf und hatte nachträglich zur Folge, dass Allmendingen auf den ernauten Ausgleich drücken musste.

 

Die Freude im Wyler Lager war riesig und man wusste, dass man diese Führung nun nicht mehr aus der Hand geben würde. Es wurde entschlossener Verteidigt. Unter anderem konnten Sich Ueli Neuenschwander, Flavio Biribicchi und Simon Schenk durch etliche gewonnene Zweikämpfe auszeichnen und den entscheidenden Pass oder Schuss diverse Male abblocken. Auch das Mittelfeld um Alain Münger und Micheal Nussbächer arbeitete hervorragend nach hinten mit.

 

Im Sturm wurde mit dem schnellen Ardjan Berisha (kam für Fabio Del Percio) die Konterwaffe schlechtin eingewechselt. Housi Tschannen hatte seine Mannschaft nun also volkommen auf "Konter" ausgerichtet. Es ist hinlänglich bekannt, dass Wyler eine gute Kontermannschaft ist.

Allmendingen rannte sich fest, konnte sich nicht gefährlich durch die Abwehrreihen spielen oder wurde im letzten Moment gestoppt. Auch die Standards wurden postwendend aus dem Wyler Strafraum bugsiert, sodass eigentlich gar nie wirklich echte Gefahr aufkam.

 

In der 86. Spielminute gelang den Stadtbernern dann der entscheidende KO-Schlag. Unser Routinier und Spielertreiner, Johan Berisha, fing einen katastrophalen Fehlpass des Allmendingen-Keepers ab und schloss eiskalt zum spielentscheidenden 3:1 ab. Die Freude kannte keine Grenzen mehr und der Sekt wurde in der Garderobe schon mal kalt gestellt.

 

Die "Sensation", mit welcher allerdings doch einige Gerechnet hatten, war also tatsächlich perfekt. An grosses Feiern war allerdings nicht zu denken, denn schon morgen Montag steht wieder eine harte Trainingseinheit an ;-).

 

Das Team wird nun alles daran setzen, diesen Schwung mit in die Meisterschaft zu nehmen, im Wissen, dass es doch noch einige Bereiche gibt, welche man in der letzten Trainingswoche vor dem Start noch verbessern muss.

 

Wir bedanken uns für die grossartige Unterstützung der Wyler-Supporter "Fraktion Nord" und wünschen allen eine tolle, spannende und erfolgreiche Saison!

 

euer Jet


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